12.05.2026
In der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Klinikum Nürnberg wird seit vielen Jahren robotisch assistiert mit dem Da Vinci Xi-System operiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Behandlung komplexer onkologischer Erkrankungen an Speiseröhre, Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse, Leber oder Lunge.
Nach der Entfernung von erkranktem Gewebe ist es den operierenden Teams besonders wichtig, die natürlichen Funktionen des Körpers rasch wiederherzustellen. Dazu gehören zum Beispiel das Schlucken, die Verdauung oder eine normale Darmfunktion.
„Der OP-Roboter hilft uns bei hochkomplexen Tumoreingriffen wie an der Bauchspeicheldrüse, Leber, Speiseröhre, Lunge oder am Enddarm. Das Ziel ist, den Tumor möglichst vollständig zu entfernen, gleichzeitig das gesunde Gewebe weitestgehend zu schonen und die körperlichen Funktionen zu erhalten“, sagt Chefarzt Univ.-Prof. Dr. Markus Diener.
Jährlich führt die Klinik mehr als 250 solcher Eingriffe durch – mit steigender Tendenz. Auch die Urologie und die Gynäkologie im Klinikum Nürnberg nutzen den OP-Roboter für Eingriffe.
Die roboter-assistierte Chirurgie kann für Patientinnen und Patienten zahlreiche Vorteile bieten:
- kleinere Schnitte und dadurch geringeres Operationstrauma
- weniger Belastung und schnellere Erholung
- geringere Narbenbildung und raschere Wundheilung
- weniger Schmerzen nach der Operation
- verkürzter stationärer Aufenthalt und rascheres Wiedererlangen der Alltagsfähigkeit
- weniger Komplikationen und Folgeerkrankungen
In einer Reihe von Videos auf YouTube beantworten Diener und auf einzelne Organe spezialisierte Chirurginnen und Chirurgen der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie häufige Patientenfragen und erklären, warum ein robotisch assistierter Eingriff bei onkologischen Erkrankungen an Magen und Speiseröhre, Bauchspeicheldrüse, Darm, Leber oder Lunge/Thorax Sinn machen kann.