Magnetresonanztomographie

Magnetresonanztomographie - MRT

Klinikum Nürnberg Nord
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90419 Nürnberg

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Fax: 0911 398-2073

                               

Klinikum Nürnberg Süd
Breslauer Str. 201
90427 Nürnberg

Tel.: 0911 398-5204
Fax: 0911 398-5233

 

  

1.              Was ist eine Magnetresonanztomographie (MRT)?
2.             
Welche MRT - Geräte sind am Klinikum verfügbar?
3.             
Was kann mit der Magnetresonanztomographie untersucht werden?
4.             
Wozu braucht man Kontrastmittel? / Was ist dabei zu beachten?
5.             
Was ist vor einer MRT-Untersuchung zu beachten?
6.             
Wie wird die MRT - Untersuchung durchgeführt?
7.             
Kann es Komplikationen geben?
8.             
Was ist nach der Untersuchung zu beachten?

  

1.      Was ist eine Magnetresonanztomographie (MRT) ?

Die Magnetresonanztomographie / MRT (auch: Kernspintomographie) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem Bilder mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen erzeugt werden. Röntgenstrahlung oder Radioaktivität wird nicht verwendet. Damit zählt die MRT, neben dem Ultraschall, zu den am wenigsten belastenden und risikoärmsten bildgebenden Verfahren in der Medizin. [Zurück]

 

2.      Welche MRT-Geräte sind am Klinikum verfügbar?

Das Institut für Radiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Nürnberg verfügt über insgesamt 5 MRT Geräte. Die vorhandenen MRT-Geräte unterscheiden sich in der magnetischen Flussdichte („Magnetfeldstärke“), welche in der Einheit Tesla [T] angegeben wird. Am Klinikum Nürnberg stehen an jedem Standort Geräte der Feldstärke 1,5 T und 3 T zur Verfügung.

DSC00343 - KopieDSC00341 - KopieMR_Espree_JSskyra

Für die MRT-Untersuchungen der einzelnen Körperregionen verwenden wir ausschließlich hochauflösende Mehrkanal- Spulensysteme mit für die Fragestellung optimierten Untersuchungsprotokollen. [Zurück]

 

3.      Was kann mit der Magnetresonanztomographie untersucht werden? 

Wir bieten unseren Patienten moderne MR-Techniken zur Untersuchung u.a. des

  • Bewegungsapparates speziell der Gelenke (incl. hochauflösender Knorpelbildgebung und
    MR-Arthrographie), der Sehnen und Bänder, des Knochens und der Muskulatur.
  • Bauchraumes, speziell der Leber, der Gallenwege (MRCP) und der Bauchspeicheldrüse.
  • Gefäßsystems des gesamten Körpers, insbesondere der Hirn- und Halsgefäße, der Aorta (Hauptschlagader), der Nierengefäße und der Arm- und Beingefäße.
  • Herzens mit Perfusions- und Funktionsanalyse, insbesondere auch Stress-Untersuchungen zur Beurteilung der Herzmuskelvitalität.
  • Nervensystems incl. der Spezialverfahren H1-Spektroskopie, Fiber-Tracking und fMRT
  • Urogenitalsystems, speziell der Nieren und ableitenden Harnwege sowie der Prostata mit multimodaler Bildgebung (Perfusion, Diffusion, Spektroskopie)

 

Folgende Zertifizierungen unseres Instituts erfolgten durch die Deutsche Röntgengesellschaft:

- Kardiovaskuläres Schwerpunktzentrum

- Zentrum für Muskuloskelettale Radiologie

- Multiparametrische Prostata-MRT

 zertifikat kardiobildgebung - mittelmsk_zentrum_radiologieprostata lell klProstata_Manava

 

Für Kinder und Jugendliche steht in unserem Institut das gesamte Spektrum der MRT-Untersuchungen mit entsprechend optimierten Protokollen zur Verfügung, falls erforderlich kann die Untersuchung in Kooperation mit der Kinderklinik und der Anästhesie im Hause in Sedierung oder Narkose erfolgen.

Für Schwangere ist die Magnetresonanztomographie im ersten Trimenon[1] der Schwangerschaft nur mit strenger Indikation einzusetzen, da hinsichtlich des Einflusses der Magnetfelder auf den Embryo noch keine endgültigen Daten vorliegen. Ab dem 3. Monat gilt die Durchführung einer MRT (ohne Kontrastmittelgabe) als unbedenklich.

Für Patienten mit Herzschrittmachern ist die Magnetresonanztomographie nicht immer möglich. Nur Patienten mit MR-tauglichem Schrittmacher und Schrittmachersonden können im MRT untersucht werden. Dazu ist es wichtig, dass sie bereits bei der Terminvereinbarung Ihren Schrittmacherausweis parat haben um klären zu können, ob die Untersuchung bei Ihnen durchgeführt werden kann. [Zurück]

 

4.      Wozu braucht man Kontrastmittel? / Was ist dabei zu beachten?

Für manche Fragestellungen ist es notwendig, Kontrastmittel intravenös, manchmal auch über den Darm zu verabreichen. Dies erhöht die Aussagekraft der Untersuchung weil Blutgefäße, Tumore oder Entzündungsherde verstärkt Kontrastmittel aufnehmen und dadurch besser abgrenzbar sind.

Bei MRT-Kontrastmitteln handelt es sich um Gadolinium (Gd)-haltige Lösungen, bei denen das Gd-Atom fest in einer Komplexverbindung verpackt ist. Wir verwenden ausschließlich zyklische Kontrastmittel in der MRT, die als besonders sicher gelten, einzige Ausnahme sind die leberspezifischen Kontrastmittel, die in Sonderfällen eingesetzt werden und ebenfalls als sicher gelten, analog der Leitlinie der European Society of Urogenital Radiology (ESUR):       http://www.esur.org/guidelines/de/index.php#b

Die Ausscheidung des Kontrastmittels erfolgt über die Nieren.  Es ist deshalb wichtig die regelrechte Nierenfunktion vorher zu prüfen:
Im Gegensatz zu anderen Kontrastmitteln kann MRT-Kontrastmittel auch bei mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion verabreicht werden. Sollte bei Ihnen eine Nierenfunktionsstörung vorliegen, muss vor der Untersuchung ein Laborwert zur Bestimmung der Nierenfunktion (Kreatinin / eGFR) erhoben werden. Dies kann bereits vom Hausarzt oder Überweiser veranlasst werden.

Sollte eine (sehr seltene) Allergie gegen MRT-Kontrastmittel vorliegen, muss eine entsprechende medikamentöse Vorbehandlung durchgeführt werden. [Zurück]

 

5.      Was ist vor einer MRT-Untersuchung zu beachten?

Metallische und magnetisierbare Fremdkörper können während einer MRT-Untersuchung zu Schäden (zB durch starke Erhitzung) führen. Problematisch sind insbesondere Metallsplitter, Piercings, großflächige Tattoos, oder Permanent-Makeup. Bei Patienten mit Schrittmacher, künstlicher Herzklappe, Neurostimulator, Cochlear Implant, Medikamentenpumpe (zB Insulinpumpe), feste Zahnspangen oder Osteosynthesematerial muss vorher eine individuelle Abklärung erfolgen, um festzustellen, ob diese MR-tauglich sind oder spezielle Vorbereitungen erfordern.

Für die Mehrzahl der MRT-Untersuchung ohne o.g. Einschränkungen sind keine weiteren Vorbereitungen erforderlich. Bei der Untersuchung des Bauchraums wird ein Medikament gespritzt zur Unterdrückung der Darmbewegung. Da dieses Medikament vorübergehend die Sehfähigkeit beeinflussen kann, darf der Patient nach der Untersuchung kein Fahrzeug lenken.

Wenn Sie für eine MRT-Untersuchung in unserem Hause eingeplant sind, können Sie weitere nützliche Informationen, die wir für Sie auf einem Informationsblatt zusammengestellt haben, hier abrufen. [Zurück]



6.       Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Nach Prüfung der Indikation und Aufklärung über Nutzen und eventuelle Risiken der Untersuchung muss bei geplanter Gabe von Medikamenten oder Kontrastmittel ein venöser Zugang gelegt werden. Kontraindikationen für die MR Untersuchung müssen ausgeschlossen werden

Die durchschnittliche Untersuchungszeit liegt bei 15 bis 30 Minuten, für Herzuntersuchungen und andere Spezialuntersuchungen bei 45 – 60 Minuten.

Vor der Untersuchung muss der Patient alle Metallteile die er am Körper trägt, z.B. Schlüssel, Brille, Haarspangen, metallischen Schmuck / Piercings oder herausnehmbare Zahnprothesen ablegen. Elektronische Geräte, Uhren, Kredit- oder andere Chipkarten dürfen nicht in den MRT-Raum eingebracht werden, da sie sonst möglicherweise unbrauchbar werden.

Der Patient wird bequem auf einem fahrbaren Untersuchungstisch gelagert, welcher sich langsam, je nach Untersuchung, kopf- oder fußwärts in eine 100 - 140 Zentimeter lange Röhre von 60 – 70 cm Durchmesser (den eigentlichen Magneten) hineinbewegt. 


Die elektromagnetischen Schaltvorgänge während der Untersuchung erzeugen ein Klopfgeräusch, der Patient erhält deshalb Kopfhörer über die er Musik und ggf. auch die Anweisungen des Untersuchers hören kann. Über eine Gegensprechanlage kann der Patient jederzeit Kontakt mit dem Untersucher aufnehmen.

Für eine optimale Bilddatenaufnahme ist es entscheidend, dass der Patient vollkommen ruhig und entspannt liegt, da sonst die Bildqualität leidet. Bei Untersuchungen des Brust- und Bauchraumes müssen während der Untersuchung Atemkommandos befolgt werden um bewegungsfreie Bilder aufnehmen zu können.

Manche Patienten leiden unter der relativen Enge des Geräts ("Platzangst"). Sollte dies für Sie zutreffen, sprechen Sie uns bitte bereits bei der Termin-Vereinbarung darauf an.

Selten kann eine Narkose notwendig werden. In diesem Fall ist es erforderlich, dass Sie zuerst zu einem Vorgespräch zu uns kommen. In der Radiologie und der Anästhesie erhalten Sie umfassende Information und es werden notwendige Voruntersuchungen durchgeführt.

Am Untersuchungstag bitten wir Sie dann in Begleitung zur Untersuchung kommen, da Sie nach der Untersuchung für einen Tag kein Fahrzeug führen dürfen. [Zurück]

 

7.      Kann es Komplikationen geben?

Potentielle Gefahren bei der MRT gehen vom statischen Magnetfeld durch die Kraftwirkung auf metallische, speziell magnetisierbare Objekte aus. Entsprechend erfolgt eine Befragung des Patienten (siehe Vorbereitung unter 6.) zur Risikominimierung. Die Anwendung von Radiowellen (= elektromagnetische Wellen) im Rahmen der Untersuchung entspricht den Vorgaben der EU-Direktive EMF 2013/35/EU[i]. Dabei kann durch das elektrische Wechselfeld über Induktion Energie auf im Körper einliegende Metallimplantate übertragen und dadurch eine Erwärmung ausgelöst werden.
Alle am Institut durchgeführten Untersuchungen erfolgen in den für den klinischen Einsatz freigegebenen Betriebsarten „normal“ und „Stufe 1“ nach IEC60601-2-33/A2.

Im Körper befindliche Magnete (zB zur Verankerung eines Cochlear Implant, einer Zahnprothese oder Epithese) können aus ihrer Verankerung rutschen und an Magnetkraft verlieren. 

Die im Institut verwendeten MR-Kontrastmittel sind allesamt lange erprobt und gut verträglich. Wie bei nahezu allen anderen Medikamenten kann es in seltenen Fällen Unverträglichkeitsreaktionen kommen. Diese können sich in Husten, Brechreiz und Hautausschlag äußern.

Sollten Unverträglichkeitsreaktionen auf Kontrastmittel bei Ihnen bekannt sein, so teilen Sie uns dies bitte bereits bei der Termin-Vereinbarung mit. [Zurück]

 

8.      Was ist nach der Untersuchung zu beachten?

Nach einer MRT-Untersuchung mit Kontrastmittel sollte vermehrt Flüssigkeit aufgenommen werden, um die Ausscheidung der Kontrastmittelmoleküle zu beschleunigen.

Sollten im Rahmen der Untersuchung weitere Medikamente z.B. zur Beruhigung, Hemmung von allergischen Reaktionen oder Reduktion der Darmtätigkeit verabreicht worden sein, darf der Patient bis 24 Stunden nach der Untersuchung nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. [Zurück]


[1] BMGU, S. . (2006 (Heft 51)). Orientierungshilfe für radiologische und nuklearmdizinische Unterschungen - Empfehlungen der Strahlenschutzkommission. Berlin.


[i] The European Parliament and the Council (2013) DIRECTIVE 2013/35/EU on the minimum health and safety requirements regarding the exposure of workers to the risks arising from physical agents (electromagnetic fields).
Brussels http://eur-lex.eu­ropa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2013:179:0001:0021:EN:PDF


 

 
 
 
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