Stereotaktische Biopsie (Probenentnahme)

Nicht alle Prozesse im Gehirn können mit vertretbarem Risiko für den Patienten operiert werden. Wiederum andere Raumforderungen müssen gar nicht operiert, sondern besser mit Medikamenten behandelt werden. Da es anhand der Bildgebung nicht immer möglich ist, eine sichere Unterscheidung zwischen den verschiedenen Formen zu treffen, ist es notwendig, dass Gewebeproben durch die Kollegen der Pathologie mikroskopisch und immunhistochemisch untersucht werden.

Mittels stereotaktischer Verfahren ist es möglich, mit geringem Risiko auch aus den tiefsten und sonst unzugänglichen Regionen des Gehirns solche Gewebeproben zur Diagnosesicherung zu gewinnen.

In Vollnarkose wird hierzu ein stereotaktischer Ring fest am Kopf des Patienten befestigt. Anhand der nun angefertigen Bildgebung (CT, MRT, Überlagerungen von verschiedenen Modalitäten) kann extrem genau jeder beliebige Punkt im Gehirn bestimmt und der sicherste Weg dorthin am Computer geplant werden. Im OP erfolgt die Probenentnahme dann anhand der vorher berechneten Koordinaten über ein kleines Bohrloch. Im Anschluss an den Eingriff werden die Patienten noch wenige Tage auf der Normalstation betreut und können die Klinik dann bis zum Vorliegen des endgültigen Untersuchungsergebnisses verlassen. Das Ergebnis und die sich daraus ableitende weitere Behandlung werden im Rahmen eines ambulanten Besuchs ausführlich besprochen.

Autorin/Autor: Dr. med. Michael Schrey

 
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