Klinikum Nürnberg, Krankenhaus der Maximalversorgung. >> Über uns >> Pressemitteilungen 2015 >> Individuelle Beratung in der Ästhetiksprechstunde

Individuelle Beratung in der Ästhetiksprechstunde

Risiken und Nutzen einer Operation werden mit dem Patienten genau abgewogen

Immer mehr Menschen kommen in die Ästhetiksprechstunde der Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie im Klinikum Nürnberg Süd, um sich über ästhetische Operationen beraten zu lassen. Einen neuen Markt will das Klinikum damit aber nicht erschließen.

Wer krankhaft übergewichtig war und dank Diät oder chirurgischen Maßnahmen 60 Kilogramm oder mehr abgenommen hat, fühlt sich meist nicht mehr wohl in seinem Körper. Hautlappen am Bauch oder an den Oberschenkeln bereiten oft Schwierigkeiten und können sich entzünden. Hilfe finden Betroffene in der Ästhetiksprechstunde der Klinik für Plastische, Wiederherstellende und Handchirurgie, Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität, im Klinikum Nürnberg Süd. „Hier beraten wir die Patienten individuell und ausführlich“, berichtet Chefarzt Univ.-Prof. Dr. Bert Reichert. „So klären wir, was medizinisch möglich und vernünftig ist, und ob dem Patienten eine Operation überhaupt zugemutet werden kann.“ Denn die kann bisweilen sieben oder acht Stunden dauern.

Genaues Abwägen von Risiko und Nutzen

Seit drei Jahren bieten die Oberärzte Dr. Martina Kaiser und Daniel Fuge die Ästhetiksprechstunde an. Doch nicht nur ehemals übergewichtige Patienten suchen die Sprechstunde auf. Auch Menschen, die sich zum Beispiel im Ausland zum Schnäppchenpreis unters Messer gelegt haben und nun unzufrieden mit dem Ergebnis oder auch entstellt sind, wenden sich ebenfalls ratsuchend an die beiden Oberärzte.

Die Oberärzte Daniel Fuge, Dr. Martina Kaiser und Chefarzt Univ.-Prof. Dr. Bert Reichert
 

Oft besuchen auch Menschen die Sprechstunde, die unzufrieden mit ihrem Äußeren sind und sich das Oberlid straffen, die Brüste vergrößern oder Fett absaugen lassen wollen. „Auch bei diesen Patienten fragen wir uns immer zuerst, ob ein Eingriff medizinisch sinnvoll ist und wägen Risiko und Nutzen genau ab“, erläutert Kaiser. Möchte eine junge Frau sich etwa die Brüste vergrößern lassen, werde man ihr erklären, dass sie nach einer solchen Operation nicht mehr hundertprozentig gesund ist. Denn die eingesetzten Implantate sind Fremdkörper und Folgeoperationen können nötig sein. „In einem solchen Fall raten wir von einem Eingriff ab“, betont Fuge.

Rund 2.400 Operationen und etwa 700 ambulante Eingriffe werden jedes Jahr in der Klinik durchgeführt. Hauptsächlich werden dort Menschen behandelt, die an Fehlbildungen leiden oder nach Unfällen, Verbrennungen oder der Entfernung eines Tumors entstellt sind. Finanziell ist die Klinik auf ästhetische Operationen, die keine medizinische Veranlassung haben und deshalb nicht von den Krankenkassen bezahlt werden, nicht angewiesen. Sie machen lediglich fünf Prozent aller Eingriffe aus.

Große Nachfrage dank Reputation

Auch wenn die Nachfrage nach einem Termin in der Ästhetiksprechstunde steigt und sich mit „Schönheitsoperationen“ Geld verdienen lässt: Einen neuen Markt will das Klinikum Nürnberg damit aber nicht erschließen versichert Reichert: „Uns geht es dabei nicht um eine Wertschöpfungsoptimierung. Wir werden die Patienten auch weiterhin nicht als Kunden ansehen.“ Die große Nachfrage führt der Chefarzt vielmehr auf die hohe Reputation zurück, die die Klinik auch überregional genießt. „Die Patienten schenken uns Vertrauen, weil sie hier eine vernünftige und verantwortungsvolle Beratung und Behandlung bekommen.“

Anmeldung zur Ästhetiksprechstunde unter Tel. (0911) 398-2415

Autorin/Autor: Kathrin Kalb, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
Es öffnet sich eine Seite auf klinikum-nuernberg.de mit Notfallinformationen
Bitte spenden sie


AbstandhalterMarke Stadt Nürnberg

Übersicht

Aktuelles

Unternehmen

Bildung

Partner

Service

Zentren