Allgemein psychiatrische Station 31 I

Behandlungsangebot

Behandlungsziele

Die vollstationäre bzw. teilstationäre Behandlung dient zur:

  • Heilung der Krankheit oder Reduzierung der akuten Krankheitssymptomatik

  • Krisenbewältigung

  • Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit unter Berücksichtigung der persönlichen Ressourcen der Patienten

  • Stabilisierung nach der Akutphase

  • Gezielten Förderung im lebenspraktischen Bereich und im Bereich der sozialen Kompetenzen

  • Außenorientierung und Reintegration in das soziale Umfeld des Patienten

  • Vorbeugung gegen Krankheitsrückfälle

saeule31_kopf
 

Darüber hinaus streben wir die Erhaltung einer möglichst vollständigen sozialen und beruflichen Integration unserer Patientinnen und Patienten an.
Deshalb legen wir besonderen Wert darauf, sie darin zu unterstützen,

  • ihre Erkrankung angemessen wahrzunehmen, realistisch einzuschätzen und in ihr Selbstkonzept zu integrieren

  • die Wirkungen und Nebenwirkungen sowohl der Medikamente, als auch die Wirkungen und unerwünschten Effekte der anderen Behandlungen zu verstehen

  • belastende und entlastende Situationen in ihrem Lebensalltag zu erkennen und zu steuern, insbesondere auch Frühwarnzeichen für drohende Krankheitsrückfälle zu erkennen

  • bei längerfristigen Beeinträchtigungen die verbliebenen Fähigkeiten zu erhalten, sowie kompensatorische Fähigkeiten zu entwickeln

  • angemessene Hilfen rechtzeitig in Anspruch zu nehmen.

 

Das Behandlungskonzept

Wir vertreten einen ganzheitlichen psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlungsansatz, d.h. wir betrachten körperliche, psychische, biographische und soziale Gesichtspunkte jeweils einzeln sowie in ihrer gegenseitigen Wechselwirkung.
Diagnostik und Therapie basieren auf aktuellen wissenschaftlich anerkannten Standards.

 

Patientinnen und Patienten als Partner

Behandlung muss verhandelt werden, die Patientinnen und Patienten sind unsere Partner.
Die Diagnose- und Behandlungsplanung findet bei uns nicht nur durch das Team statt, wir beziehen unsere Patientinnen und Patienten von Anfang an in unsere Überlegungen ein. Wir erläutern ihnen in verständlichen Worten die Diagnose, informieren sie allgemein über das Krankheitsbild und erklären die erforderlichen Behandlungsschritte einschließlich ihrer zu erwartenden Wirkungen und Nebenwirkungen. Über die Durchführung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen entscheiden letztlich die Patientinnen und Patienten selbst.

 

Beziehungsgestaltung

Eine therapeutische Beziehung entwickelt sich nicht von selbst, sie muss bewusst und planvoll gestaltet werden.
Wir begegnen allen Patientinnen und Patienten mit der gleichen Achtung, unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Weltanschauung, ihrem sozialen Status sowie ihrem Krankheitsbild und dem aktuellen Verhalten. Wir bemühen uns, den Kontakt zu den Patientinnen und Patienten in deren Interesse verantwortlich zu steuern, ohne sie zu bevormunden. Das bedeutet, wir bemühen uns um ein der jeweiligen Situation entsprechendes Verhältnis von Nähe, Verständnis und Wärme auf der einen Seite zu Distanz, Konsequenz und Abgrenzung auf der anderen Seite.
Konflikte, Therapieverweigerung, akute Krankheitssymptome u.ä. dürfen nicht zum Abbruch der Beziehung führen. Unser Ziel ist - auch in Krisensituationen - die Kontinuität und Verlässlichkeit in der Beziehungsgestaltung.

 

Außenorientierung

Ein Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Erhaltung und Förderung einer möglichst vollständigen Integration der psychisch kranken Menschen in ihrem gewohnten bzw. zukünftigen Lebensfeld. In der Therapieplanung richten wir den Blick stets auf die konkrete Lebenssituation der Patientinnen und Patienten. Wir nutzen die Möglichkeit der tagesklinischen Behandlung als eine Möglichkeit für den/die Patienten/in trotz der Notwendigkeit der Behandlung  zu einem Teil in seiner gewohnten Umgebung zu bleiben. Wir kooperieren eng mit unserer Institutsambulanz. Wir bemühen uns um gute Kontakte zu den komplementären Einrichtungen.

 

Das Behandlungsteam

Ganzheitliche Behandlung erfordert partnerschaftliche Kooperation im multiprofessionellen Team.
Unser Behandlungsteam setzt sich aus den in der Psychiatrie-Personalverordnung vorgesehenen Berufsgruppen zusammen.

Dies sind:

  • Ärzte/Ärztinnen

  • Krankenschwestern/Krankenpfleger zum Teil mit Fachweiterbildung

  • Sozialpädagogin

  • Ergo-, Kunst und Musiktherapeutin

  • Psychologinnen

  • Tanz- und Bewegungstherapeutinnen

Teamarbeit bedeutet für uns nicht, dass jeder alles kann und für alles zuständig ist, sondern dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihrer Qualifikation entsprechend selbstverantwortlich tätig sind, wobei die einzelnen Behandlungsmaßnahmen gemeinsam geplant und miteinander abgestimmt werden. Sowohl die Patienten wie auch die Mitglieder des  Teams“ sind darüber unterrichtet, wer der jeweils zuständige Ansprechpartner ist und wo man ihn wann erreicht.
Teams entstehen nicht von selbst. Die Gestaltung und der Erhalt des multiprofessionellen Teams ist ein aktiver Prozess, an dem sich alle Teammitglieder engagiert beteiligen.

 

Bezugspersonensystem

Jeder Patientin bzw. jedem Patienten wird zu Beginn der Behandlung eine Bezugsperson zugeordnet und als solche vorgestellt. Diese Bezugsperson ist der/die vorrangige Ansprechpartner/in für „ihre Patienten“, und trägt die Hauptverantwortung für die Koordination und Durchführung der im Team vereinbarten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen im Rahmen des in der Klinik eingeführten Pflegeprozessmodells.

 

Individuelle Behandlungsplanung

Für uns steht der Mensch mit seinem individuellen Krankheitsbild, seiner persönlichen Lebensgeschichte, seinen Fähigkeiten und Problemen im Mittelpunkt der Betrachtung.

 

Methodisches Vorgehen

Wir entwickeln im Team zu Beginn der Behandlung für jede Patientin bzw. jeden Patienten einen auf deren/dessen individuellen Bedarf ausgerichteten Diagnose- und Therapieplan/Pflegeplan, in dem die Behandlungsziele und Teilziele sowie die daraus folgenden Maßnahmen bestimmt werden.(Krisenintervention oder wöchentliche Zielplanung im Rahmen der Kurvenvisite) Für jede geplante Maßnahme wird verbindlich festgelegt, wer für die Durchführung verantwortlich ist. Gleichzeitig wird ein Zeitpunkt vereinbart, zu dem gemeinsam der bisherige Behandlungsverlauf reflektiert und die Therapie- bzw. Pflegeplanung fortgeschrieben werden soll.

 

Folgende Therapieangebote können wir regelmäßig anbieten:

Einzeltherapeutische Angebote:

  • Einzelgespräche mit Ärzten, Psychologen & Pflege

  • Einzelfallberatung mit der Sozialpädagogin

Gruppentherapeutische Angebote:

  • Ergotherapie

  • Kunsttherapie

  • Musiktherapie

  • Tanz- und Bewegungstherapie

  • Entspannung nach Jakobson

  • Angstbewältigungsgruppe

  • Schlafschulung

  • Gartengruppe

  • Ohr-Akupunktur

  • Achtsamkeitsgruppe

Autorin/Autor: Haßlinger

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie
AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren