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Schlaganfall-Infobus macht Station vor der Nürnberger Lorenzkirche

Ein Schlaganfall kann dramatische Folgen für die Gesundheit haben. Jährlich erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Dieses Schicksal könnte durch das Wissen um Risikofaktoren und rechtzeitige Prävention verhindert werden. Um über solche Risikofaktoren, über typische Symptome und das richtige Verhalten im Akutfall zu informieren, tourt unter dem Motto „Bayern gegen den Schlaganfall“ ein signalroter Doppeldecker-Infobus quer durch Bayern. In Nürnberg macht der Bus am 12. Juni 2014 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr vor der Lorenzkirche (Königstraße/Ecke Wetterhäuschen) Station.

Der Schlaganfall-Infobus macht vor der Nürnberger Lorenzkirche Station. In dem als Praxisraum umgebauten London-Bus informieren Ärzte und Pflegekräfte der Schlaganfall-Spezialstation „Stroke Unit“ der Klinik für Neurologie im Klinikum Nürnberg Süd tagsüber rund um das Thema Schlaganfallprävention. Mit einem speziellen Testbogen kann jeder Interessierte sein persönliches Schlaganfallrisiko ermitteln.

Das Projekt "Schlaganfallbus" steht unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten, Herrn Horst Seehofer, und wurde vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft sowie durch das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim zusammen mit vielen lokalen Partnern ins Leben gerufen.  

Prof. Dr. Frank Erbguth, Chefarzt der Klinik für Neurologie im Klinikum Nürnberg im Kurzinterview zum Thema:

Was passiert eigentlich bei einem Schlaganfall?

Prof. Erbguth:

Ein Schlaganfall ist nichts anders als eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung im Gehirn. Bei der großen Mehrheit aller Fälle handelt es sich um Verstopfungen in den Gefäßen, manchmal sind auch Hirngefäße, die platzen, der Auslöser.

Woran erkennt man einen Schlaganfall?

Prof. Erbguth:

Relativ typisch sind plötzliche, halbseitige Störungen, die auftreten. Eine Körperhälfte ist normal, die andere gelähmt oder gefühllos. Das kann z.B. das Gesicht betreffen, die Arme oder Beine. Recht häufig geht ein Schlaganfall auch mit Sprachstörungen einher. Bestimmte Funktonen des zentralen Nervensystems werden einfach lahmgelegt.

Wer zählt zur Risikogruppe?

Prof. Erbguth:

Der Faktor, den wir nicht beeinflussen können, ist das Alter. Je älter, desto höher das Risiko – das ist einfach so. Abgesehen davon ist Bluthochdruck der Faktor Nummer 1. Den muss man einstellen. Diabetes, erhöhte Bluttfettwerte, zu hohes Körpergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, all das begünstigt das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Kurz gesagt: Alles, was nicht gut fürs Herz ist, ist auch nicht gut fürs Gehirn.

Und wie kann man vorbeugen?

Prof. Erbguth:

Genau diese Faktoren meiden. Auf einen guten Blutdruck achten, sich bewegen. Und, was das Thema Ernährung angeht: mediterrane Kost. Also, viel Olivenöl verwenden, auch mal  Fisch auf den Teller bringen. Wir sind zwar in Franken, aber: Es muss nicht immer das Schäufele sein. Fleisch sollte man in Maßen genießen – und tendenziell eher etwas weniger.

Was muss man tun, wenn es doch passiert ist?

Prof. Erbguth:

Möglichst schnell in eine Klinik gehen, die sich auf das Thema spezialisiert hat – wie z.B. das Klinikum Nürnberg. Im Rettungswagen werden erste Hilfeleistungen geboten, letztlich müssen wir aber relativ schnell ein Bild des Gehirns machen. Das passiert mittels CT, also in der „Röhre“. Wichtig ist auch, keine Zeit zu verlieren, sondern umgehend ein Krankenhaus aufzusuchen bzw. den Rettungsdienst zu verständigen.

Wie sieht eine Therapie aus?

Prof. Erbguth:

Manchmal  können wir das verstopfende Gerinnsel aufzulösen, indem ein Medikament gespritzt wird. Ist die Verstopfung größer, kann man es auch mittels Katheter entfernen. Das Zeitfenster für eine Therapie ist aber nicht unendlich, insofern ist schnelle Behandlung innerhalb weniger Stunden wirklich wichtig.

Autorin/Autor: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, M. Öchsler

 
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