Blutungsstörungen

Vor den Wechseljahren

Der normale Zyklus der Frau dauert 25-31 Tage. Die normale Regelblutung dauert 2-5 Tage, der Blutverlust kann anhand der verbrauchten Binden/Tampons abgeschätzt werden (2-5 pro Tag sind normal).

  • Zu starke Regelblutung (Hypermenorrhoe),

  • Zu lange Blutung (Menorrhagie),

  • Unregelmäßige und verlängerte Blutung (Metrorrhagie)

Häufige Ursachen sind Gebärmutterentzündungen, Schleimhautpolypen der Gebärmutter (Endometriumpolyp), übermäßige Schleimhautbildung der Gebärmutter (Endometriumhyperplasie), gutartige Muskeltumoren (Myome) oder die Endometriose der Gebärmuttermuskulatur (Adenomyosis uteri). Auch ein bösartiger Tumor kann eine Ursache sein.

Neben der beeinträchtigten Lebensqualität kann es bei längerer verstärkter Regelblutung zu einer Blutarmut mit Mangel an roten Blutkörperchen kommen (Anämie).

Bei leichter Symptomatik kommen hormonelle Therapien zum Einsatz. Bei starker Symptomatik erfolgt meist die Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut (fraktionierte Uterusabrasio) um die Blutungsquelle zu entfernen und eine pathologisch-histologische Untersuchung möglich zu machen. In besonderen Fällen kommt eine Versiegelung der Gebärmutterschleimhaut in Frage (Endometriumablation). Bei diesem Eingriff wird ein Ballon in die Gebärmutter eingeführt und mit heißem Wasser gefüllt (thermische Endometriumablation).

Die Wahl des geeigneten Verfahrens wird individuell nach der gynäkologischen Untersuchung getroffen. Bei ausbleibendem Erfolg kommt als letzte Möglichkeit bei abgeschlossener Familienplanung eine Gebärmutterentfernung (Hysterektomie) in Betracht.

 

Nach den Wechseljahren

Blutungen nach den Wechseljahren (das heißt ein Jahr nach der letzten Menstruationsblutung) müssen zum Ausschluss einer Kresbserkrankung  immer abgeklärt werden. Mögliche Ursachen sind ein lokaler Mangel an weiblichen Hormonen (Östrogenmangel) mit Blutung durch Gewebeschwund (Atrophie) und Gebärmutterschleimhautpolypen (Endometriumpolyp). Aber auch bösartige Neubildungen des äußeren Geschlechts, der Scheide, des Gebärmutterhalses oder der Gebärmutter kommen in Frage.

In solchen Fällen führen wir zunächst eine gynäkologische Untersuchung mit Ultraschall durch. Eine Blutung aus der Gebärmutter nach den Wechseljahren klären wir dann mit einer Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) und einer Gebärmutterausschabung (fraktionierte Uterusabrasio). Je nach Befund erfolgt dann die weiterführende Therapie.

Autorin/Autor: Dr. Marie-Theres Maroske-Reicher

 
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