Ergebnisse
In der MALT!-Studie konnte gezeigt werden, dass Trauma-fokussierte Kunsttherapie in der Lage ist, posttraumatische Symptome wie Intrusionen, Vermeidung und Übererregung bei Frauen nach Fehl- oder Totgeburt zu reduzieren. Insbesondere für Intrusionen, also das unwillkürliche Erinnern an die Fehl- oder Totgeburt, zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Symptomatik. Frauen, die zusätzlich psychisch belastet waren mit einer Depression oder gar mit einer PTBS, profitierten besonders von der Kunsttherapie im Vergleich zur Warte-Kontroll-Gruppe. Durch die Kunsttherapie wurde nicht nur die psychische Symptomatik verbessert, sondern die Frauen reagierten auch biologisch signifikant verbessert auf Stress. Die Teilnehmerinnen in der Kunsttherapiegruppe hatten nach Ende der Therapie unter Stress eine stärkere vagale, parasympathische Aktivierung. Das bedeutet, dass Kunsttherapie bei diesen Frauen zu einer Beruhigung der Körperaktivität, also zur Entspannung geführt hat. Dieses spiegelte sich auch in einem verminderten Anstieg der Marker für Stress auf zellulärer Ebene, im Blutdruck, in der Herzfrequenz sowie in einem subjektiven Gefühl von mehr Wachheit wider.
Erwarteter Nutzen
- Evidenz für die Wirksamkeit von Kunsttherapie sowohl auf psychischer als auch auf biologischer Ebene.
- Beitrag zum besseren Verständnis der Zusammenhänge zwischen emotionaler Verarbeitung und körperlicher Stressregulation.