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  • Austausch bei „Medicine of Ageing“ 2026

    Das Zentrum für Altersmedizin brachte niedergelassene Ärztinnen und Ärzte zu einer interaktiven Fortbildung zusammen.

04.11.2026

Brauchen ältere Menschen mit Typ-2-Diabetes eher eine Spritze oder mehr Tabletten? Wann gehören Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner in die Notaufnahme? Und was bringen Vitamin D3, K2 und Omega-3 wirklich? Über diese und viele weitere Fragen aus dem Praxisalltag diskutierten die Teilnehmenden am Samstag, 24. Oktober 2026, bei der interaktiven Fortbildung „Medicine of Ageing“. Veranstalter war das Zentrum für Altersmedizin (ZfA) am Klinikum Nürnberg, wissenschaftlicher Leiter Univ.-Prof. Dr. med. univ. Markus Gosch, Direktor der Klinik für Innere Medizin 2, Schwerpunkt Geriatrie.

Erfolgreicher Austausch mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen

Rund 70 Teilnehmende kamen in das Holiday Inn Nürnberg City Center, darunter viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus Nürnberg und der Metropolregion. Die kurzen, pointierten Impulsvorträge mit anschließenden Diskussionsrunden ließen viel Raum für Fragen und Erfahrungen aus der Praxis. „Unsere Patientinnen und Patienten bewegen sich zwischen Hausarztpraxis, Pflegeheim und Klinik. Gute Altersmedizin gelingt nur, wenn wir an diesen Schnittstellen eng zusammenarbeiten“, sagt Prof. Gosch. „Die engagierten Diskussionen haben gezeigt, wie groß der Bedarf an diesem Austausch ist.“

Vom Assessment bis mögliche Effekte von Impfungen auf Demenz

Nach der Eröffnung durch Prof. Gosch stellte Prim. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Iglseder (Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Salzburg) aktuelle Entwicklungen bei geriatrischen Assessments vor. Dr. Birgit Deutsch (Malteser Waldkrankenhaus St. Marien, Erlangen) sprach über Therapieentscheidungen bei Typ-2-Diabetes im Alter. Prof. Dr. Katrin Singler (Klinikum Fürth, FAU Erlangen-Nürnberg) ging der Frage nach, welche Pflegeheimpatientinnen und -patienten in die Notaufnahme gehören, eine Frage, die viele Hausärztinnen und Hausärzte unmittelbar betrifft.

Im zweiten Block fragte Univ.-Prof. Dr. Christian Morath (Klinikum Nürnberg), ob SGLT2-Inhibitoren die alternde Niere schützen können. PD Dr. Thomas Münzer (Geriatrische Klinik St. Gallen, Schweiz) nahm Vitamin- und Supplementtherapien kritisch unter die Lupe. Univ.-Prof. Dr. Thomas Deneke (Klinikum Nürnberg) zeigte unter dem Titel „Vorhofflimmern war gestern“ neue Perspektiven in der Rhythmologie auf. Prof. Gosch selbst widmete sich der Frage, ob Impfungen vor Demenz schützen können.

Am Nachmittag diskutierte Prof. Dr. Hans-Jürgen Heppner (Klinikum Bayreuth, FAU Erlangen-Nürnberg) die optimale Dauer einer Antibiotikatherapie im Alter. Univ.-Prof. Dr. Jan Liman (Klinikum Nürnberg) sprach über das Vorgehen nach einer Hirnblutung unter oraler Antikoagulation, Univ.-Prof. Dr. Thomas Hillemacher (Klinikum Nürnberg) über Alkoholabhängigkeit im höheren Lebensalter.

Ein Format, das sich bewährt hat

Zum Abschluss kamen Referierende und Publikum zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion zusammen. Das Thema hatten die Teilnehmenden selbst gewählt: den Umgang mit Schlafstörungen im Alter.

Das zum Schluss eingeholte Feedback der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus. Es bestätigte einmal mehr, dass sich „Medicine of Ageing“ als Veranstaltungsformat etabliert hat und funktioniert: kompakte Impulse, offene Diskussion und ein echter Austausch zwischen Klinik und Praxis.

Die Fortbildung wurde von der Bayerischen Landesärztekammer mit 6 CME-Punkten anerkannt und mit freundlicher Unterstützung der Dr. Theo und Friedl Schöller-Stiftung durchgeführt.

Über das Zentrum für Altersmedizin

Das Zentrum für Altersmedizin am Klinikum Nürnberg bündelt die Kompetenzen verschiedener Fachdisziplinen rund um die Versorgung älterer Menschen. Mit Fortbildungen wie „Medicine of Ageing“ fördert es den Wissenstransfer und die Vernetzung mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der Region.

Bild oben: Volles Haus bei der Veranstaltung "Medicine of Ageing". Univ.-Prof. Dr. med univ. Markus Gosch begrüßte alle Teilnehmenden.

Foto: Klinikum Nürnberg