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  • Klinikum gratuliert Rali Guemedji zum Nürnberger Frauenpreis 2026

    Das Klinikum Nürnberg freut sich mit seiner Mitarbeiterin Rali Guemedji: Die Krankenschwester erhält den Frauenpreis der Stadt Nürnberg.

20.03.2026

Eine Mitarbeiterin des Klinikums erhält den Frauenpreis 2026 der Stadt Nürnberg: Rali Guemedji wird für ihre Verdienste um Gesundheit und Bildung in Togo geehrt.

Die Gesundheits- und Krankenpflegerin erhält die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihren langjährigen und unermüdlichen Einsatz zur Verbesserung der Lebens-, Gesundheits- und Bildungschancen von Frauen und Mädchen in Bassar, Togo. Oberbürgermeister Marcus König verlieh Guemedji am 19. März den Frauenpreis im Historischen Rathaussaal vor rund 350 Gästen.

„Ihr Einsatz ist beeindruckend. Sie ist ein echtes Vorbild und eine Frau, die mit großer Energie ihre Ziele erreicht. Die Kinderklinik und die partnerschaftlichen Projekte sind sichtbare Erfolge, die Leben verbessern. Solches Engagement ist Vorbild für unsere Stadtgesellschaft. Aufgrund dieses nachhaltigen und beharrlichen Engagements hat sich die Jury einstimmig für Rali Sirina Guemedji entschieden“, würdigte das Stadtoberhaupt in seinem Grußwort die Frauenpreisträgerin. „Du bist eine Energiequelle für viele Menschen in Nürnberg. Danke für deinen Einsatz, danke, Rali!“, fügte König hinzu.

Blumen und Dank

Rali Guemedji war sichtlich gerührt. „Das ist nicht mein Preis. Dahinter stehen viele Menschen aus Nürnberg und Bassar und dazwischen. Danke an euch alle!“, sagte sie. Frauen könnten in der Welt viel bewegen, und es lohne sich, ihnen zuzuhören. Guemedji erinnerte an die frühere Frauenbeauftragte des Klinikums Nürnberg, Hildegard Koppen, die ihr seinerzeit zuhörte, als sie die ersten Ideen für die Togo-Hilfe hatte. Gemeinsam entstand daraus mehr.

Die Vorstandsmitglieder des Klinikums Sabine Beßler und Dr. Andreas Becke gratulierten der Preisträgerin persönlich mit einem Blumenstrauß.

Rali Guemedji wurde 1977 in Bassar geboren und wuchs in Togos Hauptstadt Lomé auf. 1994 kam sie nach Deutschland und machte in Rheinland-Pfalz eine Ausbildung zur Krankenschwester. 2001 zog sie nach Nürnberg, arbeitete zunächst am Universitätsklinikum Erlangen und seit 2008 am Klinikum Nürnberg, derzeit in der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde.

Kinderklinik hilft der Bevölkerung in Togo

2012 gründete Guemedji den Verein Fi Bassar („Rettet Bassar“), um von Nürnberg aus das Krankenhaus und Schulen in ihrer Heimatstadt Bassar zu unterstützen. Aus dem kleinen Hilfsprojekt wuchs ein Netzwerk, dem sich viele Kolleginnen und Kollegen im Klinikum anschlossen. Sie reisen regelmäßig zu medizinischen Einsätzen nach Bassar oder organisieren von Franken aus Hilfslieferungen, Ausbildungspatenschaften für Mädchen, Berufsbildungsprojekte und Initiativen für Gesundheitsvorsorge mit Hilfe von Spenden.

Zuletzt gelang es Fi Bassar, eine Kinderklinik am Hôpital de Bassar mit Fördergeldern zu errichten und 2025 in Betrieb zu nehmen. Sie verbessert die wohnortnahe Versorgung von Säuglingen und Kindern und trägt dazu bei, die hohe Kinder- und Müttersterblichkeit zu senken. „Durch eine langfristige Partnerschaft zwischen dem Klinikum Nürnberg und dem Hôpital in Bassar hat Rali Guemedji Brücken für eine nachhaltige Zusammenarbeit gebaut“, heißt es in der Würdigung der Stadt Nürnberg. „Als Krankenpflegerin am Klinikum Nürnberg unterstützt sie außerdem Frauen und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte beim Einstieg in Ausbildung und Beruf.“

Die Stadt Nürnberg zeichnet mit dem Frauenpreis alle zwei Jahre herausragende Leistungen von Frauen und Frauengruppen aus, die sich haupt- oder ehrenamtlich mit der Situation von Frauen, ihren Lebensbedingungen und ihrer Geschichte auseinandersetzen und neue Denkmuster und Handlungsformen in Arbeitswelt, Medien, Kultur, Politik, Bildung, Wissenschaft und Gesellschaft aufzeigen.

Bild oben: Verleihung des Frauenpreises der Stadt Nürnberg im Historischen Rathaussaal: Oberbürgermeister Marcus König und die städtische Frauenbeauftragte Hedwig Schouten (li.) haben Rali Sirina Guemedji am 19. März 2026 die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung überreicht.

Fotos: Giulia Iannicelli, Stadt Nürnberg / Jakob Lichtenfeld, Klinikum Nürnberg

 

 

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