Plastisch-Rekonstruktive Gesichtschirurgie

 

Ein Schwerpunkt unserer Klinik stellt die Plastisch-Rekonstruktive Gesichtschirurgie dar, dessen Ziel es ist, die Form und Funktion des Hart- und Weichgewebes im Gesichtsbereich nach Tumoroperationen, Unfällen oder bei angeborenen Fehlbildungen wiederherzustellen.

Durch sämtliche moderne Rekonstruktionsverfahren, insbesondere durch den mikrochirurgischen Gewebetransfer wird der chirurgische Wiederaufbau aller betroffenen Gewebearten wie z. B. der Haut, des Fettgewebes und des Knochens angestrebt, um dadurch dem Patienten ein unauffälliges Aussehen und die Wiederherstellung wichtiger Funktionen wie das Sprechen, Schlucken und Kauen zu gewährleisten.

Hierbei kommen hauptsächlich 3 Arten des autologen Gewebetransfers (vom Patienten selbst stammend)  zur Anwendung:

-Die lokale Lappenplastik
-Die Gewebeverlagerung aus der umgebenden Nachbarschaft (gestielte Lappenplastik)
-Der mikrovaskuläre Lappen (frei transplantiertes, revaskularisiertes Gewebe)

Lokale Lappenplastik
Mit verschiedenen plastischen Operationstechniken (z. B. Rotations-, Schwenk-, Transpositionslappen, usw.) lassen sich Defekte nach Entfernung gut- oder bösartiger Haut- bzw. Schleimhautveränderungen oder traumatisch entstandene Gewebedefekte lokal plastisch mit ästhetisch anspruchsvollen Resultaten wiederherstellen.

Durch Gewebeverlagerung aus der weiteren Umgebung (gestielte Lappen)
Bei größeren Gewebsdefekten besteht die Möglichkeit durch Gewebeverlagerung aus der weiteren Umgebung den Defekt plastisch zu decken. Hierbei wird das zu ersetzende Gewebe, also meistens Haut, Faszie und Muskel, mitsamt den versorgenden Blutgefäßen aus der engeren Nachbarschaft in den entstandenen Defekt im Mund- und Gesichtsbereich eingenäht.

Mikrovaskuläre Lappenchirurgie
Hierbei werden ausgedehnte Weichteil- und Knochendefekte wie sie nach Entfernung extra- und intraoraler Tumore entstehen oder die als Folge schwerer Gesichtsverletzungen nach Verkehrsunfällen oder Schussverletzungen auftreten, mit Hilfe von so genannten mikrochirurgischen Lappen wiederhergestellt. Hierunter versteht man Weichgewebs-, Hartgewebs- oder kombinierte Transplantate, die mit den sie versorgenden Gefäßen verpflanzt werden. Die Gefäße (Arterie und Vene) werden unter dem OP-Mikroskop mit Gefäßen in der Nähe des Gewebedefektes verbunden, so dass die verpflanzten Gewebeteile an den Blutkreislauf angeschlossen sind und einheilen können. In unserer Klinik werden beispielsweise Transplantate vom Unter- und Oberarm, vom Oberschenkel, vom Beckenkamm und Wadenbein verwendet.  Eine dentale Rehabilitation mittels festsitzendem, implantatgetragenem Zahnersatz kann nach erfolgreicher Knochentransplantation zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Autorin/Autor: NY-.-

 
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