Handchirurgie

Ohne Hand kein Sport

Greifen, Schlagen, Halten, Stoßen, Drücken und Abstützen - zwei gesunde Hände spielen nicht nur im Leben, sondern auch im Sport eine fundamentale Rolle. Aufgrund ihrer komplexen Strukturen sind Hand und Handgelenk sehr verletzungsanfällig, so gibt es den typischen Skidaumen, den Kletterfinger, den Boxerknöchel, den Squashfinger oder die Radfahrerlähmung.

Die menschliche Hand mit ihren fünf Fingern besteht aus 41 Knochen, die mit unzähligen Bändern und Gelenken stabil, aber doch beweglich miteinander verbunden sind. Zusammen mit den Nervenstrukturen bildet die Hand eine komplexe feingliedrige Struktur, die im Sport - egal ob Fußball, Handball, Skifahren, Klettern, Boxen, Ringen, Geräteturnen oder Leichtathletik - anfällig für Verletzungen oder Überlastungsbeschwerden ist.

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Komplex und feingliedrig
Rund 17 Prozent aller massiveren Sportverletzungen umfassen Knochen-, Sehnen- und Bandverletzungen an Hand, Handgelenk und Fingern. Das sind dann keine Blasen oder Abschürfungen mehr, sondern Nagelverletzungen und einfachere Frakturen, aber auch komplexe Brüche mit Sehnenausriss.

Kompetenz des Spezialisten
Um die Funktionalität der Hand und die Leistungsfähigkeit im Sport zu erhalten, bedarf es bei schwereren Verletzungen der Kompetenz eines erfahrenen Handchirurgen. Schließlich geht es um

  • die Diagnose selbst feinster Haarrisse z.B. im Kahnbein. Etwa 50 Prozent der meist durch einen Sturz auf das ausge- streckte Handgelenk verursachten Kahnbeinbrüche werden primär nicht erkannt und folglich fehlerhaft oder gar nicht behandelt. Die Folgen sind eine Falschgelenkbildung oder das Absterben des Knochens.
  • die operative Versorgung komplizierter Knochenfrakturen oder Bandverletzungen. Die komplexen Strukturen der Hand (Nerven, Sehnen, Gefäße, Gelenke) und ihre diffizile Anato- mie verlangen ein umfassendes Spezialwissen und operatives Können.
  • spezialisierte Therapieansätze für leistungsorientierte Sporttreibende. Verletzungen im Leistungssport erfordern eine schnelle Diagnose und Therapie, die ausschließlich auf eine möglichst rasche Genesung bzw. Wiederaufnahme des Trainings abzielt.

Die Handspezialisten in der Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie, Zentrum für Schwerbrandverletzte im Klinikum Nürnberg Süd verfügen über eine langjährige Erfahrungen in Diagnose und Therapie von Verletzungen aller Art von Strukturen der Hand und des Handgelenks.

Ziel der Therapie ist immer die Wiederherstellung der ursprünglichen Leistungsfähigkeit. Bei Sportlern gilt es, gesteigerte Trainingsanforderungen bei gleichzeitiger Reduktion der Bewegungseinschränkungen und Vermeidung von erneuten Verletzungen mit einzubeziehen.

 

"Die Hände sind für ein aktives Leben extrem wichtig. Deshalb sollte man seine komplexen und feingliedrigen Knochen-, Band- und Nervenstrukturen in Hand und Handgelenk bei Verletzungen unbedingt einem Spezialisten anvertrauen."

Prof. Dr. Bert Reichert
Chefarzt der Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie

Autorin/Autor: Klinikum Nürnberg

 

Sport + Bewegung

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