Septische Chirurgie des Kopf-/Halsbereiches

 

Auf der äußeren Haut und in der Mundhöhle befinden sich ständig zahlreiche Bakterien und Krankheitserreger. Die natürliche Keimflora der Mundhöhle und der Haut stellt im Normalfall keine Gefahr für den Menschen dar. Durch Eintrittspforten wie zum Beispiel eine Wunde nach Zahnentfernung, kariös zerstörte Zähne oder Hautläsionen können Keime in den Körper gelangen und eine Entzündung auslösen, die zu den klassischen Zeichen einer Infektion führt wie Schmerzen, Gewebsüberwärmung, Funktionseinschränkung und Schwellung.

Von einem Abszess spricht man dann, wenn die Infektion zu einer vom umliegenden Gewebe abgegrenzten Höhle mit Eiteransammlung führt. In Kopf-Halsbereich können Abszesse zu Schluck- und Atembeschwerden führen.

Von einer Phlegmone spricht man, wenn es zu einer schrankenlosen Ausbreitung der Keime im Gewebe kommt.

Beide Arten der Infektionsausbreitung können zu lebensbedrohlichen Umständen führen und müssen chirurgisch sowie antibiotisch behandelt werden.

Therapie
Grundsätzlich erfolgt die operative Entleerung des Eiters über einen Haut– oder Schleimhautschnitt. Kleinere Abszesse können in Lokalanästhesie ambulant mit begleitender antibiotischer Therapie behandelt werden. Größere Abszesse, die nicht in örtlicher Betäubung eröffnet werden können, erfordern eine stationäre Aufnahme mit intravenöser Antibiotika-Gabe und operativer Abszesseröffnung in Vollnarkose. In der Regel klingt die Entzündung unter regelmässigen Wundspülungen innerhalb weniger Tage ab.

In der Nachbehandlungsphase muss die Infektionsursache behoben werden, wie z. B. der schuldige kariös zerstörte Zahn entfernt werden. 

Autorin/Autor: NY

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie


AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren