Kardiologie: Das Herz bestimmt die Bewegung

Im Laufe eines Menschenlebens schlägt das Herz rund drei Milliarden Mal und pumpt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper. Eine unglaubliche Leistung. Bewegung und Sport hält diesen Motor in Schwung oder bringt ihn wieder auf Touren - auch nach einem Herzinfarkt.

Seit Jahren sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Ein gesunder Lebensstil beugt vor, dazu gehört immer die Bewegung. Schon 20 Minuten dreimal die Woche reichen aus, um das Risiko von Herzkrankheiten wie Herzinfarkt, Koronare Herzkrankheit und Herzschwäche deutlich zu senken. Der Herzmuskel wird kräftiger, der Blutdruck sinkt, das Herz pumpt mit jedem Schlag mehr Blut durch den Körper, die Herzfrequenz nimmt ab.

Ist das Herz bereits erkrankt, dann kommt es auf eine moderne Diagnostik und Therapie an, wie sie das Herz-Gefäß-Zentrum im Klinikum Nürnberg Süd anbietet. Dort arbeiten die Spezialisten von Kardiologie, Herzchirurgie, Gefäßchirurgie und Radiologie unter einem Dach zusammen, um Herzinfarkt, Rhythmusstörungen, Erkran­kungen von Herzklappen oder Gefäßen zu behandeln.

Doch ob Bluthochdruck, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Insuffizi­enz, künstliche Klappen, Stents oder Bypässe – alle Erkrankungen des Herz-Gefäßsystems haben eines gemeinsam: Trotz erfolg­reicher Behandlung steigt ohne Änderungen im Lebensstil das Erkrankungsrisiko weiter an. Selbst nach einem Herzinfarkt ist es sinnvoll, sich zu bewegen, um das Risiko eines zweiten Infarkts zu reduzieren.

Sport und Bewegung helfen, die Entzündungsmechanismen im Körper zurückzubilden, den Blutdruck zu normalisieren und den Herzmuskel zu stärken. Die Zeiten, in denen Ärzte Patienten mit Herzerkrankungen Ruhe verordnet haben, sind vorbei. Heute weiß man, dass Herzpatienten in Bewegung bleiben müssen. Sie dürfen sich aber nicht überfordern und sollten Sport nur in Absprache mit dem Arzt treiben.

Und auf den richtigen Sport kommt es an. Ausdauer ist dabei immer wichtiger als Höchstleistung. Sinnvoll sind Herzsport oder ein auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen abgestimmtes rehabilitatives und präventives Bewegungsprogramm, QiGong, progressive Mus­kelentspannung oder Nordic Walking.

"Fünf Jahre nach meinem Infarkt, absolvierte ich meinen ersten Mara­thon Ich habe gelernt, Leistung als Ausdauer zu definieren, Zeiten sind Nebensache."
Hans Joachim Meye, Nürnberg

"Bei einer Herzerkrankung ist regelmäßige Bewegung ganz wichtig. Vernünftiger Sport kann sogar die Einnahme von bestimm­ten Medikamenten überflüssig machen."
Prof. Matthias Pauschinger, Chefarzt der Kardiologie

Wenn Sie Ihren Lebensstil ändern wollen, sich noch nie sportlich betätigt haben, rauchen, übergewichtig sind und hohen Blutdruck haben oder schon an einer Herzerkrankung leiden, dann sollten Sie jedoch vor Beginn Ihrer sportlichen Aktivitäten Ihr Herz gründ­lich untersuchen lassen. Zu einem solchen Herz-Check gehören ein Ruhe-EKG, ein Belastungs-EKG und eine Sonografie des Herzens.

Autorin/Autor: Klinikum Nürnberg

 

Sport + Bewegung

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