Gutartige Altersvergesslichkeit

Normales Nachlassen des Gedächtnisses

Das Konzept der benignen (= gutartigen) Altersvergesslichkeit ist etwa 60 Jahre alt und beschreibt das normale Nachlassen der Gedächtnisleistung mit fortschreitendem Alter. Betroffen von dieser Form der Gedächtniseinbußen sind beispielsweise Namen oder Ereignisse aus der Vergangenheit, die biographisch weniger bedeutsam sind und bei nächster Gelegenheit wieder präsent sein können. Bei Personen mit benigner Altersvergesslichkeit besteht - so würde man dies heute formulieren - kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Demenz.

Der benignen Altersvergesslichkeit wurde eine maligne (= bösartige) Variante gegenübergestellt. Bei dieser weist das Gehirn ausgeprägtere pathologische Veränderungen auf, die das Risiko einer Demenzentwicklung erhöhen. Bei der malignen Form von Gedächtniseinbußen sind kurz zurückliegende Ereignisse betroffen, die nicht im Gedächtnis eingespeichert wurden und deshalb auch nicht erinnert werden können.

Die Unterscheidung von benigner und maligner Altersvergesslichkeit stellt historisch den ersten Versuch dar, Personen mit erhöhtem Demenzrisiko zu identifizieren und kann als Vorläufer des moderneren Konzepts der "leichten kognitiven Störung" als Frühstadium einer Demenz angesehen werden. Die benigne Altersvergesslichkeit spielt in der aktuellen wissenschaftlichen Diskussion keine Rolle mehr, da ihre Beschreibung für weitere Forschungsarbeiten zu unpräzise war.

 

Autorin/Autor: Zentrum für Altersmedizin

 
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