Notfallservice

Forschung in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Wir sind eine interdisziplinäre Forschungsgruppe aus den Fachbereichen Medizin, Psychologie und Biologie innerhalb der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg, Campus Nord. In unserer Forschung untersuchen wir die Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen psychischen und körperlichen Erkrankungen sowie biologischen Zellstressmechanismen. Unser Ziel ist es durch die Kombination aus klinischer Expertise und modernen Labormethoden das biopsychosoziale Modell wissenschaftlich weiter zu fundieren und daraus konkrete Implikationen für Diagnostik, Prävention und Therapie abzuleiten.

Kompetenzen und Methoden

Eine Patientin sitzt am Tisch und malt ein Bild.

Wir verfügen über umfassende methodische Expertise in der Erfassung psychischer, physiologischer und zellulärer Prozesse. Dazu zählen die Entwicklung und Anwendung psychometrischer Verfahren, insbesondere patientenberichteter Outcome-Maße (PROMs), sowie die Messung der autonomen Regulation mittels EKG und Impedanzkardiographie (IKG). Ergänzend setzen wir moderne bioanalytische Methoden ein, um biologische Stressmarker präzise zu erfassen. Dazu gehören die Quantifizierung von DNA-Schäden (Comet Assay), die Bestimmung von Sauerstoffradikalen im Vollblut mittels Elektronenspinresonanz sowie hochauflösende Messungen der mitochondrialen Atmung mit dem Oroboros O2k Oxygraph.

Durch die Kombination dieser Verfahren können wir Zusammenhänge zwischen psychischem Erleben und psychosomatischen Erkrankungen, körperlicher Regulation und zellulären Prozessen untersuchen. Dieser integrative Ansatz ermöglicht neue Einblicke in die Mechanismen stressassoziierter Erkrankungen und bildet die Grundlage für innovative diagnostische und therapeutische Ansätze.

  • Erfahrung in der Erstellung und Anwendung psychometrischer Tests und PROMs.
  • Messung der autonomen Regulation mittels EKG und Impedanzkardiographie.
  • Bioanalytische Verfahren:
    • Quantifizierung der DNA-Schäden („Comet Assay“),
    • Bestimmung von Sauerstoffradikalen im Vollblut mittels Elektronenspinresonanz (VitaScreen),
    • hochauflösende Messungen der mitochondrialen Atmung mit dem Oroboros O2k Oxygraph.

Aktuelle Studien

RegCM-PCS

Aktivierter Zellstoffwechsel beim Post-COVID-19-Syndrom und seine Modulation durch regenerationsfördernde, multimodale Therapieansätze | TMF e.V. (Förderung durch das Bundesministerium für Gesundheit):

Ziel des Projekts Reg-CM-PCS ist es, den Zusammenhang zwischen dem Post-COVID-Syndrom und einem gestörten Zellstoffwechsel als mögliche Ursache der Symptome zu untersuchen. Zudem wird geprüft, ob eine multimodale Therapie über sechs bis acht Wochen die körpereigene Regeneration und den Zellstoffwechsel verbessern kann.

Details zur Studie

MALT!-II

Psycho-Biologische Therapieeffekte von Kunsttherapie auf die Symptomverbesserung bei Post-Covid Syndrom (Förderung durch die STAEDTLER Stiftung):

Diese Studie untersucht die Auswirkung von ambulanter Kunsttherapie auf physiologische und biologische Stressreaktionen und die Wirksamkeit bei der Bewältigung der Post-Covid-Fatigue. Folgeprojekt zu MALT!.

 

Details zur Studie

Mitglieder der Arbeitsgruppe

 

Abgeschlossene Studien

MALT!

Einschneidende Lebensereignisse können sowohl körperliche als auch psychische Folgen haben und unter bestimmten Bedingungen zu Traumafolgestörungen wie der PTBS führen. Bisher ist dabei unklar, wie belastende, aber nicht lebensbedrohlich erlebte Ereignisse – etwa Fehl- oder Totgeburten – optimal behandelt werden sollten, obwohl auch hier relevante psychische Belastungen auftreten.

Hier setzte die MALT!-Studie an und betrachtete psycho-biologische Behandlungseffekte traumafokussierter Maltherapie bei Patientinnen mit psychischen und physischen Traumafolgestörungen.

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Cope-Corona

Die internationale Cope-Corona-Studie der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Klinikum Nürnberg im Verbund mit einem EAPM-Konsortium untersuchte in mehreren Ländern und über mehrere Erhebungszeitpunkte hinweg, wie sich die COVID-19-Pandemie auf die psychische Gesundheit von Krankenhauspersonal auswirkte und welche Belastungs- bzw. Schutzfaktoren dabei relevant sind. 

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SaFE-Studie:

„Stress und psychisches Trauma als Prädiktoren für tumorassoziierte Fatigue“ (Förderung: Verein zur Förderung des Tumorzentrums der Universität Erlangen-Nürnberg e.V.):

Im Rahmen dieser Studie wurde die Validierung eines Globalen Stressindex (GSI) an einer onkologischen Stichprobe von Patientinnen mit Brustkrebs und kurativen Behandlungsansatz durchgeführt. Bei vorliegender Fatigue erhielten die Patientinnen ein Beratungsgespräch und die Fatigue-Symptomatik wurde sechs Monate später erneut untersucht.

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Ausgewählte Publikationen

  1. Köbler, P., Krauß-Köstler, E. K., Stein, B., & Waller, C. (2022). Integrated psychosomatic care within somatic medicine: The Nuremberg Integrated Psychosomatic Acute Unit (NIPA). JOURNAL OF PSYCHOSOMATIC RESEARCH, 158, 110918. https://doi.org/10.1016/j.jpsychores.2022.110918
  2. Koebler, P., Vogel, R. T., Joraschky, P., & Soellner, W. (2024). Death attitudes in Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) patients: A mixed-methods study. Death Studies. https://doi.org/10.1080/07481187.2024.2400365
  3. Hofmann, H., Önder, A., Becker, J., Gröger, M., Müller, M.M., Zink, F., Stein, B., Radermacher, P., and Waller, C. (2023). Markers of oxidative stress during post-COVID-19 fatigue: a hypothesis-generating, exploratory pilot study on hospital employees. Front. Med. 10:1305009. doi: 10.3389/fmed.2023.1305009
  4. Hofmann, H., Fricke, A., Krüger, B., Köbler, P., Lanza, C., Zeiß, S., Cernohorsky, J., Hertle, C., Krauss-Köstler, E., Radermacher, P., Stein, B., Müller, M., Waller, C. (2024). First results from a multimodal psychosomatic post-COVID treatment approach - a prospective longitudinal study. J Psychosom Res.;189:112021. doi:0.1016/j.jpsychores.2024.112021.
  5. Hofmann, H., Koch, T., Brucker, C., Radermacher, P., Müller, M., Waller, C. and Stein, B. (2025) Stress and psychological trauma as predictors of cancer-related fatigue in breast cancer patients (SaFE study)—study protocol of a prospective follow-up study. Front. Psychol. 16:1691485. doi: 10.3389/fpsyg.2025.1691485
  6. Urbanczyk et al. (2022). Mitochondrial respiration in B lymphocytes is essential for humoral immunity by controlling the flux of the TCA cycle. Cell Reports 39, https://doi.org/10.1016/j.celrep.2022.110912
  7. Müller MM, Baillès E, Blanch J, Torres X, Rousaud A, Cañizares S, Cervera Teruel M, Conti C, Dunne PJ, Stanculete MF, Farré JM, Font E, Gayán E, Guagnano MT, König S, Kundinger N, Lanzara R, Lobo A, Nejatisafa AA, Obach A, Offiah G, Peri JM, Rosa I, Schuster SK, Waller C, Stein B; Cope-Corona Study Group. Burnout among hospital staff during the COVID-19 pandemic: Longitudinal results from the international Cope-Corona survey study. J Psychosom Res. 2023 Jan;164:111102. doi: 10.1016/j.jpsychores.2022.111102.

 

Aktuelles aus dem Klinikum