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  • Erfolgreiche Forschung: PMU vergibt Wissenschaftspreise 2026

    Beim "Science Get Together" in Nürnberg ehrt die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) wieder ihre besten Forscherinnen und Forscher.

02.07.2026

Von Epilepsie bis Long-Covid, von der Ernährung Frühgeborener bis zur Speiseröhrenchirurgie: Forschende der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) treiben den medizinischen Fortschritt voran. Beim 17. „Science Get Together“ in Nürnberg ehrte die PMU erneut herausragende Forschung. 

Sommerwetter gehört normalerweise zum Programm, wenn die PMU zum jährlichen „Science Get Together“ lädt. Doch 2026 sorgten extreme Temperaturen für Gesprächsstoff: 35 Grad und eine Hitzewelle in Europa. Das Organisationsteam in Nürnberg reagierte kurzfristig, verteilte Handfächer und Wassersprays, während eine benachbarte Abteilung Klimageräte bereitstellte, um das Publikum in den Hörsälen zu erfrischen. 

Trotz der Hitze folgten die Gäste aufmerksam dem Vortrag der Hauptrednerin. Prof. Dr. Yurdagül Zopf, Leiterin des Hector-Centers für Ernährung, Bewegung und Sport am Universitätsklinikum Erlangen, erklärte, wie gesunde Ernährung Übergewicht reduziert und das Krebsrisiko senkt. Sie präsentierte in ihrem kurzweiligen Abriss Studienergebnisse und beantwortete viele Fragen zur „Adipositas-Pandemie“. Ihre wichtigsten Tipps erfordern weder Spezialdiäten noch Aufwand: mehr Hülsenfrüchte und deutlich mehr Ballaststoffe essen, dazu Bewegung in den Alltag integrieren. Schon fünf Minuten täglich senken nachweislich das Risiko für bestimmte Krankheiten, betonte die Gastroenterologin.

Vergabe der "Research and Innovation Awards"

Mehr als 130 Gäste aus Lehre, Forschung und Klinik kamen auf dem Campus Nord des Klinikums Nürnberg zusammen, um sich auszutauschen. „Wissenschaft lebt vom Dialog, vom Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven“, sagte Gastgeber und Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Hans Herbert Steiner zur Begrüßung. Auch Rektorin Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Annemarie Weißenbacher hob die Bedeutung persönlicher Begegnungen zwischen Salzburg und Nürnberg hervor und dankte den Sponsoren, die den Wissenschaftstag und die Forschung der Universität ermöglichen. 

Ein Höhepunkt des „Science Get Together“: die Verleihung der „Research and Innovation Awards“ (RIA). Die PMU zeichnet damit jährlich Forschende beider Standorte aus – Frauen und Männer zu gleichen Teilen. In die Wertung fließen sowohl Forschungskennzahlen als auch Qualitätsprüfungen ein. In der Kategorie „Forscher und Forscherin des Jahres“ ehrt die Jury 2026 die Labormedizinerin Priv.-Doz. Dr. Dr. Sylvia Mink (Uniklinikum Salzburg), den Internisten Univ.-Prof. Dr. Bernhard Wernly (Uniklinikum Salzburg), den Neonatologen Univ.-Prof. Dr. Niels Rochow (Klinikum Nürnberg) und die Intensivmedizinerin Prof. Dr. Justyna Swol (Klinikum Nürnberg).

Vielbeachtete Publikationen

Auch der Nachwuchs erhält Anerkennung: Der „Rising Scientist“-Preis geht in Nürnberg an Dr. Vanessa Bartsch, Assistenzärztin in der Rheumatologie und in der Versorgungsforschung aktiv, und an den Neurochirurgen MUDr. Adrian Liebert, der Behandlungsverfahren beim chronischen Subduralhämatom untersucht. In Salzburg werden die Neurologen Dr. Pilar Bosque Varela für ihre Epilepsie-Forschung und Dr. Constantin Hecker für Arbeiten aus den Bereichen Neurointervention und Früh-Reha ausgezeichnet.

Die Auszeichnung „Best First Author Publication in a Top-Ranked Journal“ würdigt Autorinnen und Autoren besonders beachteter Veröffentlichungen. In Salzburg erhalten sie die Anästhesistin Dr. Lisa Reisinger und der Biologe Dr. Markus Hierl, in Nürnberg Irina Avramovska und PD Dr. Luca Giulini aus der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Die RIA-Preisträger bekommen neben Urkunden Sachpreise in Form von Hotelaufenthalten für sich und ihre Teams.

Eine Jury prämierte vor Ort zudem die besten wissenschaftlichen Poster der PMU-Studierenden. Studierende und Forschende hatten rund 75 Arbeiten aus Medizin, Pharmakologie, Data Science, Biologie und Bildungswissenschaften für die Ausstellung eingereicht. Die drei Gewinner kommen aus Salzburg: Michael Kleindorfer untersuchte Rückenmarksverletzungen, Beatrice Mayer erforschte Knorpelerkrankungen, und Janine Zwicklhuber analysierte Haut-Biomarker bei Migräne. 

Weitere Informationen zu den Wissenschaftspreisen und zur Forschung an der PMU bietet der Wissenschaftsbericht 2026, der auch digital verfügbar ist. Wissenschaftsbericht / Science Report 2026 / Paracelsus Medizinische Privatuniversität

Bild oben: Von links Gastrednerin Prof. Dr. Yurdagül Zopf vom Uniklinikum Erlangen, PMU-Forschungsdekan Univ.-Prof. Dr. Hermann Josef Bail, PMU-Rektorin Prof. Dr. Annemarie Weißenbacher und Sponsor Andreas Greither.

Fotos: Heiko Stahl / PMU

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