Gallensteinleiden

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Wie entstehen Gallensteine?

Gallensteine kommen aufgrund einer zunehmenden Fehlernährung der Gesellschaft sowie einer gewissen familiären Veranlagung häufig vor. Es wird täglich circa 600- 1500 ml Gallenflüssigkeit in der Leber gebildet. Diese besteht zu 97% aus Wasser, sowie aus Gallensäuren, Kalziumsalzen, Gallenfarbstoff (Bilirubin) Cholesterin und Lipiden (Fetten). Die Gallensäuren spalten die Fette aus der Nahrung und fördern so deren Verdauung.

In der Gallenblase wird ein gewisser Anteil der Gallenflüssigkeit eingedickt und bei Nahrungsreiz entleert. Vergleichbar zum Beispiel einer zusätzlichen Portion Spülmittel um besonders fetthaltigen Schmutz vom Geschirr zu lösen.

Kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen gelösten und zu lösenden Stoffen (erhöhtes Cholesterin, vermehrter Anfall von Gallenfarbstoffen) bilden sich in der Gallenblase Steine. Diese haben primär keinen Krankheitswert und bleiben oft auch unentdeckt.

Wie entsteht eine Gallenblasenentzündung?

Wird die Wand der Gallenblase durch chronische Reibung eines spitzen Steines gereizt, oder ist der Abfluss durch ein eingeklemmtes Konkrement verstopft, entzündet sich die Gallenblase. Dies verursacht Oberbauchkrämpfe, gelegentliche ein Druckgefühl im Oberbauch oder Übelkeit, vor allem nach fetten Speisen oder Alkoholgenuss.

Im Rahmen eines Gallensteinleidens kann es auch zu einer Gelbsucht oder einer Bauchspeicheldrüsenentzündung kommen, sofern ein Stein aus der Gallenblase in den Gallengang rutscht und dort einklemmt. Somit wird der Abfluss der Gallenflüssigkeit und des Bauchspeicheldrüsensekretes behindert und es kommt zu einem Rückstau derselben. Ebenso kann es bei gestörtem Abfluss zu einer Eiterung der Gallenblase oder einer aufsteigenden Infektion der Gallenwege kommen, eine chronisch schwelend Entzündung kann in der Perforation ( Durchbruch) der Gallenblase mit begleitender Bauchfellentzündung enden.

Wie wird die Gallenblasenoperation durchgeführt?

Die Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) erfolgt in über 90 % der Fälle laparoskopisch in der Schlüssellochtechnik mittels kleinster Schnitte im Oberbauch, was eine schnelle körperliche Belastbarkeit und einen geringeren Wundschmerz nach sich zieht. Neben dem schöneren kosmetischen Ergebnis führt diese Methode auch zu einem Rückgang der Krankenhausverweildauer. Bei größeren vorausgegangenen Operationen ist im Bereich der Bauchnarbe, sowie zwischen den Bauchorganen von einer Verwachsungssituation auszugehen, die das laparoskopische Vorgehen wegen mangelnder Übersicht schwierig gestaltet und so das konventionelle Vorgehen mittels größerem Hautschnitt im Oberbauch bevorzugt durchgeführt wird, um den Patienten nicht dem Risiko einer Verletzung von Nachbarstrukturen auszusetzen.

Wie gestaltet sich der Verlauf nach der Operation?

Am Tag der Operation erhalten Sie Flüssigkeit und bei Bedarf Schmerzmittel über eine Dauerinfusion und bleiben nüchtern. Im Laufe der Folgetage werden Sie zügig leichte Kost erhalten, sodass Sie bei unkompliziertem Verlauf am 4. bis 5. Tag nach der Operation noch mit liegenden Hautfäden entlassen werden können. Zu diesem Zeitpunkt ist die Wundheilung soweit abgeschlossen, dass Sie Duschen dürfen. Das Nahtmaterial wird um den 10. Tag nach der Operation von Ihrem Hausarzt entfernt.

Wie sollten Sie sich nach der Operation verhalten?

Die Entfernung der Gallenblase wird keine bleibende Veränderung Ihrer Lebensqualität mit sich bringen.

Um eine optimale Wundheilung zu garantieren sollten Sie keinen Druck auf die Narbe bringen, ( enge Jeans, enger Hosenbund) sowie die Wunde nicht aufweichen.(kein Wannenbad) Es dauert 10 bis 12 Wochen, bis die Narbe genauso belastungsstabil ist wie die restliche Bauchdecke, sodass Sie in dieser Zeit keine Lasten über 10 Kg heben und Kontaktsportarten (Fußball, Karate etc.) meiden sollten. Heben Sie beruflich schwer, sollte Ihnen Ihr Hausarzt ein Attest über diese Zeit ausstellen und Ihnen leichtere Tätigkeiten zugewiesen werden, da das Risiko einen Narbenbruch zu erleiden deutlich erhöht ist.

Das Meiden fetter und blähender Speisen für 2-3 Wochen ist anzuraten, bis sich Ihr Körper von der Operation erholt hat.

Autorin/Autor: Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie

 
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