Die neuropathologische Diagnostik ermöglicht eine präzise Klassifikation neurologischer Erkrankungen und ist insbesondere bei Tumoren des Nervensystems entscheidend für die Therapieplanung. Die Ergebnisse tragen wesentlich zur Auswahl geeigneter Behandlungsstrategien und zur individuellen Betreuung der Patientinnen und Patienten bei.
Neuropathologie am Klinikum Nürnberg
Was ist Neuropathologie?
Als Teilgebiet der Pathologie beschäftigt sich die Neuropathologie mit der Untersuchung von Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Analysiert werden Gewebeproben aus Gehirn, Rückenmark, peripheren Nerven und Skelettmuskulatur.
Im Mittelpunkt der Diagnostik stehen unter anderem:
- Tumoren des Nervensystems (z. B. Hirn- und Rückenmarkstumoren)
- Neurodegenerative Erkrankungen (z. B. Alzheimer- oder Parkinson-Erkrankung)
- Entzündliche Erkrankungen des Nervensystems
- Vaskuläre Erkrankungen wie Schlaganfallfolgen
- Erkrankungen von Muskel und peripheren Nerven
- Untersuchung der Rektuminnervation bei Verdacht auf Morbus Hirschsprung
Probenentnahme und Untersuchung
Gewebeproben werden meist im Rahmen neurochirurgischer Eingriffe oder Biopsien gewonnen. In speziellen Fällen erfolgen Untersuchungen auch an Muskel- und Nervenbiopsien, Liquorproben oder autoptischem Gewebe.
Die neuropathologische Diagnostik am Universitätsinstitut für Pathologie des Klinikums Nürnberg umfasst ein breites methodisches Spektrum, darunter:
Dabei arbeiten wir eng mit den Fachbereichen Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie zusammen.