Pädiatrische Nierenheilkunde - Kindernephrologie

Die Pädiatrische Nierenheilkunde behandelt Kinder aller Altersstufen mit angeborenen oder erworbenen Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege. Kinderurologische Patienten werden in enger Zusammenarbeit mit den Kinderurologen der Klinik für Kinderchirurgie behandelt.

Seit Juli 2006 gibt es am Zentrum für Neugeborene, Kinder und Jugendliche im Klinikum Nürnberg eine Kindernephrologische Sprechstunde. Hier werden Kinder jeder Altersstufe mit angeborenen oder erworbenen Erkrankungen von Nieren und ableitenden Harnwege betreut.

Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die weitergehende Diagnostik und Therapie bei

  • rezidivierenden Harnwegsinfektionen
  • Blasenentleerungsstörungen, kindlicher Harninkontinenz bzw. nächtlichem Einnässen
  • angeborenen Fehlbildungen im Bereich der Harnwege (in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Kinderchirurgen)
  • Blut und / oder Eiweiß im Urin
  • Bluthochdruck
  • Funktionseinschränkungen der Nieren (Ausnahme Nierenersatztherapie / Dialyse bei chronischer Niereninsuffizienz)

In Anbetracht der Tatsache, dass Fehlbildungen im Bereich der Nieren und ableitenden Harnwege zu den häufigsten angeborenen Anomalien gehören (1 von 100 Neugeborenen) , ist entsprechend auch ein großer Anteil unserer Patienten aus dieser Gruppe. Oftmals wird bereits pränatal der Verdacht auf eine Harntraktanomalie gestellt. Bereits zu diesem Zeitpunkt wird in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Pränatalmediziner bzw. Geburtshelfer, Kinderarzt und Kinderchirurg das weitere Vorgehen geplant. Unser Ziel ist, hiermit eine optimale und umfassende Betreuung, die bereits im Mutterleib beginnt und sich nach der Geburt fortsetzt, zu gewährleisten.

Auch sonst werden kinderurologische Patienten in enger Zusammenarbeit zwischen Kinderärzten und Kinderchirurgen betreut. Regelmäßig finden interdisziplinäre Fallkonferenzen statt, wo die Befunde der Patienten gemeinsam mit den Kollegen der Kinderchirurgie, der Kinderradiologie sowie der Nuklearmedizin diskutiert werden. Gemeinsam wird das weitere diagnostische und therapeutische Konzept festgelegt.

Unter der Berücksichtigung des individuellen Falles streben wir hinsichtlich Diagnostik und Therapie ein standardisiertes Vorgehen, das sich an den aktuellen Leitlinien bzw. Konsensusempfehlungen der Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Nephrologie, des Arbeitskreises Kinderurologie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie sowie der Deutschen Gesellschaft für Urologie orientiert.

Folgende Diagnostik steht zur Verfügung:

  • Komplette Labordiagnostik zur Beurteilung der funktionellen Nierenanteile sowie immunologische Untersuchungen zur Erfassung möglicher Systemerkrankungen
  • Sonographie (Ultraschall)
  • Uroflowmetrie (Harnstrahlmessung) mit Beckenboden- EMG
  • 2 verschiedene Verfahren zur Diagnostik bei Verdacht auf vesikoureteralen Reflux (Rückfluß von Urin zu den Nieren):
     - sonographische Refluxprüfung (Miktionszystourosongraphie=MUS)
    oder
     - röntgenologische Refluxprüfung (Miktionszystourethrogramm =MCU)
  • MR(Kerspintomogramm)-Urogramm
  • Statische und dynamische Nierenszintigraphie( Abt. Nuklearmedizin)
  • 24-Stunden-Langzeit-Blutdruckmesseung
  • Nierenbiopsie in Zusammenarbeit mit den Nephrologen der Medizinischen Klinik 4 im Hause

Bis auf die Nierenbiopsie werden die oben genannten Untersuchungen ambulant durchgeführt. Wichtig ist, dass die Kinder zum Ultraschall eine volle Harnblase haben sollten!

Autorin/Autor: Eltern-Kind-Zentrum, Klinikum Nürnberg

 
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