"Sie müssen für Ihre Rechte kämpfen"

Der Pflege- und Patientenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung war im Klinikum Nürnberg zu Gast.

Seit Februar 2014 ist der Nürnberger Landtagsabgeordnete Hermann Imhof als Pflege- und Patientenbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung im Einsatz. Als Gast auf der Pflegekonferenz des Klinikums Nürnberg sprach er mit den Pflegedienstleitungen der Kliniken darüber, wie humane Pflege gelingen kann.

Das Hauptthema der Pflegekonferenz, zu der Imhof als Pflegebeauftragter eingeladen war, war die hohe Arbeitsbelastung in den Pflegeberufen. „Nur dort, wo genügend Personal vorhanden ist, lässt sich eine humane Pflege umsetzen“, betonte Imhof in der Gesprächsrunde. In diesem Punkt sah er sich mit Gastgeber Peter Schuh, der in der Klinikumsleitung für Bereich Personal und Patientenversorgung verantwortlich ist, und den Pflegedienstleitungen des Klinikums einig. Sie alle weisen seit Jahren auf die hohen Belastungen und die Arbeitszeitverdichtung in der Pflege in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen hin.

Anwalt, Fürsprecher und Sprachrohr

Geändert hat sich bisher allerdings wenig, das weiß auch Imhof. Als Pflege- und Patientenbeauftragter ist er nah dran an den alltäglichen Problemen, doch die politischen Entscheidungen fallen letztendlich in den dafür zuständigen Gremien und Parlamenten. Umso ernster nimmt er seine Aufgabe „als Anwalt, Fürsprecher und Sprachrohr der Patienten und Pflegenden“. Er habe "den Ball angenommen", wie er es nennt und sieht sich als Mittler zwischen den Patienten und Pflegenden einerseits und der Bayerischen Staatsregierung sowie den zuständigen Ministerien in Berlin andererseits.

Pflegekonferenz im Klinikum Nürnberg: Peter Schuh (3.v.l.) begrüßt Hermann Imhof (3.v.r.) Die "Aktion saubere Hände" macht auch vor Hermann Imhof nicht Halt
 

Widerhall in der Politik

Auch familiär ist Imhof nah dran am Alltag der Pflegeberufe. Eine seiner Töchter arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin im Klinikum Nürnberg. Sie sorgt dafür, dass ihr Vater weiß, wie der Alltag in der Pflege aussieht. Imhof rät den Pflegenden, offensiv zu werden, um auf ihre Arbeitsbelastungen und deren Folgen aufmerksam zu machen. „Sie müssen nachdrücklich für Ihre Rechte kämpfen, sonst finden Sie keinen Widerhall in der Politik.“

Die Pflegedienstleitungen betonten im Gespräch vor allem, dass die Personalbemessung in der Pflege viel zu gering sei. Daneben drehte sich die Diskussion u.a. um die Forderung der Pflegenden nach einer Pflegekammer sowie um den zukünftigen Pflegebedürftigkeitsbegriff, der 2016 in Kraft treten wird.

Autorin/Autor: Doris Strahler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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