Die gerontopsychiatrische Nachsorgebehandlung

 

Nachdem die Phase der akuten Erkrankung überwunden ist, steht die Entlassung aus der stationären Behandlung bevor. Oft ist die Wiederherstellung der Gesundheit zu diesem Zeitpunkt noch nicht völlig abgeschlossen. Häufig handelt es sich um ältere Menschen, für die es sowieso nicht mehr so einfach ist, mit den alltäglichen Anforderungen zurechtzukommen. Wenn nach der Entlassung die therapeutischen Bemühungen unterbrochen oder nur unzulänglich weitergeführt werden, macht das die Fortsetzung der Genesung schwieriger.
 

In der Gerontopsychiatrischen Ambulanz wurde deshalb das Angebot der ambulanten gerontopsychiatrischen Nachsorge geschaffen:

Sie wird von dem dort arbeitenden Pflegepersonen mit Schwerpunkt Gerontopsychiatrie durchgeführt. Die ärztliche Behandlung erfolgt ambulant in den Räumen der Ambulanz. Die psychiatrische Nachsorge durch die Pflege erfolgt im Rahmen von Hausbesuchen und gemeinsamen Unternehmungen. Die Pflegepersonen arbeiten eng mit allen Beteiligten zusammen. Dazu gehören Angehörige und Freunde, ggf. gesetzliche Betreuer, Hausärzte und Nervenärzte sowie die Mitarbeiter der ambulanten Dienste. Einige der Patientinnen und Patienten brauchen für die körperlich-medizinische Versorgung zu Hause einen zusätzlichen ambulanten Dienst. In Einzelfällen kann die psychiatrische Nachsorge auch vorübergehend in einem Seniorenheim erfolgen. 

 

Die Behandlung erfolgt nach folgenden Richtlinien: 

Ambulante Nachsorge wird vom Stationsarzt noch während der stationären Behandlung verordnet, eventuell auch über die Gerontopsychiatrische Ambulanz. Sie kann in der Regel sechs Monate in Anspruch genommen werden. Nachsorge-Termine finden 1x pro Woche statt, gegebenenfalls auch im 14-tägigen Rhythmus. Ziel der 1,5 bis 2-stündigen Treffen mit der Nachsorge-Pflegeperson ist es, dass die Patienten sowohl zu Hause als auch außerhalb ihrer eigenen vier Wände mit dem täglichen Leben nicht nur fertig werden, sondern darin auch wieder Freude und Zufriedenheit finden. 

 

Wesentliche Inhalte der ambulanten Nachsorge sind: 

  • Reaktivieren, üben und stabilisieren von lebenspraktischen Tätigkeiten z.B. einkaufen gehen und Mahlzeiten selbst kochen, für ausreichende Ernährung sorgen

  • Orientierung und Planung bei der Alltagsbewältigung z.B. öffentliche Verkehrsmittel benutzen, Handwerker bestellen, ggf. Hilfen organisieren

  • Biographisches Arbeiten zur allgemeinen Aktivierung und Selbstwertstabilisierung die eigene Lebensgeschichte und Erinnerungen daran für die Gegenwart nutzen; Gedächtnistraining

  • Förderung und Aufrechterhaltung von Sozialkontakten Freunde und Verwandte einladen, Bekanntschaften auffrischen, Außenorientierung

  • Aktivierung und Anleitung bei der Freizeitgestaltung, alte und neue Hobbys ausüben, Bewegung und Sport im Alter, Spaziergänge u.a.

  • Krisenintervention: Hilfe beim Bewältigen schwieriger Lebenssituationen, z.B. bei Verlust eines nahe stehenden Menschen 

  • Angehörigenarbeit

Wenn Sie noch Fragen haben, dann wenden Sie sich bitte an: 

Nachsorge-Team der Gerontopsychiatrischen Ambulanz
Tel.: 0911/ 398 - 3943
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Klinikum Nürnberg-Nord
Prof.-Ernst-Nathan-Str. 1
90419 Nürnberg

Für die Behandlung benötigen wir einen Überweisungsschein!

Autorin/Autor: Klinik für Psychatrie und Psychotherapie

 
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