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  • Grafische Darstellung des geplanten Zentrums für seelische Gesundheit am Campus Nord.

    Zentrum für seelische Gesundheit: Grundsteinlegung

    Feierlicher Baustart des Zentrums für seelische Gesundheit mit Ministerpräsident und Oberbürgermeister am 13. März 2026.

13.03.2026

Wo sich bisher noch eine beachtliche Baugrube öffnet, wird bald das neue Zentrum für seelische Gesundheit am Klinikum Nürnberg entstehen. Für dieses bedeutende Projekt feierten die Vertreter des Klinikums heute einen wichtigen Meilenstein: Gemeinsam mit Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König und rund 120 geladenen Gästen aus Politik, Medizin und Öffentlichkeit wurde in festlicher Runde der Grundstein gelegt.

Mitten im Stadtteil St. Johannis entlang der Heimerichstraße und damit im Nordwesten des Klinikumsgeländes gelegen, entsteht in den kommenden Jahren der insgesamt fünfgeschossige Neubau. Die rund 12.500 Quadratmeter Nutzfläche werden den drei Kliniken für Psychiatrie und Psychotherapie, für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter nach Projektabschluss ein neues, gemeinsames Dach bieten. Bislang sind diese drei Kliniken auf dem Campus Nord auf mehrere Gebäude verteilt. Mit dem Neubau wird die Versorgung von Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen aller Altersgruppen nach modernsten räumlichen Standards möglich.

Der von der Arbeitsgemeinschaft FC Generalplanung GmbH | Eckl Architektur + Klinikplanung geplante Bau wird 182 stationäre und 110 tagesklinische Plätze umfassen. Ergänzt wird das Angebot durch moderne Therapie- und Begegnungsräume sowie therapeutisch nutzbare, begrünte Außenflächen und geschützte, ebenfalls grüne Innenhöfe. Die Inbetriebnahme des Zentrums ist für Anfang 2029 vorgesehen. Die Gesamtkosten des Baus belaufen sich für alle Bauabschnitte auf rund 130 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern unterstützt die ersten beiden Bauabschnitte des Projekts mit einer Förderung von mehr als 116 Millionen Euro. Über die staatliche Förderung hinaus sind zusätzlich private Mittel erforderlich, um das Wohl der Patientinnen und Patienten noch stärker in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen den Aufenthalt in einer schwierigen Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten.

Ministerpräsident und Oberbürgermeister sprechen Grußworte

Ministerpräsident Dr. Markus Söder betonte in seinem Grußwort die Bedeutung des Zentrums für seelische Gesundheit: „Die Gesundheit der Seele bekommt hier ein neues Zuhause: Mit rund 190 Betten, 110 tagesklinischen Plätzen, mit 42 Gruppentherapieräumen und 71 Einzeltherapieräumen entsteht auf 1.250 m² Therapiefläche Raum für Behandlung und Gesundung – kompetent, wohnortnah und bestens vernetzt. Der Freistaat tätigt damit die größte Investition in Bayern für einen Neubau für seelische Gesundheit. Ein großer Tag für das Klinikum Nürnberg – finanziell und strukturell für optimale Arbeitsbedingungen. Davon profitieren vor allem die Patientinnen und Patienten mit den besten Chancen auf Heilung. Danke an alle, die täglich alles geben: Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte und das Management.“

Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König unterstrich die Bedeutung des Neubaus für die Stadt und die Region: „Das Klinikum Nürnberg ist ein zentraler Pfeiler unserer medizinischen Infrastruktur. Mit dem Zentrum für seelische Gesundheit entsteht hier ein hochmodernes Kompetenzzentrum, das Menschen in Nürnberg und der gesamten Metropolregion zugutekommt. Wir investieren nachhaltig in die Gesundheitsversorgung der Menschen.“

Prof. Dr. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg, betonte: „Mit dem Neubau schaffen wir modernste Rahmenbedingungen für Therapie, Pflege und Forschung für unsere Patientinnen und Patienten mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen und für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir entwickeln einen Ort, an dem die drei Kliniken für Psychiatrie, für Psychosomatik und für Kinder- und Jugendpsychiatrie zusammengeführt werden und so die interdisziplinäre Zusammenarbeit optimiert wird.“

Die ärztlichen Leitungen der beteiligten Kliniken, Thomas Hillemacher, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Christiane Waller, Chefärztin der Klinik für Psychosomatische Medizin, und Patrick Nonell, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, sowie der Pflegedirektor seelische Gesundheit, Sven Keitel, begrüßten ebenfalls den Fortschritt des Bauprojekts. Prof. Hillemacher betonte die strukturelle und gesellschaftliche Bedeutung des Vorhabens: „Mit der Bündelung unserer Fachbereiche schaffen wir tragfähige Strukturen statt Insellösungen. Dieses Zentrum ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.“ Prof. Waller hob den bewusst zentralen Standort hervor: „Seelische Gesundheit gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge, sichtbar und erreichbar. Psychische Erkrankungen gehören nicht an den Rand unserer Gesellschaft, sondern in ihre Mitte.“ Dr. Nonell unterstrich den Nutzen für junge Menschen und ihre Familien: „Nähe reduziert Schwellen und erleichtert den Zugang zu Hilfe. Deshalb beginnt gute Versorgung dort, wo sie ohne Umwege erreichbar ist.“ Abschließend verwies Pflegedirektor Keitel auf die gesellschaftliche Wirkung eines offenen Hauses: „Durch Begegnung und Präsenz kann Vertrauen wachsen. Für Patientinnen und Patienten ebenso wie für die Nachbarschaft.“

Offenes Haus für die Stadtgesellschaft

Das neue Zentrum für seelische Gesundheit, das nun entsteht, folgt der Leitidee: „Gesund werden. Gesund bleiben. Mitten im Leben.“ Dazu versteht sich das Haus als offener Ort für alle, für Erkrankte ebenso wie für An- und Zugehörige sowie für Menschen, die sich allgemein mit dem Thema seelische Gesundheit auseinandersetzen möchten. Neben der medizinischen Versorgung soll der Neubau deshalb auch Begegnungsraum sein. Und auch mit seiner Lage mitten in der Stadt setzt das Projekt ein deutliches Zeichen: Psychische Erkrankungen gehören nicht an den Rand der Gesellschaft. Sichtbarkeit schafft Normalität, Nähe senkt Schwellen und erleichtert den Zugang zu Hilfe.

Bild oben: Entwurf der Südfassade des Zentrums für seelische Gesundheit, wie sie einmal aussehen soll.
Simulation: Arbeitsgemeinschaft FC Generalplanung GmbH | Eckl Architektur + Klinikplanung

Pressemitteilung zum Herunterladen (PDF)

Factsheet zum Zentrum für seelische Gesundheit zum Herunterladen (PDF)

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