02.04.2026
Das Klinikum Nürnberg und die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik entwickeln gemeinsam ein zukunftsorientiertes Medizinkonzept für die Integration zum 1. Januar 2027. Eine wichtige Entscheidung steht fest: Beide Standorte, der Campus Süd des Klinikums Nürnberg in Langwasser und die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik in St. Johannis, werden weiterhin stationäre Leistungen in der Pädiatrie, Kinderchirurgie und Geburtshilfe anbieten. Auch die Strukturen der Erwachsenenmedizin stehen im Fokus der Arbeitsgruppen.
Nach der Vertragsunterzeichnung zur Übernahme der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik zum 1. Januar 2027 entwickelt das Klinikum Nürnberg mit Expertinnen und Experten beider Häuser ein bedarfsorientiertes Medizinkonzept. Der erste Workshop am 25. März markierte den Beginn der inhaltlichen Ausarbeitung. Vertreterinnen und Vertreter aus Medizin, Pflege und Geschäftsführung arbeiten gemeinsam an einer medizinischen Ausrichtung, welche die Versorgung langfristig stärkt und die bestehenden Angebote gezielt weiterentwickelt.
Eine erste wichtige Entscheidung ist gefallen: Sowohl die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik als auch das Klinikum Nürnberg, Campus Süd, werden nach der Übernahme zum 1. Januar 2027 weiterhin stationäre Leistungen in der Pädiatrie (Kinderheilkunde), Kinderchirurgie und Geburtshilfe anbieten. Mit diesem klaren Bekenntnis zu beiden Standorten setzt das Klinikum Nürnberg ein Zeichen für Kontinuität in der Patientenversorgung und für die Mitarbeitenden beider Einrichtungen.
Ziel: medizinische Versorgung in Nürnberg stärken
„Das war ein sehr guter Start für ein anspruchsvolles und wichtiges Vorhaben. Die bisherigen Gespräche zeigen, dass wir an einem Strang ziehen und auf gemeinsamen Werten aufbauen können. Unser gemeinsames Ziel und klarer Auftrag ist es, die Stärken beider Häuser nachhaltig zu verbinden und damit die medizinische Versorgung in Nürnberg zu stärken. Hierfür gilt es nun, die jeweiligen Spezialisierungen an den Standorten herauszuarbeiten“, sagt Prof. Dr. Achim Jockwig, Vorstandsvorsitzender des Klinikums Nürnberg. Ina Strickstrock, Vorständin Personal und Unternehmensentwicklung bei Diakoneo: „Unser gemeinsames Ziel ist es, die medizinische Versorgung für Kinder und Familien in der Region zu stärken und weiterzuentwickeln. Daher freue ich mich, dass die ersten Entscheidungen auch auf der Basis der Expertise unserer Mitarbeitenden getroffen wurden, die ihre Erfahrungen auch weiterhin aktiv in die Weiterentwicklung des Medizinkonzepts einbringen werden.“
Weitere Arbeitsrunden werden in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Dabei entwickeln die Teams auch die künftigen Strukturen in der Erwachsenenmedizin gemeinsam und vertiefen die erarbeiteten Inhalte. Parallel dazu laufen die organisatorischen Vorbereitungen für die Integration planmäßig weiter. Ziel bleibt eine reibungslose Übergabe der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik an das Klinikum Nürnberg zum 1. Januar 2027. Diakoneo bleibt bis dahin offizieller Träger und verantwortlich für den Betrieb.
Die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik und das Klinikum Nürnberg als Maximalversorger spielen eine wichtige Rolle in der Versorgung von Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen sowie Schwangeren in der Metropolregion Nürnberg. In der Geburtshilfe betreuen beide Häuser jeweils rund 3.000 Geburten pro Jahr. In den Bereichen Pädiatrie, Neonatologie und Kinderchirurgie behandelt jedes Haus insgesamt rund 7.000 stationäre Patienten pro Jahr. Das medizinische Angebot inklusive Notfallversorgung steht rund um die Uhr bereit. Mit der Integration der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik in das Klinikum Nürnberg entsteht eine der größten Geburtskliniken und einer der größten pädiatrischen und kinderchirurgischen Versorger bundesweit.
Bild oben: Die Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik in Nürnberg-St. Johannis wird auch nach der Übernahme durch das Klinikum Nürnberg Geburtshilfe, Pädiatrie und Kinderchirurgie anbieten.
Fotos: Christine Blei, Diakoneo / Jakob Lichtenfeld, Klinikum Nürnberg