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Klinikum Nürnberg: Ehrenamtliche muslimische Seelsorger sollen Team verstärken

Multi-religiöse Seelsorge als Ziel

Sie nehmen sich Zeit, hören zu, begleiten Patientinnen und Patienten sowie Angehörige – und sind gerade während der Pandemie eine wichtige Kraftquelle: die Seelsorgerinnen und Seelsorger am Klinikum Nürnberg. Damit auch Patientinnen und Patienten mit muslimischem Hintergrund einen Ansprechpartner aus dem eigenen Kulturkreis beziehungsweise der eigenen Religion haben, hat das Klinikum Nürnberg mit dem Augsburger Institut für transkulturelle Verständigung einen Kooperationsvertrag über den Einsatz von muslimischen Seelsorgern geschlossen. „Der Aufbau einer multi-religiösen Seelsorge ist ein weiteres Zeichen für Verständigung und Offenheit des Klinikums Nürnberg gegenüber allen Menschen“, sagt Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung am Klinikum Nürnberg.

Derzeit sind 41 katholische und evangelische haupt- und ehrenamtliche Seelsorgerinnen und Seelsorger gemeinsam in der Klinikseelsorge an den Standorten Nord und Süd des Klinikums Nürnberg tätig. Die Arbeit der Seelsorge vollzieht sich im Gespräch mit den Patientinnen und Patienten. Sie bedeutet: sich Zeit nehmen, zuhören, Interesse haben am Gegenüber, mittragen, aushalten und schweigen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger besuchen ihre Patientinnen und Patienten auf den Stationen und sind gerne auch Gesprächspartner für Angehörige. Auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums hat die Seelsorge ein offenes Ohr.

 

Das ökumenische Seelsorge-Team betreut alle Patientinnen und Patienten, die den Wunsch danach haben – und zwar unabhängig von deren Weltanschauung und religiöser Zugehörigkeit. Auch die muslimischen Seelsorgerinnen und Seelsorger werden Menschen unabhängig von ihrer Weltanschauung und ihrer religiösen Zugehörigkeit begleiten. Bei Bedarf können diese aber auch auf die individuellen Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten aus dem muslimischen Kulturkreis eingehen. „Wir haben viele Patientinnen und Patienten mit muslimischem Hintergrund. Wir verstehen uns als weltanschauungsfreies und offenes Haus, daher freuen wir uns sehr über diese Zusammenarbeit“, so Vorstand Peter Schuh.

Das derzeitige Seelsorge-Team unterstützt diese Pläne ausdrücklich. „Ich bin sehr glücklich, dass wir diesen Schritt gehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, sagt Pfarrerin Ulrike Otto. „Denn wir haben ein gemeinsames Ziel: Ziel des Klinikums Nürnberg und des derzeitigen ökumenischen Seelsorge-Teams ist eine Zusammenarbeit von Seelsorgenden verschiedener Konfessionen und Religionen, um eine religiöse und spirituelle Ressource für alle Patientinnen und Patienten zu schaffen“, betonen Ulrike Otto und Pastoralreferent Horst Krämer gleichermaßen.

Das Klinikum Nürnberg und das Institut für transkulturelle Verständigung (itv) schlossen bereits im Jahr 2019 einen Kooperationsvertrag für die Ausbildung von muslimischen ehrenamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern. Diese Kooperation wird nun noch einmal intensiviert. In einem zwölf Monate dauernden Kurs können sich Interessierte zu ehrenamtlichen muslimischen Seelsorgerinnen und Seelsorgern ausbilden lassen. Die Praxiseinsätze werden am Klinikum Nürnberg stattfinden. Voraussichtlich im Sommer dieses Jahres werden die ersten ehrenamtlichen muslimischen Seelsorgerinnen und Seelsorger am Klinikum Nürnberg mit ihrer Arbeit beginnen.

Nurdan Kaya, Leiterin des Instituts für transkulturelle Verständigung, freut sich sehr über die Zusammenarbeit. „Nürnberg ist für uns ein ganz wichtiger Standort“, sagt sie. Sie begreift Seelsorge auch als Integrationsarbeit. „Die einheimische Gruppe von Muslimen ist mindestens so vielfältig wie die Mitglieder der christlichen Kirchen, was Konfession, Glauben, Religionspraxis oder Herkunftsland angeht. Eine solch heterogene Ausgangslage verlangt auch bei der Seelsorge einen differenzierten Blick.“

Das itv widmet sich bereits seit 2012 der seelischen Hilfe für Menschen in Krisensituationen und bildet hierfür ehrenamtliche muslimische Seelsorgerinnen und Seelsorger aus.

Foto: Giulia Iannicelli/Klinikum Nürnberg

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation Klinikum Nürnberg

 
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