Myomembolisation als Alternative

Die Klinik für Frauenheilkunde bietet in Kooperation mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie bei der Therapie von Myomen die Myomembolisation an. Die Embolisation ist eine gute Alternative zur Operation, wenn damit eine Entfernung der gesamten Gebärmutter vermieden werden kann oder die Frau keinen operativen Eingriff wünscht. So können selbst große Myome organerhaltend behandelt werden.

Ob die Myomembolisation die geeignete Methode ist, wird in enger Kooperation der beiden Fachkliniken geklärt. Die letzte Entscheidung darüber liegt jedoch bei der Patientin. Für Patientinnen mit Kinderwunsch ist die Methode nicht geeignet, da unsicher ist, ob danach die Blutversorgung des Uterus für eine Schwangerschaft gesichert ist.

„Myome müssen nur dann entfernt werden, wenn Sie Beschwerden machen“, erklärt Prof. Cosima Brucker, Chefärztin der Frauenheilkunde. Dazu zählen Schmerzen bei der Monatsblutung, starke Monatsblutungen bzw. Zwischen- oder Dauerblutungen, die oft mit einer Anämie einhergehen, Druckbeschwerden in Becken und Rücken sowie Harnstau. „Wir beraten unsere Patientinnen umfassend zu allen Therapiemöglichkeiten und bieten im Hause auch alle Verfahren an.“

Bei der Myomembolisation greift die Radiologie auf ihre langjährige Erfahrung bei der Tumorembolisation zurück, insbesondere bei inoperablen, blutenden Uterus- und Zervixkarzinomen,. „Im Prinzip ist es das gleiche Vorgehen, nur technisch einfacher“, so Dr. Ralf Adamus, Leitender Oberarzt in der Radiologie.
Auftretende Schmerzen direkt nach dem Eingriff werden mittels einer Schmerzpumpe, die die Patientin selbst steuert, behandelt. Komplikationen sind selten.

Das Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie ist eines von sechs Zentren in Bayern, die die Myomembolisation durchführen. Bei dem minimal-invasiven Eingriff wird die Blutversorgung des Myoms unterbrochen und das Myom schrumpft. Die Patientinnen bleiben drei Tage im Klinikum, abschließend findet eine MRT-Kontrolluntersuchung statt. Die weiteren Kontrolluntersuchungen können im Klinikum (MRT) oder beim behandelnden Frauenarzt (Ultraschall) durchgeführt werden.

Telefon: 0911 398-2222, E-Mail: gynaekologie@klinikum-nuernberg.de

Autorin/Autor: Klinik für Frauenheilkunde, Klinikum Nürnberg

 
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