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Staatssekretärin informiert sich über Klinikpartnerschaft mit Bassar

Dr. Bärbel Kofler: „Ich sehe, mit welchem Herzblut und Engagement Sie das betreiben“

Das Klinikum Nürnberg baut nicht nur an seinem Standort im Süden Nürnbergs ein hochmodernes Kinderklinikum mit Geburtshilfe. Das kommunale Krankenhaus will zusammen mit dem Nürnberger Verein „Fi Bassar“ auch in der Region Bassar im westafrikanischen Togo ein Krankenhaus für die Kleinsten errichten. Denn dort fehlt es am Allernötigsten. Über dieses ambitionierte Projekt und das vielfältige Engagement des Nürnberger Klinikums in Togo im Rahmen seiner Partnerschaft mit dem Hospital in Bassar haben sich Dr. Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie die regionalen SPD-Bundestagsabgeordneten Gabriela Heinrich (Nürnberg) und Martina Stamm-Fibich (Erlangen) im Klinikum Nürnberg selbst ein Bild gemacht. Die Parlamentarierinnen zeigten sich beeindruckt und sicherten Unterstützung zu.

Bildersammlung über die Klinikpartnerschaft und den Besuch der Staatssekretärin

„Wir bauen nicht nur in Nürnberg ein neues Kinderklinikum mit Geburtshilfe. Wir planen auch eine Kinderklinik auf dem Gelände des Hospitals in Bassar in Togo und hoffen sehr auf Spenden für dieses zukunftsweisende Projekt“, erläuterte Peter Schuh, Vorstand Personal und Patientenversorgung des Klinikums Nürnberg, anlässlich des Besuchs der Parlamentarierinnen. Denn die medizinische Versorgungslage ist dramatisch in dem kleinen westafrikanischen Land, das mit seinen acht Millionen Einwohnern zu den ärmsten Ländern Afrikas zählt.

Es fehlt an Betten, Medikamenten und Personal

Es gibt dort keine spezielle Ausstattung für Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder. Es gibt weder Betten, noch Geräte oder Medikamente. Auch Kinderärzte und Kinderpflegekräfte fehlen. Frühgeborene müssen zum Teil 50 Kilometer über schlechte Straßen ins nächste Krankenhaus gefahren werden. „Wir haben in Bassar circa 3000 Behandlungen von Kindern im Jahr, viele müssen wegen Malaria, Durchfällen oder schwerer Unterernährung versorgt werden. Doch es gibt kein eigenes Krankenhaus für die Kleinen“, schilderte Dr. Franz Köhler, Anästhesist am Klinikum Nürnberg und Projektleiter der Klinikpartnerschaft.

 „Wir sind so weit, die Pläne stehen“

Genau das wollen das Klinikum Nürnberg und der Nürnberger Verein „Fi Bassar“ („Rettet Bassar“) dringend ändern – und haben dafür bereits entscheidende Schritte in die Wege geleitet. Das Nürnberger Architekturbüro blauhaus hat kostenlos Baupläne für das neue Kinderkrankenhaus erstellt. Das eco2050 Institut für Nachhaltigkeit begleitet das Bauvorhaben unentgeltlich wissenschaftlich unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Das Klinikum Nürnberg würde bei der Ausstattung des neuen Krankenhauses unterstützen. Selbst die Baugenehmigung wurde bereits durch die Behörden in Togo erteilt.

„Wir sind so weit, die Pläne für ein neues Kinderkrankenhaus stehen“, sagte Rali Guemedji, Vorsitzende des Vereins „Fi Bassar“, die selbst togolesische Wurzeln hat und bestens vernetzt ist in Togo und der Region Bassar. „Wir könnten loslegen.“ Doch noch fehlt es an den nötigen Finanzmitteln, die über Spenden aufgebracht werden müssen. Der Verein kalkuliert mit rund 240.000 Euro Baukosten. Wenn es gelingt, 140.000 Euro an Spenden zu sammeln, erhält der Verein die fehlenden 100.000 Euro als Fördergelder.

Parlamentarierinnen sichern Unterstützung zu

Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler zeigte sich beeindruckt von diesem Engagement. „Ich sehe, mit welchem Herzblut und Engagement Sie das betreiben“, so die Parlamentarische Staatssekretärin bei ihrem Besuch. Sie würdigte das Engagement der Mitarbeiter*innen der Klinikpartnerschaft und der Ehrenamtlichen des Vereins „Fi Bassar“. Auch die beiden Bundestagsabgeordneten Gabriela Heinrich und Martina Stamm-Fibich lobten den Einsatz der Helfer*innen und sicherten ihre Unterstützung zu. 2017 wurde die Partnerschaft mit dem Hospital Bassar erstmals im Rahmen des Programms „Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit“ gefördert. Mit dem Förderprogramm unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Kooperationen zwischen Gesundheitsorganisationen in Deutschland und Ländern niedrigen und mittleren Einkommens. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH setzt das Programm im Auftrag des BMZ um.

„Ich begleite das Projekt der Klinikpartnerschaft seit Anfang an politisch mit und stehe mit den Verantwortlichen regelmäßig im Austausch. Ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert, was das Ärzteteam in Kooperation mit dem Verein auf die Beine stellt. Im Bund werde ich mich weiterhin für dieses Projekt einsetzen“, so Gabriela Heinrich.

„Ich teile die Begeisterung meiner Kollegin Gabriela Heinrich für das Projekt. Insbesondere Kinder haben es in Togo schwer. Ihnen eine Chance auf Gesundheit zu geben, ist für mich der Schlüssel zu einem erfüllten Leben als Erwachsene", ergänzt Martina Stamm-Fibich.

Gemeinsame Operationen in Togo

Die Partnerschaft zwischen dem Klinikum Nürnberg und dem Hospital in Bassar existiert seit nunmehr fünf Jahren. Siebenmal war ein medizinisches Team des Klinikums bereits in Bassar im Einsatz, schulte dort Mitarbeitende und operierte Bedürftige gemeinsam mit einem Team vor Ort. Der jüngste Einsatz eines siebenköpfigen Teams in Togo liegt wenige Wochen zurück. Die Helfer*innen aus Franken operierten mit ihren togolesischen Kolleg*innen rund 90 Menschen, darunter viele Kinder. Manche Patient*innen hatten 30 Kilometer und mehr zu Fuß zurückgelegt, um behandelt werden zu können. Daneben fanden gemeinsame Fortbildungen zu den Themenbereichen Chirurgie, Sonographie, EKG, Hygiene, Anästhesie und Kinderheilkunde statt.

Die Klinikpartnerschaft wäre nicht denkbar ohne das ehrenamtliche Team rund um Rali Guemedji, eine Krankenpflegerin des Klinikums Nürnberg, die vor zehn Jahren den Verein „Fi Bassar“ ins Leben gerufen hat. Mit Unterstützung des Klinikums, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und vielen anderen wurde bereits eine erkleckliche Zahl von Projekten auf die Beine gestellt, die die Lebensbedingungen in Bassar verbessern. So konnten zum Beispiel ein Brunnen, ein Haus für Angehörige der Patient*innen auf dem Gelände der Klinik und eine Berufsschule gebaut werden. Hilfslieferungen mit Schutzkleidung und medizinischem Gerät wurden auf den Weg gebracht. Im Herbst 2021 erhielt Bassar den ersten Krankenwagen in der Region, für den Mitarbeitende des Klinikums gespendet hatten.

Dr. Bärbel Kofler, Gabriela Heinrich und Martina Stamm-Fibich nahmen sich viel Zeit, um sich über die ganze Bandbreite des Engagements in Togo zu informieren. „Dieses große Interesse hat uns sehr viel Freude gemacht. Wir fühlen uns in unserem Engagement bestärkt“, resümierte Dr. Franz Köhler, Projektleiter der Klinikpartnerschaft.

Spendenkonto Fi Bassar e.V.

Bank für Sozialwirtschaft, München
IBAN: DE39 7002 0500 0009 8165 00
BIC: BFSWDE33MUE
Verwendungszweck: Neue Kinderklinik

Weitere Informationen - insbesondere zum geplanten Bau der Kinderklinik in Bassar - unter www.fibassar.de 

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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