Notfallservice
  • Ein Profi, wenn's schnell gehen muss: Nürnberger Herzhilfe zeichnet Notfallpfleger aus

    Ein Leben für die Notaufnahme: Peter Weis, langjähriger Notfallpfleger am Klinikum Nürnberg, hat den Fritz-Böhrer-Preis für seine Teamarbeit erhalten.

Wer mit Verdacht auf Herzinfarkt in die Klinik kommt, für den zählt jede Minute. Damit Notfallpatientinnen und -patienten reibungslos untersucht und behandelt werden, braucht es bestens eingespielte Teams in der Notaufnahme. Darum kümmert sich im Klinikum Nürnberg unter anderem Peter Weis. Der pflegerische Leiter der Notaufnahme des Campus Süd hat jetzt für seine Verdienste den Fritz-Böhrer-Preis bekommen.

Die Nürnberger Herzhilfe hat den langjährigen Notfallpfleger Peter Weis mit dem Fritz-Böhrer-Preis ausgezeichnet. Damit würdige man ihn „für seine herausragende Lebensleistung“ am Klinikum Nürnberg, sagte Martin Burkert, Vorsitzender der Nürnberger Herzhilfe, bei der Preisverleihung während der 16. Nürnberger Herztage. „Mit seiner hohen fachlichen Qualifikation und besonderen Persönlichkeit trägt er wesentlich dazu bei, dass das Klinik-Team in der Notaufnahme auf so einzigartige Weise harmoniert. Fachlich und menschlich sind die Patientinnen und Patienten hier in den allerbesten Händen.“

Peter Weis ist seit 2001 pflegerischer Leiter der Notaufnahme auf dem Campus Süd. Hier trägt er die Verantwortung für 60 Pflegekräfte. Gebürtig aus dem Landkreis Fürth, begann er seine Laufbahn am Klinikum Nürnberg 1984 mit der Ausbildung zum Krankenpfleger. Danach war er durchgehend in verschiedenen Bereichen der Notaufnahme tätig.

Nach fast vier Jahrzehnten liebt er seine Arbeit immer noch

Der medizinische Fortschritt und gesellschaftliche Veränderungen hätten zu einer starken Arbeitsverdichtung geführt, berichtet der Notfallpflege-Leiter. „Die Anspruchshaltung ist gestiegen.“ Und: „Wir beginnen heute direkt in der Notaufnahme mit Therapien am Patienten, noch bevor er auf Station kommt.“ Die interdisziplinäre Notaufnahme auf dem Campus Süd gehört der höchsten Versorgungsstufe an und nimmt jährlich rund 50.000 Patienten auf. Einen großen Anteil machen kardiologische Notfälle aus. Die Einrichtung ist als „Chest Pain Unit“ für die Versorgung bei akutem Brustschmerz durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert.

Nach fast vier Berufsjahrzehnten liebt Weis seine Arbeit immer noch. „Ich mag die Abwechslung in diesem Umfeld. Und ich schätze das Klinikum Nürnberg, weil es viel für seine Beschäftigten tut.“ Den Preis empfindet der 58-Jährige als Wertschätzung für die Pflege und als Anerkennung der gesamten Belegschaft der Notaufnahme. „Wir betreiben hier eine Teamleistung, von der Pflege über den ärztlichen Dienst und die Reinigungskraft bis zur Verwaltung.“

Mit Respekt und Organisationstalent

„Peter Weis ist es gelungen, ein Team zusammenzustellen, das auch in Zeiten schwerster Belastung, zum Beispiel in der Corona-Pandemie, hochkompetent und interprofessionell mit dem ärztlichen Team zusammenarbeitet“, lobt Prof. Dr. Matthias Pauschinger, Klinikdirektor der Klinik für Innere Medizin 8, Schwerpunkt Kardiologie. Diese enge Zusammenarbeit, die vom wechselseitigen Respekt zwischen den Berufsgruppen geprägt sei, laufe in der Notaufnahme vorbildlich. Über die Auszeichnung freut sich auch Uwe Stadelmeyer, der als Pflegedienstleiter für die Notaufnahmen verantwortlich ist. „Ich arbeite mit Peter Weis extrem gern und vertrauensvoll zusammen. Er ist fachlich breit aufgestellt und immer auf dem neuesten Stand.“ Stadelmeyer schätzt seinen Kollegen auch für dessen Humor und Organisationstalent. 

Die Nürnberger Herzhilfe vergibt den Preis seit 2017 im Gedenken an ihren großzügigen Unterstützer Fritz Böhrer (1928–2014). Die Auszeichnung würdigt das Engagement von Menschen, die sich für das Patientenwohl und die Förderung der Kardiologie am Klinikum einsetzen. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert.


Foto 01: Peter Weis, pflegerischer Leiter der Notaufnahme am Klinikum Nürnberg, erhält den 5. Fritz-Böhrer-Preis 2024.

Foto 02: Der Herzhilfe-Vorsitzende Martin Burkert (l.) und der Kardiologie-Chefarzt Prof. Dr. Matthias Pauschinger (r.) mit dem Preisträger Peter Weis.

Quelle: Giulia Iannicelli / Nürnberger Herzhilfe