Seelsorge in der Nachsorge der Frauenklinik

Wenn das Kind tot auf die Welt kommt

Seelsorge in der Nachsorge der Frauenklinik

 

Voller Vorfreude machen sich werdende Eltern auf den Weg zu einer Vorsorgeuntersuchung bei ihrem behandelnden Frauenarzt. Sie freuen sich darauf den Nachwuchs wieder per Ultraschall zu sehen und den Herzschlag zu hören. Sie machen sich keine Gedanken, denn bisher war immer alles in Ordnung und was soll in der 35. Schwangerschaftswochen noch passieren. Doch diesmal ist alles irgendwie anders. Die Arzthelferin findet den Herzschlag nicht und sagt nur: „Die Frau Doktor wird sich das gleich nochmal ansehen.“

Nach dem Ultraschall sagt diese: „Ich muss ihnen leider sagen, dass ihr Kind gestorben ist.“

In der Klinik bringt die Mutter dann das verstorbene Kind zur Welt.

Nach zwei Tagen wird die Mutter aus dem Krankenhaus entlassen. Zu Hause holt sie die Realität des Alltags ein, das eingerichtete Kinderzimmer ist still und leer.

 

So oder so ähnlich ergeht es immer wieder Eltern hier am Klinikum.

Während des Klinikaufenthaltes haben die Eltern die Möglichkeit, sich von der Seelsorge begleiten zu lassen, doch nach ihrer Entlassung tragen sie die Last alleine.

Der erste Gang ins eingerichtete Kinderzimmer, die erste Begegnung mit Familie und Nachbarn oder auch Vorbereitungen für eine Beerdigung warten auf sie.

Dazu kommen oft Schuldgefühle und die Frage: Haben wir etwas falsch gemacht?

 

Die Ökumenische Seelsorge am Klinikum Nürnberg Süd bietet diesen Familien an, sie auch zu Hause nicht allein zu lassen, sondern sie ambulant weiter zu begleiten und sie in ihrem Trauerprozess zu unterstützen, sei es im Gespräch, bei gemeinsamen Besuchen am Grab oder dem Anlegen eines Trauerbuches (ein Buch, in dem sie ihrem Kind all das „sagen“ können was sie ihm gerne gesagt hätten, was sie gerne mit ihm erlebt hätten, ihre Ängste und Sorgen und auch wie traurig sie sind).

 

Betroffene Familien sind dankbar für dieses Angebot, für die Möglichkeit, dass jemand zu ihnen nach Hause in ihren Alltag kommt, dort wo sie sich mit ihrem Schmerz oft zu zweit alleine fühlen.

 

 

Engel
 

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Autorin/Autor: Anja Öhring

 
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