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"Großen Respekt vor der Leistung des Klinikums"

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig zu Besuch im Klinikum Nürnberg

 „Ich bewundere jede Großstadt, die auf ein kommunales Krankenhaus setzt, und habe großen Respekt vor der Leistung des Klinikums Nürnberg.“ Auf ihrer Sommer-Tour machte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, Station in Nürnberg und informierte sich über die umfangreichen Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in einem der größten kommunalen Krankenhäuser in Deutschland. Schwesig kündigte Gesetzesinitiativen an, die die Vereinbarkeit von Beruf und der Pflege älterer Angehöriger ebenso stärken soll wie das partnerschaftliche Teilen der Elternzeit zwischen Müttern und Vätern.

Eine Woche lang tourte die 40-jährige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig durch Deutschland, um sich vor Ort bei Initiativen und Institutionen zu informieren. Ihr Besuch im Klinikum Nürnberg zielte auf die umfangreichen Aktivitäten des Klinikums zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ab. Im Klinikum wurde Schwesig begleitet von Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, von der ehemaligen Bundesfamilienministerin Renate Schmidt und von Doris Reinecke vom Nürnberger „Bündnis für Familie“. Dessen „Initiative familienbewusste Personalpolitik“ unterstützt seit 2003 Arbeitgeber in der Metropolregion bei ihrem Engagement für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Attraktiver Arbeitgeber mit Lebensarbeitsplätzen

Vor Ort im Klinikum diskutierte Schwesig mit Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann und Roland Fichtner, Leiter des Personalmanagements des Klinikums, über die Bausteine einer „lebensphasenorientierten Personalpolitik“. „Um neue Fachkräfte zu gewinnen, muss das Klinikum ein attraktiver Arbeitgeber sein und um Fachkräfte zu halten braucht das Klinikum nicht nur Arbeitsplätze, sondern Lebensarbeitsplätze“, betonte Estelmann. Er verwies darauf, dass 73,3 Prozent der 6.100 Beschäftigten des Klinikums Frauen sind. Das betrifft nicht nur die Pflege mit 81,5 Prozent, sondern zunehmend auch die Ärzte mit derzeit 48,4 Prozent.

Breite Angebotspalette im Klinikum

Fichtner skizzierte die unterschiedlichen Maßnahmen auf dem Weg zu mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Die Angebotspalette im Klinikum reicht dabei von mehr als 20 unterschiedlichen Teilzeitmodellen für die Phase der Kindererziehung, aber auch die Phase der Pflege von Angehörigen, über die maßgeschneiderte Planung der Elternzeit inklusive Kontakthaltegesprächen und Patenprogrammen, Kinderkrippe- und Kindergarten an beiden Standorten im Norden und Süden der Stadt bis zur Ferienbetreuung und zum Familienservice für passgenaue, kurzfristige Betreuungslösungen.

Diskussion mit Bundesfamilienministerin im Klinikum Ministerbesuch im Klinikum Manuela Schwesig in der Klinikum-Kantine
 

Familienbewusste Personalpolitik als renditestarke Investition

Schwesig kündigte mehrere Gesetzesinitiativen an, um beispielsweise Vätern die Möglichkeit zu erleichtern, in Teilzeit zu arbeiten, und die Pflege von Angehörigen zu erleichtern und abzusichern. Sie wünschte sich mehr Bewusstsein, dass das Halten von qualifiziertem Personal „wirtschaftlich von Erfolg gekrönt“ ist. Dem stimmte auch die ehemalige Familienministerin Renate Schmidt zu: „Eine familienbewusste Personalpolitik bringt eine hohe Rendite mit sich, die man nur mit ganz wenigen Investitionen erreicht.“ Hier könne man von Nürnberg mit seinem erfolg- und umfangreichem „Bündnis für Familie“ und vom Klinikum Nürnberg „ein ganzes Stück lernen“.

Großer Respekt für das Klinikum

Als Diplom-Finanzwirtin interessierte sich Schwesig aber nicht nur für die familienbewusste Personalpolitik des Klinikums, sondern auch für die wirtschaftliche Lage von kommunalen Krankenhäusern in Deutschland. Sie outete sich dabei als Gegnerin einer „verschärften Privatisierung“. Diese brächte nur eine „ungesunde Stimmung in das Gesundheitswesen“. Die Ministerin bewundert „jede große Kommune in Deutschland, die zu ihrem kommunalen Krankenhaus“ stehe. Dies sei „definitiv der richtige Weg“.

Dass das Klinikum in Zeiten, in denen in Deutschland immer mehr Krankenhäuser rote Zahlen schreiben, das vergangene Jahr mit einer schwarzen Null abschloss und zudem noch millionenschwere Investitionen stemmen konnte, nötigt ihr „großen Respekt“ ab: „Das ist wirklich eine große Leistung.“

Vor dem Klinikum besuchte Schwesig das Projekt „Opera“ („Orientieren Probieren Erfahren Ausbilden“). „Opera“ ist ein Projekt des Vereins Kassandra, das auf die Qualifizierung und Förderung der beruflichen Neuorientierung von Sexarbeiterinnen und -arbeitern abzielt. Nach dem Essen in der Kantine des Klinikums machte sich die Bundesministerin auf den Weg nach Erlangen.

 

 

Autorin/Autor: Bernd Siegler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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