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Genetische Beratung für die Früherkennung von Brust- und Eierstockkrebs

Brust- und Eierstockkrebs können in manchen Familien gehäuft auftreten und auf eine erbliche Veranlagung hinweisen. Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn mehrere Angehörige an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkrankt sind. Auch ein junges Erkrankungsalter, wiederholte Tumorerkrankungen an Brust oder Eierstöcken oder bereits eine einzelne Erkrankung an Eierstockkrebs können Hinweise auf eine genetische Ursache sein. Eine frühzeitige Abklärung kann helfen, persönliche Risiken besser einzuschätzen und passende Vorsorgemöglichkeiten zu nutzen.

Erblicher Brust- und Eierstockkrebs: Genetische Risiken frühzeitig erkennen

Wissenschaftliche und klinische Untersuchungen zeigen, dass die Entstehung eines bösartigen Brusttumors in ca. 15 bis 20 % der Fälle auf eine genetische Disposition zurückzuführen ist. Die bekanntesten und auch häufigsten Genveränderungen finden sich dabei in den Genen BRCA1 und BRCA2, die an der Reparatur der DNA beteiligt sind. Neben diesen wurden weitere Hochrisikogene (PALB2, TP53) und moderate Risikogene (wie ATM, BARD1, CDH1, CHEK2, RAD51C/D, BRIP1) für Brust- und Eierstockkrebs identifiziert.

Hinweise auf eine bestehende erbliche Form von Brust- und Eierstockkrebs ergeben sich vor allem dann, wenn mehrere Personen innerhalb einer Familie an Brust- und/oder Eierstockkrebs erkranken. Aber auch ein frühes Erkrankungsalter sowie Zweittumore an Brust oder Eierstöcken können ein Hinweiszeichen für eine vererbte Veranlagung sein.  

Das Deutsche Konsortium Familiärer Brust- und Eierstockkrebs hat ein strukturiertes Früherkennungs-Programm für Hochrisikosituationen in Deutschland erarbeitet. Prophylaktische Maßnahmen können Erkrankungsrisiken minimieren. Für bereits Erkrankte werden laufend neue Therapiemöglichkeiten entwickelt. Die genetische Beratung spielt heute sowohl in der Therapie der Erkrankten als auch bei der Prävention von Familienmitgliedern eine große Rolle.

Ablauf der genetische Beratung

In einem ausführlichen Gespräch zwischen unseren Ärztinnen und Ärzten sowie den Ratsuchenden und ihren Familien besprechen wir die Möglichkeiten der Diagnostik und die daraus entstehenden Konsequenzen. 

Durch diese humangenetische Beratung sollen Informationen für ein bestehendes und angenommenes Risiko für das Auftreten einer genetisch bedingten Erkrankung vermittelt werden. Neben dem Wiederholungsrisiko werden auch der Verlauf und die Folgen der Erkrankung sowie Möglichkeiten der Diagnostik, Therapie und Prävention besprochen.

Für die Untersuchung auf eine Genveränderung wird primär eine Blutuntersuchung der Erkrankten durchgeführt. Hierbei werden die Risikogene für erblichen Brust- und Eierstockkrebs analysiert. Falls eine Genmutation gefunden wurde, können anschließend die Familienangehörigen auf das Vorliegen dieser Mutation untersucht werden, um herauszufinden, ob sie Anlageträger und Anlageträgerinnen für entsprechende Krebserkrankungen sind.

Die genetische Sprechstunde und Diagnostik bieten wir als Kooperationspartner der FBREK Zentren der Universität Erlangen und der LMU München durch.

Häufige Fragen zur genetischen Beratung




Genetische Beratung

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