03.02.2026
Herzliche Begegnung unter Sportlerinnen in der Knochenmarktransplantations-Ambulanz des Klinikums Nürnberg: Die frühere Judo-Athletin Lisa Dollinger spendete hier Stammzellen in Zusammenarbeit mit der DKMS – betreut von Spendenkoordinatorin Heike Bogner-Distel, die selbst leidenschaftliche Judoka und Judo-Kindertrainerin ist.
Was Lisa Dollinger im Leistungssport ausgezeichnet hat, zeigt sie auch nach ihrem Karriereende in der Nationalmannschaft: Mut, Disziplin und Verantwortung für andere. „Mein Opa ist an Blutkrebs gestorben, sodass mir das Thema Knochenmarktransplantation vertraut war. Wenn ich auf diese Weise jemand anderem helfen kann, finde ich das wunderbar“, erzählt die 30-Jährige, die heute als Orthopädietechnikerin im Außendienst arbeitet. „Ich hatte mich mal vor vielen Jahren an einem Infostand in München als Stammzellspenderin registrieren lassen und seitdem nichts mehr gehört. Als ich es schon gar nicht mehr erwartete, kam ein Anruf, dass es jetzt einen passenden Empfänger für meine Merkmale gebe. Alle Vorbereitungen und die Spende in Nürnberg verliefen reibungslos. Ich würde es genauso wieder machen.“
Jedes Jahr betreut die KMT-Ambulanz am Klinikum Nürnberg rund 300 Stammzellspenderinnen und -spender zur sogenannten Apherese, einem mehrstündigen Verfahren, das die Stammzellen aus dem Blut filtert. Darüber hinaus spenden über 100 Freiwillige Blutstammzellen aus Knochenmarkblut. So schenken die Spender Menschen mit schweren Bluterkrankungen Hoffnung und können Leben retten. Danke an alle, die diesen Weg gehen!
Lisa Dollinger und Heike Bogner-Distel, im Bild mit Kollegin Françoise Kerache, verstanden sich bei der Aktion im Herbst 2025 übrigens so gut, dass das Magazin des Deutschen Judo-Bunds jetzt die Aktion in der Januar-Titelgeschichte aufgriff. Aufmerksamkeit für die Stammzellspende – immer eine gute Idee!