Dermatochirurgie

 

Die Dermatochirurgie deckt die operative Behandlung gut- und bösartiger Hautveränderungen und der Hautanhangsgebilde ab. Es kommen im Hals- und Gesichtsbereich Exzisions- und Rekonstruktionstechniken zur Anwendung, die sowohl funktionelle als ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigen. Die gesamte Behandlung ist insbesondere darauf ausgerichtet, dass gerade im besonders exponierten Gesichts- und Halsbereich keine sichtbaren Operationsfolgen zurückbleiben.

Indikationsgebiete für dermatochirurgische Eingriffe
Dermatochirurgische Eingriffe werden bei benignen (gutartigen) sowie malignen (bösartigen) Hautveränderungen angewendet. Zu den häufigen gutartigen Hautveränderungen zählen u. a. Muttermale, Zysten, gutartige Bindegewebsgeschwülste (Fibrome), Grützbeutel (Aterome) und Blutschwämmchen im Gesichts- und Halsbereich (Hämangiome). Unter die bösartigen Hauttumore fallen u. a. Basalzellkarzinome (Basaliome), Plattenepithelkarzinome (Spinozelluläre Karzinome, Spinaliome) und maligne Melanome ("Schwarzer Hautkrebs").

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             Basaliom im Bereich des rechten Nasenabhanges vor (1) und nach der Operation (2)

Risikofaktoren für Hautkrebs
Den wichtigsten Risikofaktoren  für die Entstehung von Hautkrebs stellen die lang andauernde Sonnenbestrahlung und häufige Sonnenbrände dar. Daher sind ca. 80  Prozent aller Hauttumore an Körperbereichen mit regelmäßiger Sonnenlichtexposition wie an Stirn, Nase, den Lippen, den Händen und den Unterarmen lokalisiert. Einen weiteren Risikofaktor stellt der helle Hauttyp dar, der aufgrund der fehlenden oder schwachen natürlichen Haut­bräunung (Pigmentierung) weniger natürlichen Hautschutz gegenüber den Sonnenstrahlen aufweist.

Erscheinungsformen des Hautkrebses
Hautkrebs imponiert als raue Stellen oder dunkle, häufig unregelmäßig begrenzte Flecken an Haut und Lippen. Da es bei Hautkrebs unterschiedlich aggressive For­men gibt - darunter das besonders bösartige maligne Melanom - ist es besonders wichtig, eine Hautveränderung ohne Verzögerung fachärztlich abklären zu lassen.

Behandlungsablauf
Nach eingehender Untersuchung der Hautveränderung und Besprechung der Verdachtsdiagnose erfolgt die Erstellung des Behandlungskonzeptes.

Der Eingriffsablauf ist von der Tumorart und Grösse, den Vorerkrankungen des Patienten, der Wahl des Anästhesieverfahrens (örtliche Betäubung oder Vollnarkose), der Dauer des Eingriffs und Art des Eingriffs (kleine, lokale Exzision oder großflächige Rekonstruktion) abhängig.

In unserer Klink werden sowohl Eingriffe in örtlicher Betäubung als auch größere Eingriffe in Vollnarkose regelmäßig durchgeführt.  

Ambulante Eingriffe in Vollnarkose sind ebenfalls im ambulanten OP-Zentrum möglich.

Nach dem Eingriff erfolgt die engmaschige Nachkontrolle der Wunden im Rahmen des stationären Aufenthaltes oder nach Entlassung in unserer Poliklinik.

Bei fortgeschrittener bösartiger Tumorerkrankung kann zusätzlich zur Tumorentfernung die Entfernung der Halslymphbahnen sowie Strahlen- und / oder Chemotherapie notwendig werden.(Siehe Tumorerkrankungen)

Allgemeine Sprechstundenzeiten der MKG-Ambulanz des Klinikum Nürnberg Süd

 

Autorin/Autor: NY

 
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