Gebärmutterhalskrebs - Zervixkarzinom

Gebärmutterhalskrebs - Zervixkarzinom

Das Zervixkarzinom (auch Cervixcarzinom oder Kollumkarzinom genannt) ist eine bösartige Erkrankung des Gebärmutterhalses, an der in Deutschland jährlich etwa 6000 Frauen erkranken. Seit Einführung der gesetzlichen Früherkennungsuntersuchung durch den sog. PAP-Abstrich hat die Häufigkeit der Erkrankung deutlich abgenommen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt heute bei etwa 52 Jahren. Vorstufen der Erkrankung werden häufig auch bei Frauen zwischen 20 und 30 Jahren gefunden.

Ursachen und Risikofaktoren
Ein großer Teil der Gebärmutterhalskarzinome wird vermutlich von humanen Papillomviren (HPV) verursacht. Seit wenigen Jahren existiert allerdings eine Impfung gegen HPV, so dass in Zukunft ein weiterer Rückgang der Erkrankung erwartet wird.

Symptome
Zervixkarzinome bilden sich in der Regel völlig unauffällig und ohne Schmerzen. Zu Symptomen wie unregelmäßigen Blutungen kommt es meist erst, wenn der Tumor schon größer ist. Häufig führt dann ein auffälliger PAP-Abstrich zu weiteren Untersuchungen.

Therapie
Die Therapie besteht in der Regel aus der operativen Entfernung der Gebärmutter sowie ggf. der Lymphknoten im Becken und entlang der großen Gefäße. Schon seit längerem bieten wir Ihnen hierfür mit der Bauchspiegelung ein besonders schonendes Operationsverfahren an: Vorteile sind durch das Fehlen des Bauchschnitts zum einen ein kürzerer Krankhausaufenthalt und zum anderen eine schnellere Genesung und geringere Schmerzen.
Zudem operieren wir nach dem sog. TMMR-Verfahren, bei dem wir besonders nervenschonend vorgehen.
Nach der Operation kann in seltenen Fällen eine Nachbestrahlung, evtl. in Kombination mit Chemotherapie, notwendig sein.

Fortgeschrittene Gebärmutterhalskrebs-Erkrankungen erfordern die sog. Wertheim-Operation unter Zuhilfenahme neuer nervenschonender Operationsverfahren.
Durch die nervenschonende Operationstechnik können die oft nach radikalen Operationen auftretenden Blasen- und Darmprobleme vermieden oder zumindest deutlich verringert werden.

Autorin/Autor: Klinik für Gynäkologie, Klinikum Nürnberg

 
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