Die Frauenmilchbank der Kinderklinik am Klinikum Nürnberg widmet sich der Gewinnung, Untersuchung, Aufbereitung und Verteilung gespendeter Frauenmilch. Das macht sie zu einem wichtigen Baustein für die Versorgung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen in der Region. Von der Spende bis zur Weitergabe unterliegen alle Prozesse strengen hygienischen Standards und Qualitätsmaßnahmen. Dadurch bieten wir unseren kleinsten Patienten einen sicheren Zugang zu Spenderinnenmilch.
Hochwertige Frauenmilch für Früh- und Neugeborene
Ja, alle Spenderinnen verpflichten sich, auf Drogen, Alkohol, Nikotin und bestimmte Medikamente zu verzichten. Änderung der Medikation oder akute Erkrankungen müssen direkt gemeldet werden.
Alle personenbezogenen Daten werden vertraulich behandelt. Jede Spenderin erhält eine eigene Spenderinnen-ID, über die ihre persönlichen Daten geschützt sind, aber auch eine Rückverfolgbarkeit der Spende gewährleistet ist (gesetzlich vorgeschrieben).
Nein, eine finanzielle Entschädigung erfolgt nicht.
Die Spendermilch kann für 12 Monate bei -25°C im klinikeigenen und temperaturüberwachten Gefrierschrank gelagert werden.
Wer kann Spendermilch erhalten?
Aktuell werden vor allem sehr unreife Frühgeborene mit einem Gewicht unter 1500 g oder jünger als 32 Schwangerschaftswochen versorgt, ebenso Neugeborene mit vorhandenen Magen- oder Darmerkrankungen. Die Indikationsstellung zur Spendermilchgabe trifft unser qualifiziertes Fachpersonal.
Langfristig ist zudem ein Ausbau der Frauenmilchbank geplant, damit alle Frühgeborenen, auch außerhalb unseres Klinikums versorgt werden können.
Alle Spenderinnen werden vor Aufnahme umfassend auf übertragbare Krankheiten untersucht (z. B. auf HIV, Hepatitis oder Syphilis). Jede abgegebene Spende wird zudem mikrobiologisch untersucht. Die Prozesse orientieren sich hierbei an der S2K Leitlinie der AWMF, die Einsatz und Behandlung von humaner Milch in Einrichtungen des Gesundheitswesens festlegt.
Die Spenderinnenmilch wird in der Regel so lange eingesetzt, bis die Mutter des Frühgeborenen selbst ausreichend Milch bildet.
Nein, es entstehen keine Kosten für Patienten.
Nein, aktuell erfolgt die Vergabe bei sehr unreifen Frühgeborenen gemäß medizinischer Indikation durch das Ärztliche-Team der Neonatologie. Langfristig ist geplant, auch andere Frühgeborene bei Bedarf zu versorgen, solange noch nicht ausreichend Milch der eigenen Mutter vorhanden ist.
Sie haben Interesse an unserer Frauenmilchbank?
Derzeit können nur Frauen spenden, deren eigenes Baby aktuell in stationärer Behandlung am Klinikum ist. In diesem Fall wird die Möglichkeit einer Spende der überschüssigen Muttermilch im Rahmen der Stillberatung, auf den neonatologischen Stationen und der Wöchnerinnenstation besprechen.
Fragen richten Sie gerne an frauenmilchbank@klinikum-nuernberg.de.