Informationen für Eltern

Kraniofaziale Anomalien sind Erkrankungen des Gesichts- und Hirnschädels, die vielfach einer gezielten Behandlung zugeführt werden können.

Dabei unterscheidet man zwischen Fehlbildungen, die nur den Gesichtsschädel oder den Gehirnschädel betreffen, jedoch kann auch beides gemeinsam betroffen sein.

Für die Beratung und Behandlung dieser Anomalien bedarf es einer genauen Diagnosestellung - d. h. das Erkennen einer solchen Anomalie.
Spezialisten aus mehreren Fachgebieten werden dabei tätig. Dies sind im einzelnen die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgen, die Neurochirurgen, HNO-Ärzte, Augen-Ärzte und Kinder-Ärzte. Auch viele andere, nicht genannte Disziplinen arbeiten dabei gemeinsam. Eine besondere Stellung nimmt die Anästhesiologie ein.

Zu den häufigsten Gesichtsanomalien gehören die Spalten (Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten), die bei 1 : 500 Geburten auftreten.
Daneben gibt es eine Vielzahl von seltenen Fehlbildungen des Gesichts, die sowohl den knöchernen Teil des Gesichts, wie auch die Weichteile betreffen können.
Noch seltener - bei ca. 1 : 2000-4000  Geburten - sind die Anomalien des Gehirnschädels.

Zumeist sind die Eltern betroffener Kinder zunächst sehr erschrocken, wenn ihr Kind eine solche Anomalie des Gesichts- oder Gehirnschädels aufweist. Gerade dann ist aber äußerst wichtig, durch gezielte Informationen und ausführliche Beratung und unter Angabe von Behandlungsmöglichkeiten, den Eltern diese Angst zu nehmen.

Sehr häufig kann durch einen operativen Eingriff in Allgemeinnarkose die Anomalie sehr gut korrigiert werden.
Wir erfahren immer wieder, dass die Eltern überrascht sind, wie schnell sich ihre Kinder von einer Operation im Bereich des Gesichts- oder des Gehirnschädels erholen, so dass meist nach 7-10 Tagen die kleinen Patienten wieder entlassen werden können.

Bei der Behandlung dieser Anomalien müssen nicht nur die funktionellen, sondern auch die ästhetischen Aspekte berücksichtigt werden.

So muss z. B. bei der Behandlung einer Spalte des Gesichtes nicht nur die Kosmetik, sondern auch die Sprachfunktion sowie das Gehör genau begutachtet und mitbehandelt werden. Im Bereich des Gehirnschädels ist zusätzlich die Entwicklung des Gehirns zu berücksichtigen. Der genaue Zeitpunkt des Behandlungsbeginns und eine exakte Operationsmethode sind für das spätere Resultat äußerst wichtig.

Die Behandlung erfolgt - soweit notwendig - fachübergreifend, d. h. die Spezialisten operieren zusammen.
Im Mittelpunkt steht der Patient, zu dem der Spezialist hinzugezogen wird.

Die Beratung und Betreuung von Eltern und Kind erfolgt durch eine interdisziplinäre Sprechstunde, die wir kraniofaziale Sprechstunde nennen. Dies bedeutet, dass je nach Notwendigkeit alle Spezialisten bei der Untersuchung des Kindes hinzugezogen werden und dadurch weite Wege von einem zum anderen Spezialisten erspart werden können.

Einen anderen wesentlichen Punkt bei der Betreuung des Patienten sehen wir auch in der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kollegen und anderen Krankenhäusern der Region, bzw. den einzelnen Universitätsabteilungen.

Autorin/Autor: Klinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie

 

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