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  • Nürnberg begrüßt Salzburg bei PMU-Universitätsversammlung

    Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Nürnberg zieht eine positive Zwischenbilanz bei der Forschung.

02.04.2026

Die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) in Nürnberg begrüßte hohen Besuch: Zum ersten Mal seit ihrem Amtsantritt besuchte PMU-Rektorin Prof. Dr. Annemarie Weißenbacher das Klinikum Nürnberg. 

Zu diesem Anlass gab es auch außerhalb der Weihnachtszeit frische Nürnberger Lebkuchen. Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Hans Herbert Steiner und die Nürnberger PMU-Leitung hießen die Salzburger Gäste mit diesem obligatorischen Andenken willkommen. Rektorin Prof. Dr. Annemarie Weißenbacher kam zum Antrittsbesuch und nahm gemeinsam mit Kanzlerin Dr. Vera Coreth und Leitungsmitglied Pia Antonia Hössl-Dworschak an der Universitätsversammlung auf dem Campus Nord des Klinikums Nürnberg teil.

„Ihr Besuch unterstreicht, wie wichtig der Austausch mit unserer Alma Mater für die Weiterentwicklung unserer Universität ist“, sagte Steiner. Zusammenarbeit und gegenseitige Wertschätzung seien die Grundlage, denn „eine Institution lebt nicht von Gebäuden, Titeln und Strukturen, sondern von Menschen, ihrer Haltung, ihrem Geist und ihrer Leidenschaft“.

"Wir wollen die besten Medizinerinnen und Mediziner ausbilden"

Rektorin und Vizerektor betonten das Ziel, mehr gemeinsame klinische Studien und persönliche Begegnungen zwischen Salzburg und Nürnberg zu fördern. „Ich freue mich sehr über den herzlichen Empfang und den Austausch“, sagte Weißenbacher. Die PMU werde sich in der Forschung künftig noch klarer mit dem Feld der regenerativen Medizin profilieren. In der Lehre müsse es das Anliegen sein, die besten Medizinerinnen und Mediziner auszubilden.

Mehr Unterstützungsangebote für Studierende, die sich auf das harte USMLE-Examen vorbereiten, kündigte Nürnbergs Studiendekanin Univ.-Prof. Dr. Christiane Waller in Form von Lern-Coaches und Tutorenprogrammen an. Für das Klinikum Nürnberg sei die hohe Bleibequote der jungen Ärztinnen und Ärzte eine erfreuliche Entwicklung. 2025 gab rund die Hälfte des Abschlussjahrgangs an, am Klinikum Nürnberg ihre berufliche Laufbahn zu beginnen. Nach der Umstellung auf das Bachelor-Master-Modell 2023 laufen auch in Nürnberg aktuell die Detailplanungen für das im Herbst beginnende erste Master-Studienjahr.

Forschungsdekan Univ.-Prof. Dr. Hermann Josef Bail übergab eine Reihe von Forschungsförderungen und berichtete von erfreulichen Fortschritten in der Wissenschaft. 2025 starteten am Klinikum Nürnberg 38 Prozent mehr Förderprojekte und 27 Prozent mehr klinische Studien als im Vorjahr. Auch die Drittmittel wuchsen um rund 20 Prozent.

Forschungsförderungen und "Brückenschlag"-Projekte

Im Rahmen des Programms „Brückenschlag Nürnberg-Salzburg“ (Förderung bis 25.000 Euro) wurden vier standortübergreifende Projekte ausgezeichnet. Univ.-Prof. Dr. Simon Jäger (Nürnberg) entwickelt mit PD Dr. Florian Rieder, Univ.-Prof. Dr. Simon Gampenrieder, PD Dr. Dagmar Schaffler-Schaden und Dr. Vanessa Castagnaviz (Salzburg) Strategien gegen Neuropathie bei Krebspatienten.

Prof. Dr. Ralph Bertram (Nürnberg), Univ.-Prof. Dr. Daniela Schuster und Univ.-Prof. Dr. Johanna Pachmayr (Salzburg) erforschen gemeinsam Wirkstoffe gegen den nosokomialen bakteriellen Erreger Stenotrophomonas maltophilia.

Parkinson ist das Thema bei Univ.-Prof. Dr. Dr. Boris Musset (Nürnberg) und Univ.-Prof. Dr. Jan Pruszak (Salzburg). Univ.-Prof. Dr. Hermann Josef Bail, Dr. Karl Bodenschatz (Nürnberg), Dr. Martin Breitwieser und Univ.-Prof. Dr. Roman Metzger (Salzburg) untersuchen die Auswirkungen KI-gestützter Erkennung von Frakturen in der Notaufnahme.

PMU-Reisestipendien gingen an Filitsa Farmaki für einen Fellowship-Aufenthalt in Mailand zu Behandlungskonzepten rund um Reflux und Achalasie sowie an den Ernährungswissenschaftler Dr. Robert Speer, der in Australien Mangelernährung in Reha-Einrichtungen erforscht.

Freistellungen für Forschungsrotationsstellen am Klinikum Nürnberg erhielten Dr. Stephan Wunderlich (Neurologie), MuDr. Philipp Grau (Kinderklinik), Sebastian Seurig (Pneumologie) und Basel Habboub (Geriatrie).

Bild: Von links: Studiendekanin Univ.-Prof. Dr. Christiane Waller, Kanzlerin Dr. Vera Coreth, Vizerektor Univ.-Prof. Dr. Hans Herbert Steiner, Rektorin Prof. Dr. Annemarie Weißenbacher, Pia Antonia Hössl-Dworschak, Vizekanzler Dr. Stephan Kolb, administrative Leiterin Dr. Ines Spieler, Forschungsdekan Univ.-Prof. Dr. Hermann Josef Bail.

Foto: Rudi Ott