Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Was ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

Bei der altersbedingten Makuladegeneration handelt es sich um eine Erkrankung der zentralen Netzhaut, d.h. der Stelle des schärfsten Sehens. Dieser Teil der Netzhaut wird benutzt, wenn ein bestimmtes Objekt fixiert wird, wie z.B. zum Lesen, und ist somit von großer Bedeutung für die Lebensqualität eines Menschen.

Im Rahmen der AMD kommt es zunächst zu einer Anreicherung von Stoffwechselprodukten in der Netzhautmitte ("trockene" Makuladegeneration). Im Verlauf kann es zu einer Gefäßneubildung unter der Netzhaut kommen, aus der Flüssigkeit oder Blut austreten kann ("feuchte" Makuladegeneration). Die trockene AMD kann im Verlauf der Erkrankung in die feuchte Form übergehen. Eine Unterscheidung zwischen beiden Formen kann mittels spezieller photographischer Aufnahmen mit der Optischen Cohärenztomographie (OCT) oder der sog. Fluoreszenzangiographie erfolgen.

Im Interview mit "Radio F" erläutert PD Dr. Josef Schmidbauer, was PatientInnen über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten wissen sollten.

Wie kann die AMD behandelt werden?

Zur Behandlung der Makuladegeneration stehen derzeit medikamentöse operative Therapien zur Verfügung. Eine Reihe von sog. gefäßwachstumshemmenden Substanzen (sog. VEGF-Inhibitoren) können in den Glaskörper operativ eingebracht werden. Sie führen dazu, dass im Rahmen der AMD neu entstandenen, krankhaften Gefäßen sich teilweise oder ganz zurückbilden. Diese Injektionen müssen z.T. mehrmals wiederholt werden, um die größtmögliche Wirkung zu erreichen. Diese Operation kann ambulant oder  bei bestimmten Fällen auch stationär durchgeführt werden. In weiter fortgeschrittenen Fällen kann es erforderlich sein, eine sog. Glaskörperentfernung durchzuführen. Dieser Eingriff wird im Rahmen eines einwöchigen stationären Aufenthaltes durchgeführt.

Was muss man vor und nach einer Operation beachten?

Vor dem Eingriff müssen antibiotische Augentropfen genommen werden. Ferner sind aktuelle Blutbefunde sowie ein EKG notwendig.

Nach dem Eingriff Körperliche Anstrengungen sind nach der Operation zu vermeiden. Augentropfen sind exakt nach Therapieplan zu nehmen. Der behandelnde Augenarzt wir Ihnen Kontrolltermine empfehlen, diese sind unbedingt insbesondere auch zur Augeninnendruckkontrolle streng einzuhalten. Wenn Symptome wie plötzliche massive Kopfschmerzen, Sehverschlechterung oder Rötung und Schmerzen am Augen auftreten, suchen Sie bitte sofort Ihren behandelnden Augenarzt auf.

Autorin/Autor: Augenklinik/ Layout Hr. H. Ender

 
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