Urogynäkologie / Inkontinenz - Chirurgie

Nach sorgfältiger Befunderhebung und ausgiebiger Diagnostik erstellen wir ein individuelles Therapiekonzept.

Was ist eine Senkung der Gebärmutter (Descensus uteri) und wie entsteht sie?
Die Gebärmutter ist an den Mutterbändern elastisch aufgehängt. Neigt die Frau zu Bindegewebsschwäche, hat schnell aufeinanderfolgend mehrere Schwangerschaften oder ein besonders großes Kind geboren, so können die Mutterbänder und der gesamte Halte- und Stützapparat der Gebärmutter an Spannung verlieren, „ausgeleiert sein“. Die Gebärmutter kann sich dann Richtung Scheide senken, was zu Druckgefühl im kleinen Becken, Rückenschmerzen, Verdauungsstörungen und Blasenentleerungsstörungen führen kann. Besonders beim Husten, Niesen, Lachen oder Heben kommt es in solchen Fällen häufig zu unkontrollierbarem Harnabgang.

In leichteren Fällen kann gezielte Beckenbodengymnastik, regelmäßig ausgeführt, noch Abhilfe schaffen.

In vielen Fällen kann allerdings nur noch eine Operation helfen, besonders dann, wenn zur Gebärmuttersenkung eine Scheidensenkung tritt. Die Gebärmutter kann sogar durch die Scheide durchtreten und die Scheide dabei teilweise nach sich ziehen. Man spricht dann von einem Gebärmuttervorfall.

Operativ kommt eine sogenannte Scheidenplastik in Frage, bei der die überdehnten Haltebänder operativ gestrafft werden. Häufig ist es aber auch sinnvoll, die Gebärmutter zu entfernen, da es nach der Scheidenplastik häufig zu Rezidiven kommt, d. h., daß die Frauen bereits wenige Jahre nach der Operation wieder von den gleichen Beschwerden betroffen sind wie vor der Operation.

Harninkontinenz- und Deszensus- Operationen sowohl von vaginal als auch von abdominal zählen zu unseren Behandlungsformen.

Mittels der sogenannten Kolporektosakropexie werden die defekten Haltestrukturen im Becken (Sacrouterin-Ligamente) erneuert und so die ursprünglichen anatomischen Verhältnisse im Becken wiederhergestellt.

Bei Rezidivoperationen ist hierbei meist das Einbringen eines Polypropylene-Netzes zur Rekonstruktion der defekten Haltestrukturen notwendig.

Die Harninkontinenz wird individuell z.B. mittels TVT-Einlage oder Kolposuspension (z.B. nach Burch) behandelt.

Autorin/Autor: Prof. Dr. Cosima Brucker

 
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