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    Forschung am Klinikum: PD Dr. Georgia Levidou

    PD Dr. Georgia Levidou ist Oberärztin im Institut für Pathologie der PMU und forscht im Bereich von wichtigen Tumorerkrankungen.

 

30.03.2023

PD Dr. Georgia Levidou ist Oberärztin im Institut für Pathologie der PMU und forscht im Bereich von wichtigen Tumorerkrankungen, mit dem Fokus unmittelbar am Tumorgewebe. Anfang 2022 hat sich Frau Dr. Levidou habilitiert. Im nachfolgenden Interview beantwortet sie Fragen rund um ihren Werdegang und ihre Karriere, ihre Motivation und ihre Ziele:

 

Frau PD Dr. Levidou, bitte beschreiben Sie Ihren bisherigen beruflichen Werdegang.

Ich habe an der Universität Athen in Griechenland Humanmedizin studiert. Nach dem Studium habe ich 2012 im Institut für Pathologie an der Universität Athen meine Facharztausbildung abgeschlossen. Bereits während meiner Facharztausbildung hatte ich die Gelegenheit, Erfahrungen in der Forschung zu sammeln. Bis 2015 war ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Pathologie an der Universität Athen tätig, wo ich die Möglichkeit hatte, meine Forschungs- bzw. didaktische Erfahrung zu erweitern und zu vertiefen. 2016 bin ich aus familiären Gründen nach Deutschland umgezogen und gleich danach habe ich meinen ersten Job in Deutschland im Institut für Pathologie, Klinikum Nürnberg angenommen. Nach einer kurzen Elternzeitpause für meine Zwillinge, bin ich seit 2020 wieder im Klinikum Nürnberg und seit Anfang 2023 als Oberärztin im Institut für Pathologie tätig.

Warum haben Sie sich dafür entschieden Ärztin, speziell Pathologin, zu werden?

Die Funktionen des menschlichen Körpers haben mich schon immer sehr beeindruckt und die Entstehung von Krankheiten hat mich schon immer interessiert. Während des Medizinstudiums habe ich die Pathophysiologie der Krankheiten sehr spannend gefunden. Pathologie ist die Lehre der Erkrankung des Menschen und dass hierbei die Ursachen und die Entstehung von Krankheiten aus dem Zusammenhang von Organ- und Gewebsveränderungen beschrieben werden, hat mich von Anfang an absolut fasziniert.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, sich neben Ihren beruflichen Aufgaben als Ärztin noch aktiv der Forschung zu widmen?

Bereits während meiner Facharztausbildung habe ich mich entschieden, mich aktiv der Forschung zu widmen. Damals gab es in der Literatur die ersten Hinweise, dass ein besseres Verständnis der Tumorentstehung, zu einer effektiveren Therapie führen könnte. Seitdem haben wir enorme Fortschritte gemacht und sind schon im Zeitalter der sogenannten Präzisionsmedizin. Ich bin froh, dass ich zu dieser Entwicklung aktiv beitragen konnte.

Welche sind ihre klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkte?

Meine diagnostische Tätigkeit umfasst sämtliche Bereiche der Pathologie und meine Schwerpunkte liegen inzwischen im Bereich der Hämatopathologie (Lymphknoten- und Knochenmarksbiopsien) und Neuropathologie. Wissenschaftlich beschäftige ich mich mit Biomarkern der Tumorentstehung und -progression. Zurzeit laufen Studien im Bereich der epithelialen Tumore des Thymus, Lungenkarzinome sowie Ovarialkarzinomen.

Woher nehmen Sie ihre Motivation und wie schaffen Sie es, Wissenschaft und berufliche Aufgaben als Ärztin unter einen Hut zu bekommen?

Es hat mich immer interessiert, die Mechanismen für die Entstehung von malignen Neoplasien besser zu verstehen und dementsprechend war ich immer bereit hier Zeit und Energie zu investieren. Forschen ist eigentlich mein Hobby. Und gibt’s was Besseres als dein Hobby mit deinem Beruf zu kombinieren? Meine ärztliche Tätigkeit führt zu Ideen für die Forschung und umgekehrt entstehen durch die Forschung immer neue Werkzeuge für meine diagnostische Tätigkeit. Mache Leute joggen, ich forsche.

 

Ausgewählte Publikationen

  • Levidou G, Palamaris K, Sykaras AG, Andreadakis G, et al. Unraveling the Role of Histone Variant CENP-A and Chaperone HJURP Expression in Thymic Epithelial Neoplasms.Int J Mol Sci. 2022 Jul 28;23(15):8339.
  • Masaoutis C, Palamaris K, Kokkali S, Levidou G, Theocharis S. Unraveling the Immune Microenvironment of Thymic Epithelial Tumors: Implications for Autoimmunity and Treatment. Int J Mol Sci. 2022 Jul 16;23(14):7864.
  • Levidou G, Gajdzis P, Cassoux N, Donizy P, et al. Histone Deacetylase (HDAC)-1, -2, -4, and -6 in Uveal Melanomas: Associations with Clinicopathological Parameters and Patients' Survival. Cancers (Basel). 2021 Sep 23;13(19):4763.