"Eine Mäzenin mit einem großen Herz"

Trauer um Friedl Schöller

Das Klinikum Nürnberg und die Stadt Nürnberg trauern um Friedl Schöller. Die Mäzenin des Klinikums und die Trägerin der Bürgermedaille der Stadt starb Ende Februar, wenige Tage vor ihrem 90. Geburtstag. „Friedl Schöller war eine bedeutende Mäzenin mit einem großen Herz. Sie hat sich um Nürnberg außerordentliche Verdienste erworben. Wir werden sie in ehrender Erinnerung behalten“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly.

Friedl Schöller, geboren am 26. Februar 1924 in Nürnberg, trat nach dem Besuch der Höheren Handelsschule als Kontoristin in das von ihrem späteren Ehemann Theo Schöller in Nürnberg gegründete Lebensmittelunternehmen ein. Zunächst im Sekretariat der Geschäftsleitung beschäftigt, übernahm sie bald die Leitung der Hauptbuchhaltung und dann die Finanzbuchhaltung. In der Nachkriegszeit wurde sie für Theo Schöller, der zu einer der Symbolfiguren des Wirtschaftswunders und später in Deutschland zum „Eiskönig“ wurde, zur wichtigsten Mitarbeiterin.

Nach der Heirat mit dem Unternehmer nahm Friedl Schöller ab 1968 weitere verantwortungsvolle Aufgaben wahr und bewies an der Seite des erfolgreichen Produzenten von Speiseeis, Lebkuchen und Tiefkühlkost ihr unternehmerisches Geschick. Das Wohlergehen der Betriebsangehörigen stand dabei stets im Blickfeld des Ehepaars Schöller. So widmete sich Friedl Schöller mit Hingabe der hausinternen Betreuung der Lehrlinge.

Schöller-Stiftungen

1988 rief das Ehepaar die gemeinnützige Theo und Friedl Schöller-Stiftung ins Leben, die dank der großzügigen finanziellen Ausstattung zu den großen Unternehmensstiftungen in Deutschland zählt. Eine Förderstiftung und eine Familienstiftung folgten.

Vertragsunterzeichnung zur Förderung des Zentrums für Altersmedizin: v.l.n.r. Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, Friedl Schöller und Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann. Markant und attraktiv - das Dr. h.c. Theo Schöller-Haus im Klinikum Nord
 

Nach dem Tod ihres Mannes 2004 führte Friedl Schöller das Mäzenatentum in Form der Schöller-Stiftungen entschlossen fort. Sie setzte neben der großzügigen Unterstützung von medizinischen Projekten insbesondere in der Bildung gewichtige Akzente. Am 16. Juli 2010 wurde ihr die Bürgermedaille verliehen. In der Laudatio hieß es: „Die Kraft und der Wille Friedl Schöllers, stets für Andere Gutes zu bewirken, ohne sich selbst zu schonen, sind in höchstem Maße zu bewundern.“ Bis zu ihrem Tod kümmerte sie sich als Vorsitzende um die Stiftungen zur Förderung der Medizin, der Wissenschaft, Bildung und Kultur.

"Verlässliche Partnerin und großzügige Förderin"

„Die Medizin war eine Herzensangelegenheit von Theo und Friedl Schöller“, betont Klinikum-Vorstand Dr. Alfred Estelmann. „Friedl Schöller war eine verlässliche Partnerin und großzügige Förderin wichtiger Projekte des Klinikums.“ Allein den im Januar 2013 eingeweihten Neubau Ost des Klinikums Nord unterstützte die Theo und Friedl Schöller-Stiftung mit rund drei Millionen Euro. Dank der Stiftung konnte vieles im neuen Gebäude verwirklicht werden, was sonst nicht möglich gewesen wäre. Das Haus trägt deshalb den Namen Dr. h.c. Theo Schöller-Haus. Das Zentrum für Altersmedizin wurde seit 2003 bis heute, einschließlich des Schöller-Hauses, von der Stiftung mit insgesamt 5,8 Millionen Euro gefördert.  

„Das Klinikum Nürnberg wird seit mehr als zwei Jahrzehnten von der Schöller-Stiftung unterstützt“, erläutert Estelmann. Bedeutende Beiträge wurden auch für die Einrichtung der Herzchirurgie im Klinikum Süd sowie die Ausstattung der Urologie und der Gastroenterologie im Klinikum Nord geleistet. Das Klinikum verdankt seine Herzchirurgie dem Engagement des Ehepaars Schöller.                    

Autorin/Autor: Bernd Siegler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

 
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