Die Forschungsschwerpunkte der Klinik umfassen ein breites Spektrum psychiatrischer Themen und tragen dazu bei, innovative Ansätze für Prävention, Therapie und Versorgung zu entwickeln.
Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit verschiedenen Themen aus dem Bereich der Suchtmedizin. In diesem Kontext werden sowohl neurobiologische Mechanismen als auch psychosoziale Folgen von Abhängigkeitserkrankung, wie beispielsweise Stigmatisierung oder Delinquenz, untersucht. Neben Grundlagenforschung werden auch epidemiologische und klinische Studien durchgeführt. Der Fokus umfasst stoffgebundene Abhängigkeiten (Alkohol-, Nikotin-, Medikamente, illegale Drogen) als auch nicht-stoffgebundenen Abhängigkeiten (Glücksspielstörung, Kauf-Shopping-Störung, Internetnutzungsstörungen).
Univ.-Prof. Dr. Thomas Hillemacher, Dr. Ekaterini Georgiadou, Dr. med. univ. Katharina Eibl- Eibesfeldt, Elisabeth Müller
Im Bereich der Gerontopsychiatrie liegt der Schwerpunkt auf Demenzerkrankungen und insbesondere auf der Entwicklung und Evaluation von Verfahren zur Frühdiagnostik. Darüber hinaus werden Ansätze zur Verbesserung der Versorgung und Behandlung psychischer Erkrankungen im höheren Lebensalter untersucht.
Univ.-Prof. Dr. Thomas Hillemacher, Dr. med. Thomas Stöckl, Dr. med. Ulrike Janka
Die Arbeitsgruppe erforscht die therapeutischen Wirkungen der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) bei psychischen Erkrankungen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Anwendung bei therapieresistenten Depressionen sowie auf der Identifikation von Faktoren die den Behandlungserfolg beeinflussen.
Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der mentalen Gesundheit von Leistungssportlern. Im Fokus stehen die besonderen Anforderungen in Training und Wettkampf sowie die daraus resultierenden Auswirkungen auf sämtliche Lebensbereiche.
Im Rahmen der UPlusE Studie soll ein App-basiertes Screening zur Früherkennung depressiver Entwicklungen, psychosozialer Belastungen und Problemen in der Eltern-Kind-Beziehung etabliert werden. Sowohl (werdende) Mütter als auch Väter sollen zum Ende der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr des Kindes regelmäßig befragt werden. Diese Befragungen werden an die Vorsorgeuntersuchungen beim Gynäkologen bzw. U-Untersuchungen beim Pädiater gekoppelt. Aufgrund dieser Daten erfolgt eine bedarfsgerechte Vermittlung von Hilfsangeboten für die Betroffenen.
Der Fokus liegt auf der Verbesserung von Diagnostik, Versorgung und Unterstützung von Menschen mit FASD über die gesamte Lebensspanne hinweg.
Dieses Forschungsthema untersucht die Lebenssituation, Bedürfnisse sowie Schutz- und Risikofaktoren von Kindern psychisch kranker Eltern um frühzeitige Hilfen zu fördern und langfristig die psychische Gesundheit von Familien zu fördern.
Dr. med. Susanne Simen, Dr. med. Michael Widder- König, Anne Wölfel
Dieses Forschungsthema befasst sich mit psychischer Gesundheit in vielfältigen kulturellen und gesellschaftlichen Kontexten.
Der pflegewissenschaftliche Schwerpunkt liegt auf Gewaltprävention und Deeskalationsmanagement in der Akutpsychiatrie. Im Rahmen von Advanced Practice Nursing werden herausfordernde Patientensituationen, Übergriffsmeldungen sowie bestehende Präventionsmaßnahmen systematisch ausgewertet. Ziel ist es, Deeskalationskonzepte weiterzuentwickeln, Mitarbeitende zu schulen, Zwangsmaßnahmen kritisch zu reflektieren und die Sicherheit von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden nachhaltig zu stärken. Dabei fließen unter anderem Safewards, strukturierte Nachbesprechungen, kollegiale Beratung und interprofessionelle Zusammenarbeit ein.
Maxi Kuhse, V. Nagel
Schwere psychische Störungen beginnen oft im Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Die Früherkennung und die frühzeitige Behandlung von Menschen mit diesen Störungen (insbesondere affektive und psychotische Störungen) können entscheidend zu einer verbesserten Prognose beitragen. Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich daher mit Risikofaktoren und Frühwarnzeichen psychischer Erkrankungen bei jungen Menschen sowie Möglichkeiten der adäquaten Behandlung.
Dr. med. Uta Ouali, S. Caputo