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Wissen schaffen für die Praxis: Nachwuchsforscherin vom Klinikum Nürnberg ausgezeichnet

Publikumspreis der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität

Dr. Christiane Licht forscht schon länger, wie eine Behandlung mit Magneten bei Patienten mit Tinnitus, Schizophrenie oder Depressionen für Linderung der Symptome sorgen kann. Jetzt hat die Nürnberger Nachwuchsforscherin für ein neues Projekt den Publikumspreis der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) erhalten. Dabei standen Menschen im Fokus, die an einem sogenannten Hydrozephalus (Wasserkopf) leiden. Viele von ihnen haben Implantate im Kopf, die den Hirndruck regeln sollen. Mitunter führt das zu unerwünschten Wechselwirkungen – zum Beispiel, wenn Magnetfelder den Sensor verstellen.

Pressefoto_Licht_Gruppenbild

Bild (v. l.): Prof. Dr. Thomas Hillemacher, Dr. Christiane Licht mit dem PMU-Publikumspreis, Prof. Dr. Sascha Pahernik und Prof. PD Dr. Kneginja Richter
Foto: Giulia Iannicelli / Klinikum Nürnberg

„Die Idee kam durch einen konkreten Fall zustande“, erklärt Frau Dr. Licht, die als Assistenzärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Klinikums Nürnberg unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Hillemacher tätig ist. In der Publikation mit dem Titel „Maladjustment of pressure settings of a Codman-Hakim programmable shunt valve“ beschreibt sie das Beispiel eines Hydrozephalus-Patienten, dem es zunehmend schlechter ging, weil sich sein Implantat immer wieder ungewollt verstellte. Das Team um Frau Dr. Licht ging der Veränderung auf den Grund. Im Rahmen verschiedener Untersuchungen konnte sie den Grund ausfindig machen – ein magnetisches Türschloss im Klinikgebäude verstellte den Sensor ungewollt. „Wir konnten dem Patienten schnell mit einem neuen Implantat helfen, das sich nicht so leicht durch Magnetfelder verstellt. Er fühlt sich seitdem deutlich besser und kann seinen Alltag wieder gut bewältigen“, so Dr. Licht. Das Beispiel zeigte auch: Schon schwache Magnetfelder können zu ungewünschten Wechselwirkungen führen.

Forschung für mehr Patientenwohl

Chefarzt Prof. Dr. Hillemacher freut sich sehr über den Erfolg und das hohe wissenschaftliche Engagement seiner Mitarbeiterin. „Dr. Licht befasst sich bei uns in der Klinik vor allem mit der sogenannten transkraniellen Magnetstimulation und ihren verschiedenen Einsatzmöglichkeiten. Die Neurostimulation ist faszinierend, da sie neben Psychotherapie oder Medikation eine weitere Möglichkeit in der Behandlung psychischer Störungen darstellt. In Sachen Forschung gibt es mit Blick auf eine bessere Patientenversorgung noch viel zu tun.“

Qualifiziert für das „Science Slam“-Finale in Wien

Dass Wissenschaft nicht nur praxisnah, sondern auch unterhaltsam sein kann – auch dafür ist Dr. Licht ein gutes Beispiel. Die 30-Jährige hat mit ihrem Beitrag „I’ve got the beat“ den Science Slam in Salzburg (ab Minute 52:25) gewonnen. Bei dieser regelmäßigen Veranstaltung kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen, um ihre aktuellen Projekte in sechs Minuten pointiert, allgemeinverständlich und unterhaltsam vorzutragen. Als Siegerin ist Dr. Licht nun für das Finale am 30. September in Wien qualifiziert. Prof. PD Dr. Kneginja Richter, Leiterin des Labors für Neurostimulation und Chronobiologie, und Prof. Dr. Sascha Pahernik, Dekan für Forschung an der PMU Nürnberg, drücken für die Veranstaltung die Daumen. „Die PMU Nürnberg sowie das Klinikum Nürnberg profitieren sehr von solch engagierten Forschenden, da sie sich gut vernetzen, mit den Patienten kommunizieren und die Mitarbeitenden motivieren. Am Ende des Tages ist unser Ziel eine bestmögliche Versorgung unserer Patienten“, so Pahernik.

Autorin/Autor: Unternehmenskommunikation

 
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