Das Post-Covid-Syndrom (PCS) betrifft schätzungsweise 6–15 % der Patientinnen und Patienten nach einer Covid-19-Infektion und stellt eine wachsende Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. Leitsymptom ist eine ausgeprägte Fatigue, oft begleitet von psychischen Komorbiditäten wie Depressionen, Angststörungen, Traumafolgestörungen und Schlafstörungen. Wir führen eine Behandlungsstudie durch, in der der Einfluss einer multimodalen, regenerationsfördernden psychosomatischen Therapie (u.a. aus multimodalen Elementen der achtsamkeitsbasierten Techniken, Therapien der Stressreduktion, kognitivem Leistungstraining sowie wohl dosierter körperlicher Aktivität) auf den Zellstoffwechsel bei Patientinnen und Patienten mit Post-Covid-Syndrom untersucht wird. Dazu werden vor und nach einer sechs- bis achtwöchigen Therapie Belastungstests mit begleitenden Blutanalysen durchgeführt, um mitochondriale Aktivität, oxidativen Stress und DNA-Schäden sowie psychologische Parameter wie Fatigue zu erfassen. Die Ergebnisse werden mit einer Kontrollgruppe von Patientinnen und Patienten mit stressassoziierten Erkrankungen verglichen. Ziel ist es zu zeigen, dass PCS mit einer stressabhängig erhöhten Stoffwechselaktivität einhergeht, die durch die Therapie signifikant reduziert werden kann.
Weitere Informationen:
- RegCM-PCS – Aktivierter Zellstoffwechsel beim Post-COVID-19-Syndrom und seine Modulation durch regenerationsfördernde, multimodale Therapieansätze | TMF e.V.
- Aktivierter Zellstoffwechsel beim Post-COVID-19-Syndrom und seine Modulation durch regenerationsfördernde, multimodale Therapieansätze (RegCM-PCS) | BMG