Endobronchiale Einwegventile zur Therapie des heterogenen Lungenemphysem

Die VENT-Studie erforscht ein neues minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von emphysemkranken Patienten. Bei diesen Patienten sind Bereiche der Lunge stark überbläht und beeinträchtigen durch Druck auf die Umgebung die Funktion des benachbarten gesunden Lungengewebes. Bei diesem Verfahren werden kleine Einwegventile mit Hilfe eines Bronchoskopes in diejenigen Bronchien platziert, welche die eingeatmete Luft den überblähten Lungenregionen zuführen. Diese Ventile bewirken, dass die Luft zwar aus der Lunge entweichen kann, aber keine neue Luft in diese Bereiche einströmt. Dadurch verringert sich das Volumen dieser überblähten Bereiche, der Druck auf die Umgebung wird geringer und das benachbarte gesunde Lungengewebe gewinnt an Funktion.

Bisher können diese krankhaft überblähten Lungenareale bei Emphysempatienten nur chirurgisch angegangen werden. Im Rahmen einer thoraxchirurgischen Operation wird der Brustkorb eröffnet und die krankhaft veränderten Lungenanteile werden entfernt. Mit einem derartigen invasiven Eingriff sind hohe Risiken und ein langer stationärer Krankenhausaufenthalt verbunden.

Das neue bronchoskopische Verfahren der Ventilimplantation kann einige der klinischen Vorteile einer solchen Operation ohne diese Nachteile bieten. Die Ventile können, falls es notwendig werden sollte, auch wieder bronchoskopisch entfernt werden und machen das Verfahren damit reversibel.

Es wurden weltweit bereits weit über 200 Patienten mit diesem neuen Verfahren behandelt. Die gewonnenen Ergebnisse waren überzeugend genug, um weitere klinische Forschungsarbeiten in einer randomisierten Studie zu rechtfertigen.

Autorin/Autor: M. Wagner

 
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