Strahlung punktgenau einsetzen

Großzügige Spende der Hans-Kottek-Stiftung an das Klinikum Nürnberg

Strahlen ausgesetzt werden, das löst bei vielen Menschen ungute Gefühle aus. Medizinisch ist der Einsatz von Strahlen bei vielen Therapieverfahren überaus sinnvoll. Die Strahlen sollen jedoch nur an den Stellen des Körpers landen, der für die Therapie auch vorgesehen ist, Streustrahleneffekte will man tunlichst vermeiden. Künftig kann man im Klinikum Nürnberg Nord noch präziser als bisher bei der Strahlentherapie agieren. Dank der großzügigen Spende der Hans-Kottek-Stiftung steht dem Institut für Medizinische Physik nun ein Thermo-Lumineszenz-Dosimetriesystem zur Verfügung. Das Gerät wirkt reichlich unscheinbar, trägt aber massiv dazu bei, um Patienten und Personal vor unerwünschter Strahlung noch besser zu schützen.

Das Verfahren fußt auf der Tatsache, dass Kristalle in der Lage sind, Strahlungen zu speichern. Steht ein Bestrahlungstermin an, kann man vorab die Bestrahlung in Körpermodellen simulieren, die schichtweise aufgebaut sind. In jede Körperschicht lassen sich Kristalle einbauen. Anschließend führt man eine Probebestrahlung durch und kann über das neu angeschaffte Thermo-Lumineszenez-Dosimetriesystem auswerten, an welchen Stellen evtl. Streustrahleffekte auftreten. Bevor der „echte“ Patient bestrahlt wird, kann also durch Einstellungen die Streustrahlendosis beseitigt werden. Mit Ringen, in die ebenfalls Kristalle eingebaut sind (sog. „Ringdosimeter“) wird auch regelmäßig die Strahlendosis des Personals ausgewertet, um die Sicherheit für die Beschäftigten zu gewährleisten. Auch hier sind nun weitaus präzisere Messungen möglich, als zuvor.

Dr. Alfred Estelmann, Vorstand des Klinikums Nürnberg freut sich: „Das ist eine gute Möglichkeit, wieder einen deutlichen Schritt nach vorne zu kommen.“ Institutsleiter Dr. Michael Wucherer will das neue Gerät sowohl im operativen Betrieb, als auch in der Ausbildung einsetzen.

Die Hans-Kottek-Stiftung, Spender des Systems, ist eine privatrechtliche Stiftung, die sich seit 1990 vor allem in der Alten- und Behindertenpflege engagiert. Der kinderlos gebliebene ehemalige Bilderrahmen-Fabrikant hat sein Vermögen dem Allgemeinwohl zur Verfügung gestellt. Seit Gründung der Stiftung sind über 2 Mio. Euro für den Stiftungszweck ausgeschüttet worden. Ein dreiköpfiger Stiftungsrat entscheidet über die jeweiligen Zwecke. Der Kontakt zum Klinikum Nürnberg ist dabei über das ehrenamtliche Engagement einer der Stiftungsrätin im Haus, Frau Grimm, entstanden.

Autorin/Autor: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, M. Öchsler

 
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