Ablationsbehandlung am Herzen

1. Was ist eine Ablation?

2. Wie lange dauert die Prozedur?

3. Ist das Verfahren schmerzhaft?

4. Kann es dabei Komplikationen geben?

5. Wie ist der Ablauf?

6. Sind die Ergebnisse von Dauer?

7. Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?

8. Ab wann bin ich wieder leistungsfähig?

9. Termin vereinbaren

1. Was ist eine Ablation?
Seit Mitte der Achtziger Jahre wurde das Ablationsverfahren am Herzen stetig weiterentwickelt. Es ermöglicht beim Auftreten von bestimmten Herzrhythmusstörungen, die durch angeborene zusätzliche Leitungsbahnen oder Strukturveränderungen am Herzen (z.B. durch Bluthochdruck oder Durchblutungsstörungen) entstehen, eine Unterbrechung der störenden Stromkreisläufe am Herzen. Über spezielle Katheter, die bei der Elektrophysiologischen Untersuchung zum Herzen vorgeschoben werden, wird ein Hochfrequenzstrom abgegeben. Dadurch wird ein kleiner Bereich von Herzmuskelzellen so verändert, dass die Rhythmusstörung nicht mehr auftreten kann, die krankhafte Leitung wird "verödet". Bei manchen Herzrhythmusstörungen wie dem Vorhofflimmern werden auch neuere Ablationsverfahren wie die gezielte extreme Kühlung (Kryoablation) von bestimmten Herzabschnitten eingesetzt.
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2. Wie lange dauert die Prozedur?
Das ist stark abhängig von der vorliegenden Rhythmusstörung. Nach der erfolgreichen Ablation muß noch abgewartet werden, ob sich das Gewebe nicht rasch erholt, wieder elektrisch aktiv ist und gegebenenfalls noch einmal behandelt werden muss, damit auch ein anhaltender Erfolg erreicht wird. Deshalb kann es bis zu einigen Stunden dauern, bis die Behandlung beendet ist. In der Regel dauert eine gesamte Ablation jedoch selten länger als 2 Stunden.
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3. Ist das Verfahren schmerzhaft?
Die Vorbereitungen sind, wie bei der normalen Herzkatheteruntersuchung, identisch, mit örtlicher Betäubung der Einstichstelle. Bei der Ablation kann während der Abgabe des Hochfrequenzstromes abhängig vom Ablationsort zu Schmerzen im Brustkorb kommen, die sofort und sehr gut mit Schmerzmitteln während der Untersuchung behandelt werden können. Nach Beendigung der Ablation verspüren Sie keine Schmerzen am Herzen.
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4. Kann es dabei Komplikationen geben?
Die Ablation von Herzrhythmusstörungen ist eine gut erprobte Methode und wird bei uns im Hause ca. 300 mal im Jahr durchgeführt. Komplikationen sind selten und betreffen gelegentlich die Einstichstelle. Ein Perikarderguss, d.h. eine Ansammlung von Flüssigkeit oder Blut im Herzbeutel ist sehr selten, aber potentiell bedrohlich. Daher überprüfen wir nach einer Ablation immer durch eine Herzultraschalluntersuchung direkt im Anschluss an die Untersuchung und am Folgetag das Herz.
</ br> Ihr EKG wird zum Ausschluss von erneuten oder neu auftretenden Herzrhythmusstörungen auf der Station abhängig von der Art der Ablation für 24  bis 48 Stunden überwacht.
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5. Wie ist der Ablauf?
Nach der diagnostischen elektrophysiologischen Untersuchung wird der spezielle Ablationskatheter, mit dem der Hochfrequenzstrom oder die Kühlung abgegeben werden kann, an den entsprechenden Ort im Herzen gelegt. Abhängig von der Art der Rhythmusstörung müssen verschiedene Punkte oder Linien "verödet" werden, so dass die Ablation unterschiedlich lange dauert. Durch die Ablation entsteht eine leichtes "Aufrauhen" der Herzinnenhaut. Damit sich dort keine Blutgerinnsel bilden, werden gerinnungshemmende Mittel wie Heparin bereits bei der Ablation gegeben, das muss durch "Bauchspritzen" bis zu 48 h lang weitergeführt werden.
Nach Ende der Behandlung werden die Katheter gezogen und ein Druckverband muss 4 bis 6 Stunden liegen bleiben, so lange sollten Sie auch Bettruhe einhalten.
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6. Sind die Ergebnisse von Dauer?
Durch die Hochfrequenzstromabgabe werden im Prinzip kleine Narben im Herzgewebe gesetzt. Diese können sich in seltenen Fällen so gut erholen, dass die Herzrhythmusstörung wieder auftritt. Wenn das der Fall ist sollten Sie sich wieder vorstellen, eine erneute Ablation ist dann eventuell nötig und auch möglich.
Leider leiden manche Patienten unter verschiedenen Rhythmusstörungen, die durch eine Ablationsbehandlung nicht geheilt werden können. Hier ist eine zusätzliche medikamentöse Therapie dann weiter notwendig.
Ein Sonderfall ist auch das Vorhofflimmern, hier sind aufgrund der Komplexität dieser Rhythmusstörung in vielen Fällen wiederholte Ablationsbehandlungen notwendig.
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7. Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
Im Regelfall nehmen wir die notwendigen Voruntersuchungen und Vorbesprechung prästationär (ambulant) vor und Sie kommen am Behandlungstag nüchtern morgens zur Aufnahme. Nach der Ablation bleiben Sie dann noch 24 bis 48 h in der Klinik, je nach durchgeführter Behandlung.
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8. Ab wann bin ich wieder leistungsfähig?
Nach Abschluss der Bettruhe können Sie sich auf der Station frei bewegen, nach Entlassung sind größere körperliche Anstrengungen in den ersten 5 Tagen nicht zu empfehlen, um die Punktionsstelle in der Leiste nicht zu sehr zu belasten. Danach sind Sie wieder voll leistungsfähig.
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Termin vereinbaren

Autorin/Autor: Text: Dr. Brinker-Paschke

 
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