Notfallservice

Häufige Fragen zu Erkrankungen der Gallenblase und Gallenwege

Welche Erkrankungen der Gallenblase und Gallenwege müssen operativ behandelt werden?

Es gibt sowohl gutartige wie auch bösartige Erkrankungen der Gallenblase und Gallenwege, die operativ behandelt werden müssen.

Gallensteine

Zu den häufigsten Erkrankungen zählen Gallensteine (Cholelithiasis). Gallensteine sind feste, kristallartige Ablagerungen, die sich in der Gallenblase oder seltener direkt in den Gallengängen bilden. Sie entstehen, wenn Bestandteile der Galleflüssigkeit auskristallisieren und steinharte Gebilde formen. Nicht jeder Gallenstein erfordert eine Operation. Viele Gallensteine bleiben unbemerkt und erfordern keine Behandlung. Eine Operation wird notwendig, wenn sie Schmerzen auslösen oder Komplikationen entstehen, etwa schmerzhafte Koliken, Entzündungen der Gallenblase und Gallenwege, oder in selteneren Fällen auch Fisteln oder ein Darmverschluss.

Gallenblasenkrebs und Gallengangskrebs

Daneben gibt es auch bösartige Tumore der Gallenblase (Gallenblasenkrebs) oder der Gallenwege außerhalb der Leber (Gallengangskrebs oder auch sog. Klatskin-Tumor). Je nach Ausdehnung der Erkrankung müssen die Gallenblase sowie die betroffenen Anteile der Gallenwege häufig zusamen mit einem Teil der Leber entfernt werden. Die Wahl der Operationsmethode richtet sich nach der genauen Lage des Tumors, dem Krankheitsstadium und dem Gesundheitszustand sowie der Leberfunktion des individuellen Patienten. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kollegen der Gastroenterologie und Radiologie beurteilen wir daher detailliert die Tumorausdehnung, Lebergröße und -funktion und erstellen für jeden Patienten einen personalisierten Operationsplan.

Im Rahmen unserer Sprechstunde erläutern wir Ihnen das individuelle Vorgehen sowie die entsprechenden Risiken im Detail.

Wie läuft eine Gallenblasen-OP ab?

Die Entfernung der Gallenblase ist einer der häufigsten, allgemeinchirurgischen Eingriffe, der auch in unserer Klinik zwischen 600 und 800 mal pro Jahr durchgeführt wird.

Die minimalinvasive Schlüssellochtechnik (laparoskopische Cholezystektomie) ist das Standardverfahren für die Entfernung einer Gallenblase. Diese OP-Technik bietet viele Vorteile:

  • Reduzierte Schmerzen durch kleinste Schnitte
  • Beschleunigte Heilung und verkürzter Krankenhausaufenthalt
  • Minimiertes Risiko für Wundheilungsstörungen und Narbenbrüche
  • Besseres kosmetisches Ergebnis

Die laparoskopische Cholezystektomie wird unter Vollnarkose durchgeführt. Der Operateur führt über einen kleinen Schnitt am Bauchnabel eine Kamera ein, die den Bauchraum auf einem Monitor sichtbar macht und präzises Operieren ermöglicht. Über zwei bis drei weitere Schnitte (0,5–1 cm) werden die Instrumente eingeführt, um die Gallenblase samt Steinen vollständig zu entfernen.

Durch das standardisierte Vorgehen ist die Entfernung der Gallenblase ein sehr risikoarmer Eingriff.

Kann ich ohne Gallenblase normal leben?

Ja, ohne Gallenblase ist ein normales Leben möglich. In den ersten Tagen nach der Operation sollten Patienten leichte Kost zu sich nehmen. Nach einer Woche können sie jedoch wieder normal essen. Die Leber produziert ständig genug Galle und gibt diese in den Dünndarm ab, sodass die Gallenblase als Speicher überflüssig ist.

Leber-Sprechstunde

Bitte vereinbaren Sie einen Termin.

Öffnungszeiten
Mi 13.00 - 15.00 Uhr
Adresse

Klinikum Nürnberg, Campus Nord
Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1
90419 Nürnberg

Haus: 20
Stockwerk: EG
Raum: 74

/behandlung/bauchraum/allgemein-viszeral-und-thoraxchirurgie/allgemein-viszeral-und-thoraxchirurgie-campus-nord/leber-gallenblase-und-gallenwege/erkrankungen-der-gallenblase-und-gallenwege