Wichtige Hinweise für Einsender

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

wir möchten Sie gerne bei der optimalen Patientenbetreuung unterstützen. Hirbei erscheinen uns folgende Hinweise wichtig:

Kennzeichnung der Präparate:

Alle Präparate müssen für eine korrekte Registrierung und Bearbeitung eindeutig gekennzeichnet sein. Bitte achten Sie auf die korrekte Beschriftung sämtlicher Einsendegefäße und der Begutachtungsanträge.

Wir benötigen folgende Angaben:

- Personalien des Patienten (vollständiger Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Art der Versicherung, bei Privatpatienten Anschrift des Patienten) und bei ambulanten Kassenpatienten einen KV-Schein.

- Wichtig sind Angaben zur Art des Untersuchungsmaterials, zur Entnahmelokalisation und klinischen Befunden (Vergleiche hierzu Begutachtungsantrag).

- Von Wichtigkeit iat auch die klinische Fragestellung. Bekannte infektiöse Erkrankungen (z. B. Tuberkulose, Hepatitis, HIV) bitten wir Sie, gesondert und gut sichtbar (auffällig) zu vermerken.

- Weiterhin sollte eine Telefonnummer für Befundrückfragen angegeben werden und der Name des einsenden Arztes in gut lesbarer Schrift vermerkt werden.

 

Gewebefixierung:

Biopsien, Operationspräparate:

Das Universalfixierungsmittel aller Gewebe für histologische Untersuchungen ist neutral gepuffertes Formalin. Dieses wird Ihnen gebrauchsfertig, ggf. in entsprechenden Versandgefäßen zur Verfügung gestellt (Vergleiche hierzu "Anforderung von Versandmaterial" im Intranet).

Grundsätzlich gilt: Bitte ausreichend große Gefäße verwenden, das Material darf nicht in die Gefäße gepresst werden. Es muss von genügend Fixierungsmittel umgeben sein. Nur so ist eine optimale Bearbeitung möglich.

Ebenso erhalten Sie von uns das für den Postversand nötige Material.

Große Operationspräparate müssen bitte umgehend in die Pathologie verbracht werden, damit diese dort sachgerecht eröffnet/eingeschnitten werden. Nur so ist eine optimale Fixierung möglich.

Zytologie:

Für die Ausstrichpräparate der gynäkologischen Exfoliativ-Zytologie eignen sich 96% Alkohol oder handelsübliche Fixierungssprays zur Fixierung (das Spray aus einer Entfernung von ca. 25 bis 30 cm von der Seite her auf den gesamten Objektträger aufsprühen). Nach Fixation weden die Präparate luftgetrocknet und versandt.

Die Objektträger müssen genau beschriftet werden und müssen bruchsicher in den zur Verfügung gestellten Verpackungen übersandt werden.

Aszites-, Pleura-, Pericard- und Gelenkergüsse sowie Spülflüssigkeiten aus dem Urogenitaltrakt, Abdominalraum und Respirationstrakt sollten wenn möglich gesamt und frisch ohne Beigabe von Fixationsmitteln eingesandt werden.

Zytologisches Flüssigmaterial darf nicht bei Raumtemperatur aufbewahrt werden, sondern muss sofort ins Zytologielabor gebracht werden. Ist dies nicht möglich (z. B. nachts oder über das Wochenende) muss es im Kühlschrank aufbewahrt werden. Urin, der nicht innerhalb desselben Tages in das Labor gebracht werden kann, sollte zu gleichen Teilen mit 50% Alkohol versetzt werden.

Schnellschnitte:

Gewebe für die intraoperative Schnellschnittuntersuchung (oder z. B. Proteaseuntersuchung) muss umgehend unfixiert und ggf. (bei längeren Anfahrtswegen) gekühlt zu uns gebracht werden (nicht in Formalin oder Kochsalz!).

Schnellschnittuntersuchungen sollten nur angefordert werden, wenn sich für den Einsender eine unmittelbare intraoperative Konsequenz ergibt, da durch die Art der beschleunigten technischen Aufarbeitung (Gefrierschnittanfertigung) die Schnittqualität und damit die diagnostische Verlässlichkeit naturgemäß gegenüber der konventionellen Histologieprozessierung etwas reduziert wird, des Weiteren ergeben sich aufgrund des speziellen Bearbeitungsprozesses Gewebsverluste, sodass kleine Proben grundsätzlich für eine Schnellschnittuntersuchung nicht geeignet sind. In diesen Fällen ist in der Regel die Eileinbettung der Schnellschnittuntersuchung vorzuziehen, da hierdurch eine optimale Prozessierung und Befundung gewährleistet wird.

Spezialuntersuchungen:

(Liquorzytologie, Muskelbiopsien, Nervenbiopsien)

Im Zuge unserer Qualitätssicherung möchten wir Sie über unsere Einsenderrichtlinien informieren. Diese lauten:

Liquorzytologien: Um eine gute Qualität und Beurteilbarkeit der Proben zu gewährleisten sollten die Liquorproben innerhalb von weniger als 1 Stunde im nativen Zustand unser Labor erreichen. Sollte dies nicht möglich sein (z. B. nachts/Wochenende) müssen die Proben im Kühlschrank asserviert werden.

Versandgefäß: Sterilröhrchen 5 ml (ca. 2,5 ml Liquor).

Probenannahmezeiten Institut für Pathologie (KNS: C.U2.647) (KNN: Haus 57, 1.017) Montag bis Freitag 07:30 Uhr bis 15:30 Uhr.

Bei Fragen bitte Rücksprache unter Tel.:

0911/398-5754 (Labor Pathologie Klinikum Süd)

0911/398-2532 (Labor Pathologie Klinikum Nord)

Muskelbiopsien: Bitte telefonisch voranmelden!

Muskelbiopsien sollen zügig, auf einem mit 0,9% NaCl getränkten feuchten (nicht nassen) Tupfer in einem Kunststoffgefäß per Haustransportdienst oder per Kurier sofort nach Entnahme gebracht und persönlich übergeben werden.

Probenannahmezeiten Institut für Pathologie (KNS: C.U2.647) Montag bis Freitag 07:30 Uhr bis 15:30 Uhr.

Bei Fragen bitte Rücksprache unter Tel.: 0911/398-5754 (Labor Pathologie Klinikum Süd).

Nervenbiopsien: Bitte telefonisch voranmelden!

Nervenbiopsien sollten zügig, auf einem mit 0,9% NaCl getränkten feuchten (nicht nassen) Tupfer in einem Kunststoffgefäß per Haustransportdienst oder per Kurier sofort nach Entnahme zu uns gebracht und persönlich übergeben werden.

Probenannahmezeiten Institut für Pathologie (KNS: C.U2.647) Montag bis Freitag 07:30 Uhr bis 15:30 Uhr.

Bei Fragen bitte Rücksprache unter Tel.: 0911/398-5754 (Labor Pathologie Klinikum Süd).

Morbus Hirschsprung-Biopsien: Bitte telefonisch voranmelden!

Morbus Hirschsprung-Biopsien sollten zügig auf einem mit 0,9% NaCl getränkten feuchten (nicht nassen) Papierplättchen in einem Versandgefäß per Haus- oder Kurierdienst, sofort nach Entnahme zu uns gebracht und persönlich übergeben werden.

Probenannahmezeiten Institut für Pathologie (KNS: C.U2.647) Montag bis Freitag 07:30 Uhr bis 15:30 Uhr.

Bei Fragen bitte Rücksprache unter Tel.: 0911/398-5754 (Labor Pathologie Klinikum Süd).

Myokardbiopsien: Bitte telefonisch voranmelden!

Myokardbiopsien bitten wir folgendermaßen zu versenden: Wenn möglich zwei Biopsien nativ auf einem mit 0,9% NaCl getränkten feuchten (nicht nassen) Papierplättchen in einem Versandgefäß und zwei Proben in einem mit gepufferten Formalin (4%) aufgefüllten, von uns Ihnen zur Verfügung gestellten, Versandgefäß.

Probenannahmezeiten Institut für Pathologie (KNS: C.U2.647) Montag bis Freitag 07:30 Uhr bis 15:30 Uhr.

Bei Fragen bitte Rücksprache unter Tel.: 0911/398-5754 (Labor Pathologie Klinikum Süd).

 

Konsilbefundung:

Gegebenenfalls können Präparate zur Konsilbefundung an Konsiliarpathologen übersandt werden. Hierbei gelten die Richtlinien des Bundesverbandes deutscher Pathologen. Als Einsender werden Sie im Befundbericht über die geplante Versendung des Gewebes vorab informiert. Der anschließende Konsilbefund wird Ihnen zur Verfügung gestellt.

 

Vertretungsregelung neuropathologisch-anatomische Begutachtung:

Hinsichtlich der neuropathologischen Befundung gilt, dass neuropathologisch-anatomische Begutachtungen grundsätzlich von der am Institut ansässigen Neuropathologin erstellt werden. Im Verhinderungsfall (z. B. Urlaub, Krankheit) werden, sofern vom Einsender explizit neuropathologisch-anatomische Begutachtungen erwünscht sind, diese von Herrn Prof. Dr. Schlegel (TU-München) in Vertretung übernommen.

Neurochirurgisches bzw. neurologisches Untersuchungsmaterial kann bei Abwesenheit der Neuropathologin auch von einem Pathologen im Haus befundet werden. In diesem Fall ist der Befund als pathologisch-anatomische Begutachtung gekennzeichnet.

Autorin/Autor: Intranetredakteurin

 
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