Die Schulter - sehr beweglich, aber anfällig

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Die nur klein ausgebildete Gelenkpfanne lässt dem Oberarm weitgehende Bewegungsfreiheit. Die Stabilität des Gelenks beruht zu einem Großteil auf einem kraftvollen Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Sehnen. Ob beim Ringen, Handball, Basketball, Rudern, Schwimmen oder auch beim Fußball - das Schultergelenk wird im Training und im Wettkampf besonders beansprucht. Aufgrund seines komplexen Aufbaus ist es aber sehr verletzungsanfällig.

Die häufigsten Verletzungen nach Überlastung, Stürzen oder dem Wirken ruckartiger großer Kräfte auf das Schultergelenk sind Zerrungen und Prellungen, aber auch sehr schmerzhafte Auskugelungen, so genannte Luxationen, Verletzungen der Knorpellippe am oberen Rand der Schulterpfanne (SLAP-Läsion), Schultereckgelenksprengungen, oder auch Risse in der Rotatorenmanschette.

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Arthroskopie, die Therapie der Wahl
In all diesen Fällen ist die Schulterarthroskopie die Therapie der Wahl. Einer sorgfältigen Diagnose schließt sich ein individueller Therapieplan an. Mit einem minimal-invasiven Eingriff

  • werden Sehnen neu verankert
  • werden bei einer Verletzung der Rotatorenmanschette eingerissene Sehnen genäht
  • werden Schleimbeutel entfernt
  • werden Knochen- und Knorpelstrukturen z.B. bei Arthrose geglättet
  • wird der die Gelenkpfanne umgebende Faserring, der bei einer Ausrenkung (Luxation) oft abgerissen wird, wieder an der Gelenkpfanne befestigt
  • wird bei der Schultereckgelenksprengung das Gelenk mittels Tight-Rope stabilisiert.

Unterstützend kann ebenso wie beim Knie eine Behandlung mit autologem konditionierten Plasma (ACP) erfolgen.
Ziel dieser Therapien ist es, dass die Schulter wieder die alte Stabilität und volle Funktionalität gewinnt und Spätschäden einer Verletzung wie z.B. eine frühzeitige Arthrose vermieden werden.


Wussten Sie schon, dass...
... die Verletzung männlich ist? In Sportarten, die von beiden Geschlechtern ungefähr in gleichem Umfang be-trieben werden, ist das Verletzungsrisiko für Männer beinahe doppelt so hoch wie für Frauen. Männer scheinen den Sport deutlich härter anzugehen als Frauen. Härter geht es immer dann zur Sache, wenn es um etwas geht: Im Wettkampf kommt es fast doppelt so oft zu Verletzungen wie im Training.

 

 

Autorin/Autor: Klinikum Nürnberg

 

Sport + Bewegung

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